webereien Firmenliste Deutschland
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Von branchenlisten.de
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Das Wichtigste in Kürze
- Verbandsdaten erfassen 228 Mitgliedsunternehmen aller Produktionsstufen; die Statistik weist eine Gesamtzahl aller deutschen Webereien nicht separat aus.
- Nordrhein-Westfalen führt als stärkster Standort mit dem Westmünsterland-Cluster in Bocholt, Emsdetten, Gronau und Steinfurt, gefolgt von Baden-Württemberg und Sachsen.
- Die Branche durchläuft einen Strukturwandel: Automatisierung reduziert den Bedarf an manueller Arbeit, während technische Textilien und Hochleistungsgewebe überproportional wachsen.
- Deutsche Webereibetriebe bedienen ein breites Spektrum, von Bekleidungsstoffen über Heimtextilien bis zu Spezialgeweben für Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie.
- Eine Firmenliste für Webereien ist für B2B-Einkäufer, Beschaffungsmanager und Vertriebsteams ein unverzichtbares Instrument zur Lieferantenidentifikation und Marktanalyse.
- Viele Webereibetriebe sind Familienunternehmen mit langer Tradition; die ältesten Betriebe reichen bis ins 18. und frühe 19. Jahrhundert zurück.
- Professionelle Adressdaten umfassen Firmenname, Kontaktdaten, Produktionsstufe, Spezialisierung, Mitarbeiterklasse und Liefergebiet.
Was sind Webereien?
Eine Weberei ist ein Betrieb, der Gewebe durch das Verkreuzen von Kettfäden und Schussfäden herstellt. Die Kettfäden verlaufen in Längsrichtung, die Schussfäden laufen quer hindurch. Das gezielte Anheben und Absenken einzelner Kettfäden erzeugt unterschiedliche Bindungen und Muster. Diese Grundtechnik gilt als eine der ältesten Fertigungsmethoden der Menschheit. Heute nutzen sie handwerkliche Betriebe ebenso wie vollautomatisierte Industrieunternehmen.
Die Textilindustrie, zu der Webereien als Teilbranche gehören, verarbeitet ein breites Faserspektrum. Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Leinen und Seide stehen neben synthetischen Materialien wie Polyester, Aramid und Kohlenstoff. Spezialisierte technische Webereien setzen Hochleistungsfasern wie HMPE (Dyneema) oder LCP (Vectran) ein. Zur Branche zählen auch verwandte Produktionsstufen: Webereivorwerk, Veredlung und Spinnerei. Im Branchenalltag verwenden Fachleute die Begriffe Textilweberei, Gewebehersteller und Weber häufig synonym.
DIN 6169 definiert Grundbegriffe und Fachterminologie für Webereien. Qualitätssysteme nach DIN EN ISO 9001 gelten in der Branche als Standard. Das Produktspektrum reicht von Bekleidungsstoffen über Heimtextilien und Industrietextilien bis zu Spezialgeweben für Medizin, Filtration und Raumfahrt. Diese Bandbreite macht das Branchenverzeichnis der deutschen Webereien zu einer ausgesprochen heterogenen, aber wirtschaftlich bedeutsamen Adressliste.
Wie viele Webereien gibt es in Deutschland?
Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie umfasst rund 1.300 Betriebe. Sie erwirtschaften zusammen einen Umsatz von rund 28 Mrd. Euro und beschäftigen etwa 130.000 Menschen (Stand 2026). Den Anteil reiner Webereiunternehmen weist die Statistik nicht separat aus. Verbandsdaten erfassen 228 Mitgliedsunternehmen, die sämtliche Produktionsstufen von der Faserherstellung bis zur Konfektion abdecken.
Die Unternehmensgrößen streuen erheblich. Kleinbetriebe mit fünf bis neun Mitarbeitern finden sich ebenso wie wachstumsstarke Mittelständler. GKD-Gebr. Kufferath AG (Düren, gegründet 1925) beschäftigt über 700 Mitarbeiter weltweit. H. Hecking Söhne (Stadtlohn, gegründet 1863) und SGL Carbon/SIGRATEX (Meitingen, gegründet 1878) überschreiten jeweils die Schwelle von 1.000 Beschäftigten. SETEX-Textil GmbH (Hamminkeln-Dingden) betreibt vier deutsche Standorte mit rund 550 Mitarbeitern. Das Segment ist alles andere als homogen.
Die Branche trägt deutliche Spuren des Strukturwandels. Deutsche Hersteller verlagerten Massenproduktionsstandorte in vergangenen Jahrzehnten ins Ausland oder schlossen sie. Die Zahl spezialisierter Nischenbetriebe wuchs. Viele Familienunternehmen sind seit Generationen aktiv: Spengler & Fürst (Crimmitschau) produziert seit 1837, Gebr. Elmer & Zweifel (Bempflingen) seit 1855. Diese Kontinuität prägt das Webereiverzeichnis und erklärt die ausgeprägte Spezialisierungstiefe des deutschen Markts.
Regionale Verteilung: Webereien nach Bundesland
Deutsche Webereien konzentrieren sich in historisch gewachsenen Textilregionen. Diese räumliche Verdichtung erleichtert Zuliefernetzwerke, sichert Fachkräftepools und stützt die Infrastruktur von Verbänden und Forschungsinstituten. Die Statistik weist genaue Unternehmensanzahlen je Bundesland nicht separat aus. Die folgende Übersicht basiert auf dokumentierten Cluster- und Standortdaten.
| Bundesland | Schwerpunktstandorte | Charakteristik |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | Bocholt, Emsdetten, Gronau, Steinfurt, Rheine, Krefeld | Stärkster Cluster; Westmünsterland |
| Baden-Württemberg | Ettlingen, Albstadt, Sindelfingen, Reutlingen, Denkendorf | Technische Spezialwebereien |
| Sachsen | Crimmitschau, Neukirch/Lausitz, Lichtenstein | Vogtland/Erzgebirge-Tradition |
| Bayern | Helmbrechts, Hof, Meitingen | Oberfränkischer Cluster |
| Thüringen | Rudolstadt-Schwarza, Greiz, Jena | Forschungsnahe Textilindustrie |
| Niedersachsen | Soltau, vereinzelte Standorte | Kein geschlossener Cluster |
Nordrhein-Westfalen dominiert die Verteilung aus historischen und strukturellen Gründen. Das Westmünsterland entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum Herzstück der deutschen Baumwoll- und Leinenweberei. Diese Infrastruktur blieb erhalten und wuchs weiter. Baden-Württemberg punktet mit technischen Webereien in unmittelbarer Nähe zur Automobil- und Maschinenbauindustrie. Sachsen schöpft aus seiner jahrhundertealten Vogtlandtradition. Die Leinenweberei Hoffmann (Neukirch/Lausitz, gegründet 1905) gilt als eine der letzten mechanischen Leinenwebereien des Landes.
Marktentwicklung und Trends
Die Webereibranche in Deutschland durchläuft einen anhaltenden Transformationsprozess. Computergesteuerte Webmaschinen, darunter Luftdüsen- und Wasserstrahlwebstühle sowie elektronische Jacquard-Systeme, haben den Bedarf an manuellem Arbeitseinsatz deutlich reduziert. Die Produktivität pro Beschäftigtem stieg. Wer überlebt, spezialisiert sich.
Besonders dynamisch entwickelt sich das Segment technischer Textilien. Carbongewebe für Luft- und Raumfahrt, Aramidgewebe für Schutzausrüstung und Glasgewebe für die Bauindustrie gehören zu den Wachstumstreibern laut aktuellem Branchenreport. Das Thema Reshoring gewinnt an Bedeutung: Die Rückverlagerung von Produktion nach Deutschland begünstigt Betriebe mit kurzen Lieferketten, hoher Qualitätssicherung und flexibler Lohnweberei-Kapazität.
Nachhaltigkeit entwickelt sich vom Differenzierungsmerkmal zur Marktzulassungsvoraussetzung. Bio-Baumwolle, Recyclingfasern und Naturfasern wie Leinen und Hanf erleben eine Nachfragerenaissance. Zertifizierungen nach DIN EN ISO 14001 und der Einsatz erneuerbarer Energien sind für viele internationale Einkäufer bereits obligatorisch. Gebr. Elmer & Zweifel (Bempflingen, Marke Cotonea) belegt, dass ökologische Positionierung und wirtschaftlicher Erfolg sich verbinden lassen.
Welche Arten von Webereien gibt es?
Die Branche gliedert sich in zahlreiche Spezialisierungen nach Produkttyp, Verfahren und Fasermaterial.
Technische Weberei bezeichnet Betriebe, die Gewebe für industrielle Anwendungen statt für Bekleidung herstellen. Ihre Produkte umfassen Filtermedien, Carbonverbunde, Geotextilien, Airbaggewebe und Architekturmembranen. GKD-Gebr. Kufferath AG (Düren) beliefert mit Metallgeweben und technischen Netzstrukturen Kunden in der Automobil-, Chemie- und Architekturbranche weltweit.
Bandweberei produziert schmale Gewebebänder für Gurte, Sicherheitssysteme, Möbelbesatz und Etiketten. Güth & Wolf GmbH (Gütersloh, gegründet 1887) gilt als Technologieführer in diesem Segment. Carl Stahl GmbH & Co. KG (Herbrechtingen) produziert bis zu 40 Millionen Meter Gurtband jährlich. Die Bandweberei zählt zu den wirtschaftlich stabilsten Nischen des deutschen Webereibereichs.
Teppichweberei und Frottierweberei decken den Heimtextilienbereich ab. W.F. Gözze Frottierweberei (Steinfurt-Borghorst) ist ein bekannter Vertreter der letzteren Kategorie. Leinenweberei und Baumwollweberei bedienen traditionelle Bekleidungs- und Heimtextilmärkte. Die Leinenweberei Hoffmann (Neukirch/Lausitz) stellt Oberlausitzer Leinendamast und Jacquardstoffe her. Handweberei als kunsthandwerkliche Form findet sich heute in Nischenbetrieben. Lohnweberei bezeichnet die Auftragsfertigung für Drittunternehmen. Jacquardweberei ermöglicht aufwendige gemusterte Hochwertstoffe durch individuelle Steuerung jedes einzelnen Kettfadens.
Für wen ist eine Liste von Webereien relevant?
Ein strukturiertes Branchenverzeichnis deutscher Webereien dient sehr unterschiedlichen Zielgruppen. B2B-Einkäufer aus der Automobilindustrie suchen gezielt Lieferanten für Airbaggewebe, Sitzbezugsstoffe und Dachhimmelmaterialien. Ihre Anforderungen umfassen technische Spezifikationen, Qualitätszertifizierungen und Liefersicherheit. Eine gegliederte Firmenliste mit Angaben zu Produktionsstufe, Materialspektrum und Unternehmensstandort ermöglicht eine fundierte Vorauswahl ohne aufwendige Einzelrecherche.
Vertriebsteams aus dem Maschinen- und Anlagenbau nutzen Weberei-Kontaktdaten für Direktakquise und Messevor- sowie Messenachbearbeitung. Wer Webmaschinen, Veredlungsanlagen oder Qualitätsprüftechnik vermarktet, benötigt segmentierte Adressdaten mit Angaben zur Betriebsgröße und Spezialisierung. Ein aktuelles Firmenverzeichnis spart gegenüber manueller Suche in B2B-Portalen erheblichen Zeitaufwand. Das Branchenbuch für Webereien in digitaler Form ist ein direktes Vertriebswerkzeug.
Marktforscher und Strategen verwenden Wirtschaftsdaten zu Webereien, um Branchenkonzentrationen, regionale Schwerpunkte und Wettbewerbsdynamiken zu analysieren. Investoren und Unternehmensberater setzen Unternehmensdatenbanken für Zielscreening und Due-Diligence-Prozesse ein. Beschaffungsmanager aus der Medizintechnik oder Pharmaindustrie greifen auf qualifizierte Lieferantenlisten zurück, um Spezialweber für Filtermedien oder medizinische Verbandsmaterialien zu identifizieren. Eine Weberei-Adressliste mit detaillierten Datenfeldern ist das effizienteste Einstiegsinstrument für all diese Anwendungsfälle.
Datenverfügbarkeit: webereien
Übersicht der verfügbaren Datenfelder für webereien in Deutschland.
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Häufig gestellte Fragen
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