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Energieversorger Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Energieversorger-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

Kategorie EnergieKategorie Produzierendes Gewerbe
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt offiziell rund 1.151 Energieversorger (Stand Anfang 2024); inklusive aller in Tarifdatenbanken erfassten Anbieter steigt die Zahl auf bis zu 1.500 Unternehmen.
  • Jeder Haushalt kann an seinem Wohnort durchschnittlich aus 167 Anbietern wählen; in Ballungsräumen sind es bis zu 213, in ländlichen Regionen mindestens 51.
  • Alle 16 Bundesländer sind vollständig versorgt, der Markt ist regional durch kommunale Stadtwerke geprägt und wird durch bundesweit tätige Konzerne ergänzt.
  • Seit der Marktliberalisierung 1998 ist die Anbieterzahl leicht rückläufig; Insolvenzen von Discountern wie Stromio haben den Markt bereinigt, ohne die Wettbewerbsvielfalt zu gefährden.
  • Der Anteil klassischer Grundversorgungskunden ist auf 25 Prozent gesunken; jährlich wechseln rund 4 Millionen Haushalte ihren Stromanbieter.
  • Strukturierte Firmenlisten und eine vollständige Energieversorger-Datenbank mit Kontaktdaten und Umsatzzahlen sind unverzichtbar für B2B-Vertrieb, Marktforschung und Investitionsanalyse.
  • Die fünf umsatzstärksten Energieversorgungsunternehmen erwirtschafteten zusammen rund 306 Milliarden Euro Umsatz (Stand 2023).

Was sind Energieversorger?

Als Energieversorger oder Energieversorgungsunternehmen (EVU) gelten nach § 3 des Energiewirtschaftsgesetzes alle natürlichen oder juristischen Personen, die elektrische Energie oder Gas an andere liefern, ein Versorgungsnetz betreiben oder daran Verfügungsbefugnis besitzen. Im Alltagsgebrauch bezeichnet der Begriff vor allem jene Unternehmen, die Haushalte und Gewerbetreibende direkt mit Strom beliefern. Die Bezeichnungen Stromanbieter, Stromlieferant und Elektrizitätsversorger werden dabei häufig als Synonyme verwendet. Übergeordnet gehören alle Marktteilnehmer zur Energiewirtschaft, einem der umsatzstärksten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Die Unternehmenslandschaft ist außergewöhnlich vielfältig. Auf der einen Seite stehen die großen Energiekonzerne wie E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall, die historisch den Markt dominierten. Auf der anderen Seite haben sich seit der Liberalisierung 1998 Hunderte kommunaler Stadtwerke, überregionale Regionalversorger, Energiediscounter, Ökostromanbieter und Elektrizitätsgenossenschaften als eigenständige Versorgungsunternehmen etabliert. Der Wettbewerb ist heute deutlich breiter aufgestellt als noch zu Beginn des Jahrtausends.

Wer eine vollständige Übersicht der Energielieferanten Deutschland benötigt, muss alle drei Marktsegmente berücksichtigen: die bundesweit tätigen Konzerne mit ihren zahlreichen Vertriebsmarken, die regional verwurzelten kommunalen Versorger sowie die überregionalen Discounter und spezialisierten Ökostromanbieter. Nur ein Branchenverzeichnis, das sämtliche Unternehmenstypen abbildet, liefert belastbare Marktdaten für professionelle Anwendungen.

Wie viele Energieversorger gibt es in Deutschland?

Die Frage nach der genauen Anbieterzahl hat keine eindeutige Antwort. Anfang 2024 waren offiziell rund 1.151 Stromanbieter in Deutschland aktiv, basierend auf dem Monitoringbericht. Tarifdatenbanken, die auch Kleinstanbieter und Regionalversorger ohne aktive Neukundenakquise erfassen, kommen auf bis zu 1.395 bis 1.500 Unternehmen. Hinzu kommen knapp 1.000 gemeldete Gaslieferanten. Der Unterschied erklärt sich durch abweichende Erhebungsgrundlagen.

Kenngröße Wert (Stand 2026)
Stromanbieter (offizielle Meldungen, Anfang 2024) ca. 1.151
Stromanbieter (Tarifdatenbanken) ca. 1.395–1.500
Tarife insgesamt über 15.000
Durchschnittliche Anbieter je Wohnort 167
Anbieter in Ballungsräumen (Höchstwert) 213
Anbieter in ländlichen Gebieten (Mindestwert) 51
Jährliche Haushalts-Anbieterwechsel ca. 4 Millionen

Die Gesamtzahl der Versorgungsunternehmen ist seit dem Hochpunkt nach der Liberalisierung moderat gesunken. Insolvenzen von Discountern wie Stromio (mit den Marken Grünwelt Energie und gas.de) sowie Immergrün haben den Markt bereinigt und das Risikobewusstsein bei Verbrauchern geschärft. Der Trend zeigt eine schrittweise Konsolidierung, ohne dass die grundsätzliche Angebotsvielfalt abnimmt.

Regionale Verteilung: Energieversorger nach Bundesland

Der Energiemarkt in Deutschland ist regional stark strukturiert. Kommunale Stadtwerke versorgen ihr jeweiliges Einzugsgebiet, während bundesweit tätige Konzerne und Energiediscounter das Angebot ergänzen. Exakte Anbieterzahlen je Bundesland werden amtlich nicht veröffentlicht; genaue Zahlen liegen nicht vor. Die folgende Übersicht zeigt die prägenden Versorgungsunternehmen je Bundesland.

Bundesland Regionale Leitanbieter (Auswahl)
Nordrhein-Westfalen Westenergie/RWE, Rheinenergie (Köln), Stadtwerke Düsseldorf, DEW21
Bayern Bayernwerk (E.ON), N-ERGIE (Nürnberg), Stadtwerke München
Baden-Württemberg EnBW AG (Karlsruhe), badenova, Netze BW
Niedersachsen EWE AG (Oldenburg), enercity (Hannover), Avacon (E.ON)
Hessen Mainova (Frankfurt), ENTEGA, EAM
Sachsen SachsenEnergie AG, eins energie in sachsen
Thüringen TEAG Thüringer Energie AG (seit 2013 kommunalisiert)
Berlin Vattenfall Europe Sales, Berliner Stadtwerke, BEW
Hamburg Vattenfall, Hamburger Energiewerke GmbH
Brandenburg EMB Energie Brandenburg, EWE
Rheinland-Pfalz PFALZWERKE AG, EVM, rhenag
Schleswig-Holstein HanseWerk (E.ON), EWE
Mecklenburg-Vorpommern WEMAG, eins energie in sachsen
Sachsen-Anhalt enviaM (E.ON)
Saarland Energie SaarLorLux AG
Bremen SWB/EWE

Die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg weisen naturgemäß die größte Anbietervielfalt auf. In den ostdeutschen Bundesländern prägen historisch gewachsene Regionalversorger wie SachsenEnergie und TEAG das Bild, die nach der Wende zunächst von Konzernen übernommen und später teilweise rekommunalisiert wurden. Diese regionale Prägung macht einen bundesweiten Adressdaten-Überblick besonders wertvoll für überregionale Vertriebsstrategien.

Der Strommarkt befindet sich seit Jahren im strukturellen Wandel. Die vier großen Konzerne kontrollierten 2005 noch rund 80 Prozent der Stromerzeugung; heute kommen die fünf größten Erzeuger zusammen auf rund 61 Prozent der konventionellen Erzeugungsmengen. RWE führt mit 22,5 Prozent Marktanteil, gefolgt von LEAG (21,7 Prozent) und EnBW (7,6 Prozent). Der Wettbewerb im Endkundenvertrieb ist dabei deutlich breiter, weil zahlreiche Stadtwerke und Ökostromanbieter eigene bundesweite Marken aufgebaut haben.

Die Energiewende verändert die Marktstruktur grundlegend. Erneuerbare Energien, dezentrale Erzeugung und Bürgerenergiemodelle schaffen Raum für neue Anbietertypen. Gleichzeitig zeigt die Insolvenzwelle unter Billiganbietern, dass ein rein preisfokussiertes Modell ohne stabile Einkaufsstruktur scheitern kann. Betroffene Kunden fallen automatisch in die Grundversorgung des örtlichen Grundversorgers zurück. Das stärkt langfristig das Vertrauen in etablierte Versorgungsunternehmen.

Der Anteil der Grundversorgungskunden ist auf 25 Prozent gesunken. Weitere 39 Prozent haben einen Sondervertrag beim Grundversorger, während 36 Prozent bereits vollständig zu einem alternativen Anbieter gewechselt sind. Vier Millionen Haushalte wechseln jährlich. Der Markt wächst in seiner Dynamik.

Welche Arten von Energieversorgern gibt es?

Energiekonzerne und Stromriesen sind bundesweit tätige Großunternehmen mit vertikaler Integration von der Erzeugung bis zum Endkundenvertrieb. E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall betreiben jeweils mehrere Vertriebsmarken für unterschiedliche Kundensegmente. Uniper SE erzielte 2023 einen Umsatz von 107,9 Milliarden Euro und belegt damit Rang eins der deutschen Energiewirtschaft; E.ON folgte mit 93,7 Milliarden Euro.

Kommunale Stadtwerke sind mehrheitlich in öffentlicher Hand und versorgen ihr regionales Einzugsgebiet oft als Querverbund aus Strom, Gas, Wasser und Nahverkehr. EWE AG (Oldenburg) ist mit 8,7 Milliarden Euro Umsatz (2024) der größte kommunale Versorger Deutschlands, gefolgt von enercity AG (Hannover, 7,4 Milliarden Euro) und MVV Energie AG (Mannheim, 7,2 Milliarden Euro). Größere Stadtwerke operieren inzwischen auch bundesweit über eigene Vertriebsmarken.

Energiediscounter sprechen preissensible Kunden mit günstigen Online-Tarifen an. Sie arbeiten ohne Vor-Ort-Service und treten häufig unter mehreren Markennamen auf. eprimo, E wie Einfach und Yello Strom sind typische Vertreter; der günstigste verfügbare Neuvertrag lag am 4. Januar 2026 bei 18,84 Cent pro Kilowattstunde.

Ökostromanbieter liefern ausschließlich Strom aus zertifizierten erneuerbaren Quellen. naturstrom AG, LichtBlick SE, Polarstern und Green Planet Energy eG sind bekannte Beispiele. Gütezeichen wie das Grüne Strom Label, ok-power und TÜV-Siegel schaffen Transparenz über die tatsächliche Qualität.

Elektrizitätsgenossenschaften sind genossenschaftlich organisierte Lokalversorger, besonders verbreitet in Bayern und Baden-Württemberg. Sie zeichnen sich durch starke Bürgerverankerung und langfristige regionale Verpflichtung aus. Bürgerwerke eG und Teckwerke Bürgerenergie eG sind überregional bekannte Vertreter dieses Modells.

Für wen ist eine Liste von Energieversorgern relevant?

Vertriebs- und Marketingteams aus der Energiedienstleistungsbranche nutzen ein vollständiges Branchenverzeichnis der Energieversorger als Grundlage für gezielte Neukundenakquise. Softwareanbieter, IT-Dienstleister, Messgerätehersteller und Beratungsunternehmen benötigen vollständige Adressdaten und Entscheiderkontakte, um ihre Angebote gezielt an Einkäufer und Geschäftsführer zu adressieren. Serienbriefe und personalisierte E-Mail-Kampagnen sind dabei bewährte Kanäle im B2B-Marketing.

Markt- und Wettbewerbsforscher greifen auf Firmendatenbanken mit Umsatzdaten zurück, um Marktanteile und Unternehmensgrößen zu analysieren. Eine strukturierte Firmenliste mit Jahresumsatzdaten über neun Jahrgänge ermöglicht Trendanalysen und Zielgruppensegmentierungen entlang von Größenklassen. Für Investoren und Analysten liefert eine Energieversorger-Datenbank einen schnellen Überblick über alle relevanten Marktteilnehmer, ohne aufwendige Eigenrecherche.

Öffentliche Institutionen, Infrastrukturplaner und Unternehmensberater nutzen Branchenreports und Adresslisten für Standortplanungen und regulatorische Studien. Die gewerbliche Verwendung von B2B-Firmenkontaktdaten ist bei DSGVO-konformer Nutzung grundsätzlich zulässig. Alle seriösen Adressdaten stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen wie dem Bundesanzeiger, dem Unternehmensregister und dem Marktstammdatenregister.

Datenverfügbarkeit: Energieversorger

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Energieversorger in Deutschland.

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Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Energieversorger gibt es derzeit in Deutschland?
Anfang 2024 waren offiziell rund 1.151 Stromanbieter in Deutschland aktiv. Tarifdatenbanken, die auch Kleinstanbieter erfassen, weisen bis zu 1.500 Unternehmen aus. Die Differenz ergibt sich aus unterschiedlichen Abgrenzungen: Die offizielle Meldepflicht nach § 5 EnWG bei der Bundesnetzagentur und privatwirtschaftliche Tarifdatenbanken verwenden verschiedene Kriterien. Hinzu kommen knapp 1.000 gemeldete Gaslieferanten.
Welche Arten von Energieversorgern gibt es in Deutschland?
Der Markt gliedert sich in fünf Hauptgruppen: bundesweit tätige Energiekonzerne mit mehreren Vertriebsmarken, kommunale Stadtwerke mit regionalem Versorgungsauftrag, überregionale Energiediscounter mit Online-Tarifen, spezialisierte Ökostromanbieter sowie Elektrizitätsgenossenschaften. Viele Konzerne betreiben Tochtermarken, die im Tarifvergleich als eigenständige Anbieter erscheinen. Diese Konzernverflechtungen sind bei der Auswahl einer Firmenliste zu berücksichtigen.
Wo gibt es die meisten Energieversorger in Deutschland?
Exakte Anbieterzahlen je Bundesland werden amtlich nicht veröffentlicht. Strukturell sind die bevölkerungsreichen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg durch besonders viele kommunale Stadtwerke geprägt. In Ballungsräumen können Haushaltskunden aus bis zu 213 verschiedenen Anbietern wählen. In ländlichen Regionen sind es mindestens 51 Anbieter; die Versorgung ist überall sichergestellt.
Wer nutzt Firmenlisten und Datenbanken von Energieversorgern?
Primäre Nutzer sind B2B-Vertriebsteams aus der Energie-, IT- und Beratungsbranche sowie Marktforscher und Investoren. Firmenlisten mit Kontaktdaten, Umsatzzahlen und Geschäftsführernamen ermöglichen gezielte Direktansprache und Due-Diligence-Recherchen. Auch Dienstleister, die Energieversorgungsunternehmen Produkte wie Messtechnik, Software oder Abrechnungssysteme anbieten, setzen regelmäßig auf strukturierte Branchenbücher als Ausgangsbasis.
Welche Daten sind über Energieversorger verfügbar?
Vollständige Firmendatenbanken enthalten typischerweise Unternehmensname, Anschrift, Telefon, E-Mail, URL, Umsatzdaten über mehrere Jahrgänge, Mitarbeiterzahlen sowie Namen der Geschäftsführung. Das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur und das Unternehmensregister bilden die öffentliche Datenbasis. Kommerzielle Anbieter aggregieren diese Informationen und stellen sie als Excel-Download bereit; Einstiegspreise beginnen bei rund 300 Euro für strukturierte Adressdaten.
Warum ist der Anteil der Grundversorgungskunden so stark gesunken?
Seit der Liberalisierung 1998 machen immer mehr Haushalte von ihrem Wechselrecht Gebrauch. Heute beziehen nur noch 25 Prozent aller Haushalte Strom über den klassischen Grundversorgungstarif. Der Rest verteilt sich auf Sonderverträge beim Grundversorger (39 Prozent) und vollständig alternative Anbieter (36 Prozent). Die Grundversorgung kann bis zu 30 Prozent teurer sein als Wechseltarife. Dieser Preisunterschied treibt die jährlich rund 4 Millionen Anbieterwechsel.

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