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Kunststoffhändler Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Kunststoffhändler-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

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Kunststoffhändler
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Liste Kunststoffhersteller Deutschland umfasst 6.676 Betriebe unter den WZ-Codes 20.16 und 22.2 (Stand 2022).
  • Die Kunststoffbranche erwirtschaftet 123 Mrd. EUR Gesamtumsatz und beschäftigt über 415.000 Menschen.
  • Nordrhein-Westfalen führt mit 1.263 Firmen, gefolgt von Bayern (809) und Baden-Württemberg (593).
  • Die Branche gliedert sich in 419 Kunststofferzeuger und 6.257 Kunststoffverarbeiter mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
  • Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft prägen die aktuelle Marktentwicklung, besonders durch Biokunststoffe und chemisches Recycling.
  • Firmenlisten mit Kontaktdaten, Umsatzzahlen und Ansprechpartnern unterstützen Vertrieb, Marketing und Marktanalyse.
  • Regionale Kunststoff-Cluster in NRW, Franken und Mitteldeutschland bündeln Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette.

Was sind Kunststoffhersteller?

Kunststoffhersteller erzeugen Kunststoffe in Primärformen oder verarbeiten sie zu Kunststoffwaren. Ihr Produktspektrum reicht von Verpackungen und Bauartikeln über Automobilkomponenten bis zu Medizintechnikprodukten. Die Kunststoffindustrie gehört zum produzierenden Gewerbe und bildet eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft.

Die amtliche Klassifikation unterscheidet zwei Hauptbereiche. Der WZ-Code 20.16 umfasst die Herstellung von Kunststoffen in Primärformen. Der WZ-Code 22.2 deckt die Kunststoffwarenherstellung ab. Darunter fallen Platten und Folien (22.21), Verpackungsmittel (22.22), Baubedarfsartikel (22.23) und sonstige Kunststoffwaren (22.29). Diese Unterscheidung ist zentral für jedes Firmenverzeichnis der Kunststoffbranche.

Gebräuchliche Synonyme sind Kunststoffverarbeiter, Kunststoffproduzenten, Kunststofferzeuger und Kunststofffirmen. In der Praxis verschwimmen die Grenzen zwischen Erzeugung und Verarbeitung häufig. Viele Betriebe decken beide Bereiche ab. Kunststoff-Distributoren und Kunststoff-Händler spielen eine ergänzende Rolle in der Lieferkette, auch wenn sie keine eigene Produktion betreiben.

Wie viele Kunststoffhersteller gibt es in Deutschland?

Deutschland zählt 6.676 Kunststoffhersteller und Kunststoffverarbeiter (Stand 2022). Verfügbare Firmendatenbanken erfassen davon 4.262 Unternehmen mit verifizierten Kontaktdaten. Der Großteil entfällt auf die Kunststoffverarbeitung mit 6.257 Betrieben unter WZ 22.2. Weitere 419 Betriebe stellen Kunststoffe in Primärformen her (WZ 20.16).

Kennzahl Wert (Stand 2022)
Unternehmen gesamt 6.676
Kunststofferzeuger (WZ 20.16) 419
Kunststoffverarbeiter (WZ 22.2) 6.257
Gesamtumsatz 123 Mrd. EUR
Umsatz Kunststofferzeugung 33,4 Mrd. EUR
Umsatz Kunststoffverarbeitung 89,6 Mrd. EUR
Beschäftigte gesamt 415.278
Durchschnittsumsatz pro Unternehmen 18,4 Mio. EUR

Die Zahlen belegen die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors. Mit 123 Mrd. EUR Gesamtumsatz gehört die Kunststoffindustrie zu den umsatzstärksten Industriezweigen Deutschlands. Die Kunststoffverarbeitung trägt mit 89,6 Mrd. EUR den größeren Anteil bei und beschäftigt 371.408 Menschen. In der Kunststofferzeugung arbeiten weitere 43.870 Beschäftigte. Der Markt zeigt sich stabil. Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit beeinflussen zunehmend die strategische Ausrichtung der Firmen.

Mittelständische Betriebe prägen die Größenstruktur. Kleinunternehmen stellen mit 3.159 Betrieben die größte Gruppe, gefolgt von Kleinstunternehmen (2.035). Der klassische Mittelstand umfasst 882 Betriebe. Großunternehmen machen mit 301 Betrieben nur einen kleinen Anteil aus, erwirtschaften jedoch überproportional viel Umsatz.

6 der größten Kunststoffhändler in Deutschland

Auswahl großer Distributoren für Kunststoffgranulate und Kunststoff-Halbzeuge mit Sitz oder Landesgesellschaft in Deutschland, sortiert nach Umsatz laut Unternehmensangaben bzw. Wikipedia. Keine vollständige Rangliste – die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Jahren und beziehen sich teils auf die gesamte Unternehmensgruppe.

Unternehmen Sitz Website Kurzbeschreibung
Biesterfeld Hamburg biesterfeld.com 1906 gegründetes Familienunternehmen für die Distribution von Kunststoffen, Kautschuk und Chemikalien, das technische Kunststoffe und Standardpolymere zahlreicher Hersteller vertreibt. Konzernumsatz 2023 rund 1,38 Mrd. € mit über 1.100 Mitarbeitenden.
ALBIS Distribution Hamburg albis.com 1961 gegründeter, weltweit tätiger Distributor von Standardkunststoffen, technischen Thermoplasten und thermoplastischen Elastomeren, ehemals Albis Plastic. Umsatz 2022 rund 1,1 Mrd. € mit etwa 500 Mitarbeitenden.
Ultrapolymers Deutschland Augsburg ultrapolymers.com Deutsche Gesellschaft des zur Ravago-Gruppe gehörenden Polymer-Distributors Ultrapolymers, der Kunststoffe führender Hersteller in über 50 Länder vertreibt. Laut Unternehmen mehr als 950 Mio. € Umsatz und über 330 Mitarbeitende (Gruppe).
TER Plastics Polymer Group Bochum terplastics.com Kunststoff-Distributionssparte der TER Group mit Vollsortiment an technischen Kunststoffen und Commodities sowie eigenen Compounds. Die gesamte TER Group meldet für 2024 rund 920 Mio. € Umsatz und 1.150 Mitarbeitende.
K.D. Feddersen Hamburg kdfeddersen.com 1949 gegründete, stiftungsgeführte Handelsgruppe mit Schwerpunkt auf der Distribution technischer Kunststoffe in Europa und Asien. Laut Wikipedia 745 Mio. € Umsatz und 1.109 Mitarbeitende (Stand 2018, Gruppe).
tk accelis Plastics (ehemals thyssenkrupp Plastics) Essen thyssenkrupp-plastics.de Großhändler für Kunststoff-Halbzeuge wie Platten, Folien, Rohre und Profile mit Niederlassungen und Verkaufsbüros in ganz Deutschland, früher thyssenkrupp Plastics. Laut Hamburger Abendblatt (2021) Deutschlands größter Kunststoffhändler.

Quellen: de.wikipedia.org, abendblatt.de, shop.thyssenkrupp-plastics.de; Unternehmensangaben (Stand 2026).

Regionale Verteilung: Kunststoffhersteller nach Bundesland

Die Verteilung der Kunststoffunternehmen zeigt ein klares Gefälle zwischen West und Ost sowie Nord und Süd. Drei Bundesländer vereinen über 60 Prozent aller Betriebe. Historisch gewachsene Industriestandorte und die Nähe zur Automobilindustrie erklären diese Konzentration.

Bundesland Unternehmen Anteil
Nordrhein-Westfalen 1.263 29,6 %
Bayern 809 19,0 %
Baden-Württemberg 593 13,9 %
Niedersachsen 375 8,8 %
Hessen 296 6,9 %
Rheinland-Pfalz 206 4,8 %
Sachsen 162 3,8 %
Thüringen 113 2,7 %
Schleswig-Holstein 97 2,3 %
Sachsen-Anhalt 83 1,9 %
Brandenburg 72 1,7 %
Hamburg 69 1,6 %
Saarland 41 1,0 %
Berlin 40 0,9 %
Mecklenburg-Vorpommern 22 0,5 %
Bremen 17 0,4 %

Nordrhein-Westfalen dominiert mit 1.263 Betrieben. Die Rheinschiene zwischen Leverkusen, Köln und Düsseldorf bildet einen bedeutenden Kunststoff-Cluster mit großen Erzeugern und Compoundierern. Das Netzwerk kunststoffland NRW e.V. bündelt dort regionale Kompetenzen. Baden-Württemberg profitiert von der engen Verzahnung mit Maschinenbau und Automobilindustrie. Bayern verfügt über starke Kunststoff-Cluster in Ober- und Mittelfranken.

In Mitteldeutschland verbindet das Netzwerk Polykum e.V. Betriebe aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Die norddeutsche Kunststoffwirtschaft organisiert sich über Netzwerke wie NORKUN und die Ems-Achse. Diese regionalen Cluster erleichtern Vertriebsteams und Marktforschern den Zugang zu spezialisierten Zulieferern und Kooperationspartnern.

Die Kunststoffbranche durchläuft einen tiefgreifenden Wandel. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft bestimmen die strategische Agenda vieler Anbieter. Biokunststoffe wie PLA, PHA und PBAT gewinnen Marktanteile. CO2-basierte Verfahren zur Herstellung biologisch abbaubarer Polymere erreichen die Skalierungsphase.

Mechanisches und chemisches Recycling entwickeln sich zu eigenständigen Geschäftsfeldern. Rezyklat-Compoundierung, also die Aufbereitung von Post-Consumer- und Post-Industrial-Recyclaten, schafft neue Wertschöpfungsketten. Innovative Verfahren ermöglichen die hochwertige Wiederverwertung von Kunststoffabfällen. Der Trend hält an.

Die Digitalisierung beschleunigt die Kunststoffverarbeitung. Industrie-4.0-Konzepte optimieren Spritzgießprozesse, Extrusion und Qualitätskontrolle. Additive Fertigung mit Kunststoffen (3D-Druck) ergänzt traditionelle Verfahren und eröffnet neue Anwendungsfelder. Steigende Energiekosten machen Energieeffizienz zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor bei Investitionsentscheidungen.

Welche Arten von Kunststoffherstellern gibt es?

Die Kunststoffindustrie gliedert sich in mehrere spezialisierte Unternehmenstypen. Jeder Subtyp bedient eine andere Stufe der Wertschöpfungskette.

Kunststofferzeuger stellen Kunststoffe in Primärformen her (WZ 20.16). Sie produzieren Granulate, Pulver und Flüssigharze aus petrochemischen oder biobasierten Rohstoffen. 419 Betriebe in Deutschland sind in diesem Segment aktiv. Typische Produkte: Polyethylen, Polypropylen, Polyamid und Polycarbonat.

Kunststoffverarbeiter formen diese Rohstoffe zu fertigen Produkten. Mit 6.257 Betrieben bilden sie das größte Segment. Ihre Verfahren umfassen Spritzgießen, Extrusion, Blasformen und Thermoformen. Spritzguss-Firmen bilden eine besonders große Untergruppe, da Massenproduktion dieses Verfahren erfordert.

Compoundierer und Masterbatch-Hersteller veredeln Basiskunststoffe durch Beimischung von Additiven, Farbstoffen oder Füllstoffen. Sie liefern maßgeschneiderte Werkstoffe für spezifische Anwendungen. Extrusionsbetriebe stellen Profile, Rohre, Folien und Schläuche her.

Kunststoff-Recycler verarbeiten Abfälle durch Vermahlung und Regranulierung zu Sekundärrohstoffen. Dieses Segment wächst dynamisch. Biokunststoff-Hersteller entwickeln Alternativen zu erdölbasierten Polymeren.

Werkzeug- und Formenbauer fertigen die Spritzgieß- und Extrusionswerkzeuge für die Kunststoffverarbeitung. Gesellschaften im Bereich additive Fertigung ergänzen das Spektrum mit 3D-Druck-Lösungen aus Thermoplasten und Duroplasten.

Für wen ist eine Liste von Kunststoffherstellern relevant?

Eine Adressliste der Kunststoffhersteller richtet sich an verschiedene Zielgruppen. Vertriebsteams nutzen solche Firmenlisten zur Neukundengewinnung per Telefonakquise, E-Mailing oder Post-Mailing. Eine qualifizierte Unternehmensdatenbank ermöglicht die gezielte Ansprache von Entscheidern im Wirtschaftszweig.

Marketing-Abteilungen profitieren von segmentierten Branchenverzeichnissen für zielgerichtete Kampagnen. Ein Anbieter von Spritzgießmaschinen kann gezielt Spritzguss-Betriebe ansprechen, während ein Rohstofflieferant Extrusionsbetriebe kontaktiert. Das Branchenbuch erlaubt diese Selektion nach Unternehmenstyp, Region und Größenklasse.

Marktforscher und Analysten greifen auf Firmenlisten zurück, um Branchenkennzahlen zu ermitteln und Marktpotenziale zu bewerten. Verfügbare Datensätze enthalten neben Kontaktdaten häufig auch Angaben zu Umsatz, Mitarbeiterzahl und Bilanzsumme. Marktdaten dieser Art fließen in jeden fundierten Branchenreport ein.

Einkaufsabteilungen und Beschaffungsteams nutzen ein Branchenverzeichnis Kunststoff als Ausgangspunkt für die Lieferantensuche. Energieberater, Raffinerien, Rohstofflieferanten und Entsorgungsunternehmen gehören ebenfalls zu den typischen Nutzern. Beachten Sie beim Einsatz der Adressdaten für Marketingzwecke die Vorgaben der DSGVO und des UWG.

Datenverfügbarkeit: Kunststoffhändler

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Kunststoffhändler in Deutschland.

Firmenname
Branche
Postadresse
Allgemeine Telefonnummer
Faxnummer
Webseite
Allgemeine E-Mail-Adresse

Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Adresse100%
Website54%
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Telefon97%
Ansprechpartner24%
Fax20%

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Kunststoffhersteller gibt es in Deutschland?
Deutschland zählt 6.676 Kunststoffhersteller und Kunststoffverarbeiter (Stand 2022). Davon entfallen 419 Betriebe auf die Herstellung von Kunststoffen in Primärformen (WZ 20.16) und 6.257 auf die Herstellung von Kunststoffwaren (WZ 22.2). Firmendatenbanken erfassen rund 6.377 dieser Unternehmen mit verifizierten Adressdaten.
Welche sind die größten Kunststoffhändler in Deutschland?
Zu den größten Kunststoffhändler in Deutschland zählen unter anderem Biesterfeld, ALBIS Distribution, Ultrapolymers Deutschland, TER Plastics Polymer Group und K.D. Feddersen. Eine Übersicht mit 6 Unternehmen, Sitz und Website finden Sie im Abschnitt „6 der größten Kunststoffhändler in Deutschland“ weiter oben.
Wo gibt es die meisten Kunststoffunternehmen in Deutschland?
Nordrhein-Westfalen führt mit 1.263 Kunststoffbetrieben, gefolgt von Bayern (809) und Baden-Württemberg (593). Allein diese drei Bundesländer vereinen über 60 Prozent aller Kunststoffunternehmen. Regionale Netzwerke wie kunststoffland NRW fördern die Zusammenarbeit in diesen Schwerpunktregionen.
Welche Arten von Kunststoffunternehmen gibt es?
Die Branche umfasst Kunststofferzeuger, Kunststoffverarbeiter (Spritzgießer, Extrusionsbetriebe, Blasformbetriebe, Thermoformbetriebe), Compoundierer, Masterbatch-Hersteller, Kunststoff-Recycler und Distributoren. Auch Werkzeug- und Formenbauer sowie Firmen der additiven Fertigung gehören zum erweiterten Branchenumfeld.
Welche Daten sind über Kunststoffhersteller in Deutschland verfügbar?
Firmenlisten bieten typischerweise Firmenname, Postadresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Webseite und Ansprechpartner. Erweiterte Datensätze enthalten Angaben zur Größenklasse, Mitarbeiterzahl, Umsatz und Bilanzsumme. Bei einem Datenbestand von 4.262 Unternehmen liegen für 4.134 Betriebe Telefonnummern und für 1.833 E-Mail-Adressen vor.
Wer nutzt Firmenlisten von Kunststoffherstellern?
Vertriebsteams setzen die Listen für Neukundengewinnung per Telefonakquise und E-Mailing ein. Marketing-Abteilungen nutzen sie für zielgerichtete Kampagnen. Marktforscher verwenden die Daten für Branchenanalysen und Potentialbewertungen. Einkaufsabteilungen, Rohstofflieferanten und Entsorgungsunternehmen greifen ebenfalls auf solche Branchenlisten zurück.
Was unterscheidet Kunststofferzeuger von Kunststoffverarbeitern?
Kunststofferzeuger (WZ 20.16) produzieren Rohstoffe in Primärformen wie Granulate und Pulver. Sie erwirtschaften mit 419 Betrieben 33,4 Mrd. EUR Umsatz. Kunststoffverarbeiter (WZ 22.2) formen diese Rohstoffe zu Endprodukten. Ihre 6.257 Betriebe erzielen 89,6 Mrd. EUR Umsatz und beschäftigen 371.408 Menschen.

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