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Großhändler Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Großhändler-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt 138.785 Großhandelsunternehmen mit einem Gesamtumsatz von 1,4 Billionen Euro (Stand 2020).
  • Nordrhein-Westfalen führt mit Betrieben, gefolgt von Bayern () und Baden-Württemberg ().
  • Der Großhandel beschäftigt bundesweit 1,9 Millionen Menschen und erwirtschaftet durchschnittlich 9,8 Millionen Euro Umsatz je Unternehmen.
  • Die Branche umfasst vielfältige Segmente: Pharmagroßhandel (975 Betriebe), Lebensmittelgroßhandel (8.902), Baustoffgroßhandel (16.358) und Elektrogroßhandel (3.096).
  • Großhändler-Verzeichnisse sind unverzichtbar für Marketing, Vertrieb, Marktforschung und strategische Beschaffung.
  • Professionelle Adresslisten bieten zwischen 59 und 100 Prozent Datenabdeckung mit Kontaktinformationen, Umsatzzahlen und Geschäftsführungsnamen.

Was sind Großhändler?

Großhändler bilden zentrale Akteure im deutschen Handelssystem. Sie betreiben den Wiederverkauf von Neu- und Gebrauchtwaren an Einzelhändler, andere Distributoren oder gewerbliche Abnehmer. Die Definition grenzt sich klar vom Einzelhandel ab. Großhändler erwerben Produkte in großen Mengen direkt von Herstellern. Sie verkaufen diese in kleineren Einheiten an geschäftliche Kunden weiter.

Das Geschäftsmodell basiert auf Skalierungseffekten. Betriebe bündeln Waren verschiedener Hersteller und lagern sie in eigenen Distributionszentren. Sie beliefern Geschäftskunden bedarfsgerecht. Synonyme wie Wholesale, Distributor oder Handelsunternehmen beschreiben dasselbe Konzept. In der amtlichen Wirtschaftszweigklassifikation WZ-2008 werden Betriebe unter verschiedenen Codes erfasst. Die Zuordnung hängt von ihrer spezifischen Warengruppe ab.

Die wirtschaftliche Funktion liegt in der Überbrückung zwischen Produktion und gewerblicher Nutzung. Distributoren übernehmen Logistik, Sortimentsbildung und Finanzierungsfunktionen. Sie ermöglichen es kleineren Einzelhändlern und Handwerksbetrieben, ohne direkten Kontakt zu Hunderten von Herstellern ein breites Sortiment anzubieten.

Wie viele Großhändler gibt es in Deutschland?

Deutschland verzeichnet 138.785 aktive Großhandelsunternehmen. Diese Zahl bildet die offizielle Grundlage für Branchenanalysen. Firmendatenbanken erfassen 81.330 dieser Betriebe mit vollständigen Adressdaten und Zusatzinformationen.

Der durchschnittliche Großhändler erwirtschaftet 9,8 Millionen Euro Jahresumsatz. Diese Kennzahl errechnet sich aus dem Gesamtumsatz der Branche von 1,4 Billionen Euro geteilt durch die Anzahl der Unternehmen. Die Umsatzverteilung zeigt jedoch erhebliche Unterschiede. Während Kleinstunternehmen (49.248 Betriebe) oft unter einer Million Euro liegen, erzielen Großunternehmen (1.005 Betriebe) dreistellige Millionenumsätze.

Die Beschäftigtenzahl beläuft sich auf 1,9 Millionen Personen bundesweit. Der Umsatz je Beschäftigten erreicht 713.000 Euro. Dieser Wert liegt deutlich höher als im Einzelhandel. Der Produktivitätsvorteil resultiert aus höheren Transaktionsvolumina und geringerem Personalbedarf im reinen Distributionsgeschäft.

Die Branche zeigt sich stabil. Marktbeobachter verzeichnen weder dramatisches Wachstum noch signifikante Schrumpfung. Digitalisierung und E-Commerce verändern Geschäftsmodelle. Die Kernfunktion bleibt jedoch erhalten.

Regionale Verteilung: Großhändler nach Bundesland

Die Verteilung der Großhandelsunternehmen spiegelt die Wirtschaftsstruktur Deutschlands wider. Nordrhein-Westfalen dominiert mit 21.798 Betrieben und vereint damit knapp 16 Prozent aller Distributoren. Bayern folgt mit Unternehmen auf dem zweiten Platz. Baden-Württemberg belegt mit den dritten Rang.

Bundesland Unternehmen Anteil
Nordrhein-Westfalen 7.982 26,7 %
Bayern 4.827 16,2 %
Baden-Württemberg 3.355 11,2 %
Niedersachsen 2.866 9,6 %
Hessen 2.273 7,6 %
Rheinland-Pfalz 1.506 5,0 %
Schleswig-Holstein 1.151 3,9 %
Hamburg 1.119 3,7 %
Sachsen 1.098 3,7 %
Berlin 923 3,1 %
Brandenburg 666 2,2 %
Sachsen-Anhalt 506 1,7 %
Thüringen 474 1,6 %
Mecklenburg-Vorpommern 426 1,4 %
Saarland 347 1,2 %
Bremen 328 1,1 %

Diese Konzentration erklärt sich aus mehreren Faktoren. Nordrhein-Westfalen profitiert von seiner zentralen Lage und hervorragender Verkehrsinfrastruktur. Die hohe Bevölkerungsdichte begünstigt die Ansiedlung. Das Ruhrgebiet und der Rheinland-Korridor bieten ideale Logistikstandorte.

Bayern punktet mit wirtschaftlicher Stärke und Nähe zu osteuropäischen Märkten. Baden-Württemberg kombiniert industrielle Produktionsdichte mit leistungsfähigen Mittelständlern. Diese fragen spezialisierte Distributionsdienstleistungen nach.

Der Großhandelsmarkt durchläuft einen strukturellen Wandel. Digitalisierung verändert traditionelle Vertriebswege grundlegend. Plattformen wie Faire oder Alibaba ermöglichen direkten Zugang zu Herstellern. Sie setzen klassische Distributoren unter Druck. Gleichzeitig eröffnen digitale Tools neue Möglichkeiten für Bestandsmanagement, Prognosen und Kundenservice.

Nachhaltigkeit entwickelt sich zum Wettbewerbsfaktor. Anbieter optimieren Lieferketten und reduzieren Verpackungen. Sie setzen auf CO2-neutrale Logistik. Der Biogroßhandel wächst überproportional. Gestiegenes Umweltbewusstsein bei Endverbrauchern und Einzelhändlern treibt diese Entwicklung.

Regulatorische Anforderungen steigen kontinuierlich. Die Umsetzung der EU-Lieferkettenrichtlinie erfordert lückenlose Transparenz über Warenherkunft und Produktionsbedingungen. Datenschutzbestimmungen nach DSGVO beeinflussen CRM-Systeme und Marketingpraktiken. Diese Compliance-Kosten belasten besonders kleinere Betriebe.

Welche Arten von Großhändlern gibt es?

Die Großhandelsbranche differenziert sich in hochspezialisierte Segmente. Jeder Bereich bedient spezifische Kundenbedürfnisse. Er erfordert eigenes Fachwissen.

Pharmagroßhändler wie PHOENIX oder Alliance Healthcare versorgen Apotheken mit Medikamenten und medizinischen Produkten. Deutschland zählt 975 pharmazeutische Distributoren. Sie unterliegen strengen gesetzlichen Auflagen nach §52a AMG. Sie garantieren flächendeckende Arzneimittelversorgung innerhalb von 24 Stunden.

Lebensmittelgroßhändler beliefern Gastronomie, Einzelhandel und Kantinen. Mit 8.902 Betrieben stellt dieses Segment eines der größten dar. Metro Cash & Carry, Transgourmet und EDEKA führen den Markt an. Sie handhaben Frischelogistik und Kühlketten. Sie bieten zunehmend Bio-Sortimente an.

Elektrogroßhändler verteilen technische Komponenten an Handwerksbetriebe und Installationsfirmen. Sonepar Deutschland und REXEL führen die 3.096 Unternehmen dieses Segments an. Sie kombinieren klassischen Großhandel mit technischer Beratung. Projektunterstützung gehört zum Angebot.

Baustoffgroßhändler wie hagebau versorgen Bauunternehmen und Handwerker mit Material. Die 16.358 Betriebe profitieren von anhaltender Baukonjunktur. Sanierungsbedarf im Gebäudebestand stützt die Nachfrage. Sie bieten zunehmend integrierte Dienstleistungen wie Baustofflogistik und Projektplanung an.

Metallgroßhändler distribuieren Stahl, Aluminium und Edelmetalle. Klöckner & Co SE repräsentiert die 1.391 Unternehmen dieser Nische. Sie hängen zyklisch von der Industriekonjunktur ab. Chemiegroßhändler wie Brenntag AG handeln mit Industriechemikalien. Sie bedienen produzierende Betriebe von 1.466 Standorten aus.

Agrargroßhändler beliefern landwirtschaftliche Betriebe mit Saatgut, Düngemitteln und Futtermitteln. BayWa AG und AGRAVIS repräsentieren diesen genossenschaftlich geprägten Sektor. IT-Distributoren wie Tech Data vermitteln Hardware und Software zwischen Herstellern und Fachhändlern. Cash-&-Carry-Märkte kombinieren Großhandels- mit Selbstbedienungskonzepten für Gewerbetreibende.

Für wen ist eine Liste von Großhändlern relevant?

Großhändler-Verzeichnisse erschließen vielfältige Geschäftsmöglichkeiten. Verschiedene Zielgruppen nutzen sie für unterschiedliche strategische Zwecke.

Marketing- und Vertriebsteams setzen Firmenlisten für Neukundenakquise ein. Ein Softwareanbieter für Warenwirtschaftssysteme identifiziert potenzielle Kunden anhand von Unternehmensgrößenklassen. Er grenzt nach Branchenzugehörigkeit ab. Direktmarketing per Post-Mailing erreicht Entscheider mit personalisierten Angeboten. Telefonakquise funktioniert effizienter, wenn präzise Kontaktdaten vorliegen. E-Mail-Kampagnen adressieren spezifische Segmente wie Pharmagroßhändler oder Lebensmitteldistributoren.

Marktforscher analysieren Branchenstrukturen und Wettbewerbslandschaften. Ein Beratungsunternehmen untersucht die regionale Verteilung von Baustoffgroßhändlern. Es bewertet so Marktpotenziale. Statistische Auswertungen nach Umsatzklassen, Mitarbeiterzahlen und Rechtsformen ermöglichen fundierte Marktstudien. Trendanalysen identifizieren Wachstumssegmente und Konsolidierungstendenzen.

Einkaufsabteilungen recherchieren Lieferanten und Beschaffungsquellen. Ein produzierendes Unternehmen sucht Metallgroßhändler in Logistiknähe. Vergleiche von Sortimenten, Lieferbedingungen und Preisstrukturen optimieren Beschaffungskosten. Lieferantenbewertungen anhand von Unternehmensdaten minimieren Ausfallrisiken.

Investoren und M&A-Berater screenen Akquisitionsziele. Private-Equity-Gesellschaften identifizieren mittelständische Distributoren mit Skalierungspotenzial. Kennzahlen wie Umsatzentwicklung, Mitarbeiterwachstum und regionale Präsenz fließen in Due-Diligence-Prozesse ein.

Verbände und Branchenorganisationen nutzen Marktdaten für Interessenvertretung und Statistiken. Sie aggregieren anonymisierte Informationen zu Branchenreports. Diese Konjunkturanalysen beeinflussen politische Entscheidungen und wirtschaftspolitische Maßnahmen.

Datenverfügbarkeit: Großhändler

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Häufig gestellte Fragen

Welche sind die größten Großhandelsunternehmen in Deutschland?
Die größten Distributoren Deutschlands erwirtschaften Milliardenumsätze und prägen ganze Branchen. PHOENIX Pharma SE führt im Pharmagroßhandel mit europaweit 164 Vertriebszentren. Das Unternehmen beschäftigt über 36.000 Mitarbeiter. Metro AG dominiert den Cash-&-Carry-Sektor mit 678 Märkten weltweit und 97.000 Beschäftigten. BayWa AG vereint Agrarhandel, Baustoffe und Energiegeschäft mit 20.000 Mitarbeitern seit 1923. Brenntag AG distribuiert als DAX-40-Unternehmen rund 10.000 Chemieprodukte an 185.000 Kunden. Die Belegschaft umfasst 17.000 Mitarbeiter. Klöckner & Co SE handelt mit Metall und Stahl von 140 Standorten in 13 Ländern mit 8.000 Beschäftigten.
Wie viele Großhändler gibt es in Deutschland?
Deutschland verzeichnet 138.785 Großhandelsunternehmen. Diese Zahl umfasst alle im Handelsregister und Unternehmensregister erfassten Betriebe. Firmendatenbanken enthalten 81.330 Distributoren mit verifizierten Adressdaten. Das entspricht einer Abdeckung von etwa 59 Prozent. Die Differenz erklärt sich durch Kleinstbetriebe ohne öffentlich zugängliche Kontaktinformationen. Insolvenzen und Geschäftsaufgaben seit der letzten amtlichen Erhebung tragen ebenfalls dazu bei.
Welche Lebensmittelgroßhändler gibt es in Deutschland?
Der Lebensmittelgroßhandel umfasst 8.902 Unternehmen bundesweit. Zu den führenden Anbietern zählen Metro Cash & Carry für Gastronomie und Großverbraucher. Transgourmet spezialisiert sich auf Außer-Haus-Verpflegung. EDEKA betreibt regionale Großhandelsgesellschaften. Selgros bedient gewerbliche Selbstbedienung. Spezialisierte Segmente wie Biodistributoren, Convenience-Anbieter und Gastronomiebedarf ergänzen das Angebot. Viele Betriebe kombinieren klassischen Großhandel mit Lieferservice. Online-Bestellung und Category-Management für Einzelhandelskunden gehören zum Portfolio.
Wo gibt es die meisten Großhändler in Deutschland?
Nordrhein-Westfalen führt mit Großhandelsunternehmen deutlich vor allen anderen Bundesländern. Die Konzentration resultiert aus mehreren Standortvorteilen. Das Bundesland liegt zentral in Europa. Es verfügt über dichte Verkehrsinfrastruktur mit Rhein-Ruhr-Korridor. Die Nähe zu Seehäfen Rotterdam und Antwerpen begünstigt Logistik. Hohe Bevölkerungs- und Wirtschaftsdichte stützen die Ansiedlung. Bayern belegt mit Betrieben den zweiten Platz dank wirtschaftlicher Stärke. Die Nähe zu osteuropäischen Märkten wirkt sich positiv aus. Baden-Württemberg folgt mit 9.791 Unternehmen aufgrund seiner Industriedichte und leistungsfähigen Mittelstandsstruktur.
Welche Daten sind über Großhändler verfügbar?
Professionelle Firmendatenbanken bieten umfassende Informationen zu Großhandelsunternehmen. Basisdaten umfassen Firmenname, Postadresse, Branchenzuordnung und Kontaktinformationen. Telefonnummern liegen bei Prozent der Betriebe vor. E-Mail-Adressen sind bei Prozent verfügbar. Webseiten existieren bei Prozent. Zusatzmerkmale enthalten Geschäftsführungsnamen (49 Prozent Verfügbarkeit), Umsatzklassen (27 Prozent), Mitarbeiterzahlklassen (44 Prozent) und Rechtsformen (73 Prozent). Spezialisierte Anbieter aktualisieren diese Daten täglich aus öffentlichen Quellen wie Handelsregister, Bundesanzeiger und Unternehmensregister.

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