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Papierhersteller Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Papierhersteller-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt je nach Abgrenzungsmethode zwischen 169 aktiv produzierenden Papierfabriken und rund 1.893 Unternehmen im breit gefassten Papierhersteller-Segment (Stand 2026).
  • Die Papierindustrie erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 15 Mrd. Euro (2024) und produziert jährlich 19,2 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe.
  • Nordrhein-Westfalen führt das regionale Ranking mit 474 Unternehmen deutlich vor Bayern (306) und Baden-Württemberg (297).
  • Verpackungspapiere dominieren mit 64,2 Prozent der Gesamtproduktion; grafische Papiere verlieren durch die Digitalisierung kontinuierlich an Marktanteilen.
  • Rund 82 Prozent der Branchenbeschäftigten arbeiten im ländlichen Raum, womit die Papierindustrie ein zentraler Arbeitgeber außerhalb der Ballungszentren ist.
  • Die Altpapier-Einsatzquote liegt bei 84 Prozent. Deutschland gehört damit zu den europäischen Vorreitern bei der Altpapierverwertung.
  • Eine strukturierte Papierhersteller-Liste für Deutschland ist für Maschinenbauer, Rohstofflieferanten, Recyclingunternehmen und Marktforscher ein unverzichtbares Akquisewerkzeug.

Was sind Papierhersteller?

Papierhersteller sind Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die aus Rohstoffen wie Holz, Zellstoff, Altpapier und Fasern fertige Papierprodukte erzeugen. Der Begriff umfasst ein breites Spektrum: von der klassischen Papiermühle mit jahrhundertelanger Tradition bis zum modernen, vollautomatisierten Papierwerk mit mehreren Tausend Mitarbeitern. Papierfabriken betreiben komplexe Produktionsanlagen, die den gesamten Herstellungsprozess vom Rohstoff bis zum fertigen Bogen oder zur aufgerollten Papierbahn abdecken. Das Produktportfolio reicht von Verpackungsmaterialien über grafische Papiere bis hin zu Hygienepapieren und hochwertigen Spezialpapieren.

Im deutschen Sprachgebrauch werden Papierfabrik, Papierwerk und Papiermühle oft synonym verwendet, obwohl sie historisch unterschiedliche Produktionsmethoden beschreiben. Das Branchenverzeichnis zählt alle Betriebe dazu, die Papier, Karton und Pappe produzieren: Verpackungspapierhersteller, Grafikpapierhersteller, Hygienepapierhersteller sowie Spezialpapierhersteller. Die Papierindustrie ist dem produzierenden Gewerbe zugeordnet. Klassifiziert wird sie nach der europäischen Wirtschaftsklassifikation NACE C17, die Holzschliff-, Zellstoff-, Papier- und Pappeherstellung umfasst.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Branche geht weit über die reine Papierproduktion hinaus. Papierproduzenten sind wichtige Abnehmer von Holz, Zellstoff und Chemikalien und damit ein zentrales Glied in regionalen Lieferketten. Bundesweit werden rund 3.000 verschiedene Papiersorten produziert. Die Branche beschäftigt rund 46.000 Menschen und gehört damit zu den beschäftigungsintensiven Industriezweigen des produzierenden Gewerbes.

Wie viele Papierhersteller gibt es in Deutschland?

Die Antwort hängt wesentlich von der Abgrenzungsmethode ab. Datenbanken, die ausschließlich klassische Papierfabriken mit eigenem Produktionsbetrieb erfassen, kommen auf rund 169 Betriebe (Stand Januar 2026). Das Netzwerk der deutschen Papierindustrie vertritt 107 aktive Produktionsstandorte seiner Mitgliedsunternehmen. Wählt man dagegen eine breite Definition, die auch Papierverarbeitungsbetriebe und Unternehmen mit Papierherstellung als Nebenaktivität einschließt, steigt die Zahl auf 1.893 Einträge.

Abgrenzungsmethode Anzahl Unternehmen (Stand 2026) Beschreibung
Papierfabriken (enge Definition) 169 Aktive Produktionsbetriebe
Breit erfasste Papierhersteller 1.893 Gesamtes Segment inkl. Verarbeitung
Mitgliedsstandorte Branchenverband 107 Aktive Verbandsmitglieder

Der Jahresumsatz lag 2022 bei 21,2 Mrd. Euro und sank bis 2024 strukturbedingt auf rund 15 Mrd. Euro. Dieser Rückgang spiegelt den anhaltenden Nachfragerückgang bei grafischen Papieren wider. Insgesamt beschäftigt die Branche rund 46.000 Menschen.

Die Unternehmensgrößenstruktur ist heterogen. Mit 614 Kleinstunternehmen und 703 Kleinunternehmen dominieren kleine Betriebe die Firmenliste zahlenmäßig. Nur 98 Betriebe sind als Großunternehmen einzustufen. Diese Konzentration auf wenige Großbetriebe erklärt, warum ein kleiner Teil der Unternehmen den weitaus größten Teil der Jahresproduktionsmenge verantwortet.

Regionale Verteilung: Papierhersteller nach Bundesland

Die Papierherstellung in Deutschland ist ausgeprägt regional konzentriert. Traditionelle Industriestandorte, Waldflächen in erreichbarer Nähe sowie eine gut ausgebaute Logistikinfrastruktur haben über Jahrzehnte dazu geführt, dass bestimmte Bundesländer klar dominieren. Die Übersicht der Papierhersteller nach Bundesland zeigt deutliche Schwerpunkte im Westen und Süden Deutschlands.

Bundesland Unternehmen Anteil
Nordrhein-Westfalen 71 25,8 %
Bayern 47 17,1 %
Baden-Württemberg 40 14,5 %
Sachsen 23 8,4 %
Niedersachsen 22 8,0 %
Hessen 19 6,9 %
Rheinland-Pfalz 15 5,5 %
Thüringen 11 4,0 %
Hamburg 8 2,9 %
Berlin 4 1,5 %
Sachsen-Anhalt 4 1,5 %
Schleswig-Holstein 4 1,5 %
Brandenburg 3 1,1 %
Bremen 2 0,7 %
Mecklenburg-Vorpommern 1 0,4 %
Saarland 1 0,4 %

Nordrhein-Westfalen führt mit großem Abstand. Die Erklärung liegt in ausgeprägten Industrieclustern rund um Düren, Arnsberg, Neuss und Gelsenkirchen, wo sich sowohl integrierte Papierfabriken als auch zahlreiche Papierwerke angesiedelt haben. Allein in NRW werden jährlich über 4 Millionen Tonnen Papier produziert. Bayern und Baden-Württemberg profitieren von etablierten Standorten wie Augsburg, Ettringen, Schongau, Gernsbach und Oberkirch, die zum Teil auf eine über 150 Jahre alte Produktionsgeschichte zurückblicken. Die vergleichsweise starke Präsenz in Sachsen mit Betrieben zeigt, dass die ostdeutsche Papierbranche nach der Wiedervereinigung eine bemerkenswerte Kontinuität bewahrt hat.

Die deutsche Papierbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Grafische Papiere, also Druck- und Schreibpapiere, verlieren seit Jahren Marktanteile durch die Digitalisierung: Allein 2018 verzeichnete dieses Segment einen Produktionsrückgang von 5,2 Prozent. Gleichzeitig wachsen Verpackungspapiere kontinuierlich, getrieben durch den Onlinehandel und steigendes Bewusstsein für nachhaltige Verpackungslösungen. Verpackungspapiere machen heute 64,2 Prozent der deutschen Papierproduktion aus. Der Wandel hält an.

Automatisierung verändert parallel dazu die Produktionsprozesse selbst. Spezialisten für Fertigungsstraßen und Prozesssteuerungssysteme zählen zu den wichtigsten Wachstumssegmenten im Umfeld der Papierindustrie. Mehrere Werksschließungen zeigen, dass nicht alle Standorte den Strukturwandel erfolgreich meistern: Das UPM-Werk in Ettringen schloss Ende 2024 seinen Betrieb. Marktkonsolidierung durch Übernahmen prägt das aktuelle Branchenbild. Sofidel übernahm 2023 Hakle, die Schwarz-Stiftung erwarb ebenfalls 2023 die Maxauer Papierfabrik, und Steinbeis Papier sicherte sich 2024 die B+S Papenburg Energie.

Nachhaltigkeit ist zum zentralen Wettbewerbsfaktor geworden. Mit einer Altpapier-Einsatzquote von 84 Prozent gehört die deutsche Papierindustrie europaweit zu den Vorreitern bei der Altpapierverwertung. FSC-Zertifizierungen für nachhaltige Forstwirtschaft sind für exportorientierte Betriebe faktisch Pflichtstandard. Energieeffizienz und EU-Umweltauflagen erhöhen den Investitionsdruck, schaffen aber gleichzeitig Differenzierungsmöglichkeiten für zukunftsorientierte Papierbetriebe.

Welche Arten von Papierherstellern gibt es?

Verpackungspapierhersteller bilden das volumenstärkste Segment der deutschen Papierwirtschaft. Mit 64,2 Prozent Produktionsanteil dominieren Wellpappenrohpapiere, Testliner und Faltschachtelkarton. Unternehmen dieser Gruppe verarbeiten überwiegend Altpapier und beliefern Verpackungsindustrie sowie Onlinehandel. Die Nachfrage wächst strukturell.

Grafikpapierhersteller produzieren Druck- und Schreibpapiere für Büros, Druckereien und Verlagshäuser. Dieses Segment steht unter strukturellem Druck durch die Digitalisierung, macht aber noch 21,3 Prozent der Gesamtproduktion aus. Hochwertige gestrichene Papiere für Kataloge und Werbematerialien behaupten sich besser als Standarddruckpapier.

Hygienepapierhersteller erzeugen Tissuepapier: Toilettenpapier, Taschentücher und Küchenrollen. Das Segment ist mit 7,1 Prozent Produktionsanteil vergleichsweise klein, bleibt durch konstante Konsumnachfrage aber stabil. Essity, WEPA und Sofidel gehören zu den bedeutendsten Produzenten in diesem Bereich.

Technische Spezialpapierhersteller und Kartonhersteller decken eine heterogene Gruppe ab. Filterpapiere, Banknotendruckpapier, Pergamentpapier, Batterieseparatoren und Spezialpappen für industrielle Anwendungen fallen in diese Kategorie. Mit 7,3 Prozent Produktionsanteil ist das Segment wirtschaftlich bedeutsam, weil Spezialprodukte deutlich höhere Margen erzielen als Standardpapiere.

Recyclingpapierhersteller setzen zu 100 Prozent auf Altpapier als Rohstoff. Steinbeis Papier in Glückstadt ist europäischer Marktführer für grafische Recyclingpapiere. Papierfabrik Adolf Jass in Fulda und Klingele Paper gehören ebenfalls zu den bekanntesten Vertretern dieser ressourcenschonenden Produktionsphilosophie.

Für wen ist eine Liste von Papierherstellern relevant?

Ein strukturiertes Firmenverzeichnis der deutschen Papierhersteller bietet für eine Reihe von Zielgruppen konkreten wirtschaftlichen Nutzen. Maschinenbauer, die Produktionsanlagen und Fertigungsstraßen für Papierfabriken entwickeln, benötigen vollständige Adressdaten, um Entscheidungsträger direkt anzusprechen. Rohstofflieferanten, darunter Holzlieferanten, Zellstoffproduzenten und Chemikalienhändler, nutzen eine solche Adressliste zur systematischen Neukundengewinnung und Reaktivierung bestehender Kontakte. Jede Akquisekampagne gewinnt durch saubere Stammdaten an Effizienz.

Recyclingunternehmen und Anbieter von Altpapierverwertungslösungen profitieren von einer aktuellen Unternehmensdatenbank, weil Papierfabriken zu den größten gewerblichen Altpapierverbrauchern zählen. Für Anbieter von Nachhaltigkeitslösungen oder Energieoptimierungssystemen ist das Branchenbuch eine präzise Eingrenzung der relevanten Zielgruppe. Arbeitsschutzgroßhändler und Betreiber industrieller Serviceleistungen nutzen entsprechende Adressdaten, um Direktmarketing-Kampagnen per Post, Telefon oder E-Mail zielgenau auszusteuern.

Marktforscher und Analysten, die den deutschen Papiermarkt beobachten, schätzen vor allem die Strukturdaten einer Firmendatenbank. Angaben zu Mitarbeiteranzahlklassen, Umsatzklassen, Rechtsform und Gründungsjahr ermöglichen detaillierte Segmentierungen, die über einfache Stichwortsuchen hinausgehen. Eine vollständige Unternehmensdatenbank mit Kontaktpersonen und Firmenkennzahlen liefert die Grundlage für fundierte Marktdaten und Wettbewerbsbeobachtung. Vollständige Kontaktangaben mit Telefon, E-Mail und Ansprechpartner machen aus einem Branchenreport ein direkt einsetzbares Vertriebswerkzeug.

Datenverfügbarkeit: Papierhersteller

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Papierhersteller in Deutschland.

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Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Papierfabriken gibt es in Deutschland?
Deutschland verfügt über rund 169 aktive Papierfabriken mit eigenem Produktionsbetrieb (Stand Januar 2026). Zu den größten zählen Felix Schoeller (Osnabrück, 3.401 Mitarbeiter), UPM (Augsburg, 3.340 Mitarbeiter) und Papierfabrik Palm (Aalen, 3.000 Mitarbeiter). Im weiteren Sinne, einschließlich Papierverarbeitung und Spezialbetriebe, sind bis zu 275 Unternehmen in Branchendatenbanken erfasst.
Wie viele Papierhersteller gibt es in Deutschland?
Eine vollständige Liste deutscher Papierhersteller kann je nach Abgrenzungsmethode zwischen 169 und 1.893 Einträge umfassen. Im engen Sinne, also reine Produktionsbetriebe, zählt die Branche rund 169 Papierfabriken. Das Netzwerk der deutschen Papierindustrie vertritt 107 Produktionsstandorte seiner Mitglieder. Die Unterschiede erklären sich durch verschiedene Definitionen: Manche Datenbanken erfassen nur Produzierende, andere schließen Verarbeiter und Händler ein.
Wo gibt es die meisten Papierhersteller in Deutschland?
Nordrhein-Westfalen führt mit Unternehmen, gefolgt von Bayern mit und Baden-Württemberg mit Betrieben. Die NRW-Konzentration erklärt sich durch historisch gewachsene Industriecluster in Düren, Arnsberg und dem Rheinland, wo Rohstofflogistik, Infrastruktur und Fachkräfteverfügbarkeit günstige Produktionsbedingungen schaffen. Allein in NRW werden jährlich über 4 Millionen Tonnen Papier produziert.
Welche Arten von Papier werden in deutschen Fabriken hauptsächlich hergestellt?
Verpackungspapiere dominieren mit 64,2 Prozent der Gesamtproduktion, gefolgt von grafischen Papieren (21,3 Prozent), technischen und Spezialpapieren (7,3 Prozent) sowie Hygienepapieren (7,1 Prozent). Bundesweit produzieren die Papierbetriebe rund 3.000 verschiedene Papiersorten. Der strukturelle Trend geht klar zu Verpackungsmaterialien, während Druckpapiere durch die Digitalisierung an Bedeutung verlieren.
Welche Daten enthält eine professionelle Firmenliste der Papierhersteller?
Professionelle Adresslisten für die Papierbranche enthalten Firmenname, vollständige Postadresse, Telefon (Verfügbarkeit: 88 bis 99 Prozent der Einträge), E-Mail (53 bis 78 Prozent), Webseite (91 Prozent) sowie Geschäftsführung (61 Prozent). Viele Datensätze umfassen außerdem Unternehmenskennzahlen wie Mitarbeiteranzahlklasse, Umsatzklasse und Rechtsform sowie Standortmerkmale wie Kaufkraft und Arbeitslosenquote.
Darf ich eine Adressliste von Papierfabriken für Direktmarketing nutzen?
B2B-Kommunikationsdaten wie Telefon, Fax und allgemeine Firmen-E-Mail gelten datenschutzrechtlich nicht als personenbezogene Daten und können für gewerbliche Direktwerbung genutzt werden. Postwerbung an Unternehmen ist im B2B-Bereich grundsätzlich zulässig. Telefonakquise setzt ein berechtigtes Interesse voraus; E-Mail-Marketing an namentlich benannte Kontaktpersonen erfordert ein explizites Opt-in. Wettbewerbsrecht und DSGVO sind bei allen Direktmarketingaktivitäten zu beachten.

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