Bergbauunternehmen Firmenliste Deutschland
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Von branchenlisten.de
Aktualisiert am
Das Wichtigste in Kürze
- Deutschland zählt derzeit rund 140 Bergbauunternehmen, die einen Gesamtumsatz von 6,3 Milliarden Euro erwirtschaften.
- Der Bergbausektor beschäftigt insgesamt 33.604 Menschen, wobei der durchschnittliche Jahresumsatz pro Unternehmen bei 44,7 Millionen Euro liegt.
- Nordrhein-Westfalen führt die regionale Verteilung mit 18 Bergwerken an, gefolgt von Sachsen mit 12 und Hessen mit 9 Betrieben.
- Die Branche durchläuft einen tiefgreifenden Strukturwandel. Der Steinkohlebergbau endete 2018 vollständig, der Braunkohleausstieg ist bis 2038 geplant.
- Aktiv sind heute vor allem Salzbergwerke (13 Betriebe), Kalibergwerke (7 Betriebe) sowie 10 Braunkohle-Tagebaue, die zusammen jährlich etwa 107 Millionen Tonnen Braunkohle fördern.
- Für Vertrieb und B2B-Marketing stehen 77 verifizierte Firmenadressen zur Verfügung. Dies entspricht einer Abdeckung von 55 Prozent der Gesamtzahl.
- Regionale Bergbauzentren konzentrieren sich auf das Rheinische Braunkohlerevier, die Lausitz, das Erzgebirge sowie das Werra-Kalirevier in Thüringen und Hessen.
Was sind Bergwerke? Definition und Brancheneinordnung
Bergwerke sind untertägige oder übertägige Anlagen zur Gewinnung mineralischer Bodenschätze wie Kohle, Erze, Salze und andere Mineralien aus der Erde. In Deutschland umfasst der Begriff sowohl historische Zechen und Gruben als auch moderne Tagebau-Anlagen und Untertagebergwerke. Der Sektor gehört zur übergeordneten Branche "Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden". Er unterliegt dem Bundesberggesetz (BBergG) sowie der staatlichen Bergaufsicht.
Die Bezeichnungen sind vielfältig. Neben dem Oberbegriff Bergwerk verwendet die Fachsprache Begriffe wie Zechen (historisch für Steinkohlebergwerke), Gruben (für Erzbergbau), Schachtanlagen (für tiefe Untertagebergwerke) oder schlicht Bergbauunternehmen. Gemeinsam ist allen die Förderung von Bodenschätzen. Diese sind entweder bergfrei (staatlich vergebenes Abbaurecht) oder grundeigen (dem Grundstückseigentümer zustehend).
Der deutsche Bergbau blickt auf über 1.000 Jahre Geschichte zurück. Das Bergwerk Rammelsberg bei Goslar förderte bereits seit dem 10. Jahrhundert Erze. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert machte das Ruhrgebiet und das Saarrevier zu Zentren der Steinkohleförderung, die als Grundlage der Montanindustrie galt. Heute steht die Branche vor dem Ausstieg aus der Kohleförderung. Salz-, Kali- und Mineralienabbau haben weiterhin Bestand. Der Sektor beschäftigt sich zunehmend mit Rekultivierung, Sanierung und der touristischen Nutzung stillgelegter Anlagen als Besucherbergwerke.
Wie viele Bergwerke gibt es in Deutschland?
Deutschland verfügt über rund 140 Bergbauunternehmen, die unter Bergaufsicht stehen. Diese Zahl umfasst sowohl Untertagebergwerke als auch Tagebaubetriebe, die bergfreie Bodenschätze fördern. Die Gesamtzahl hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert. Der Steinkohlebergbau endete 2018 vollständig, der Braunkohleausstieg ist bis 2038 beschlossen.
Etwa 30 bis 40 Untertagebergwerke sind heute noch aktiv, darunter 13 Salzbergwerke und 7 Kalibergwerke. Im Tagebau werden derzeit 10 Braunkohle-Tagebaue betrieben. Sie fördern zusammen jährlich rund 107 Millionen Tonnen Braunkohle. Das Rheinische Revier trägt mit 51 Millionen Tonnen den größten Anteil bei. Es folgen die Lausitz mit 43 Millionen Tonnen und das Mitteldeutsche Revier mit 13 Millionen Tonnen.
Die Branche erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von 6,3 Milliarden Euro bei 33.604 Beschäftigten. Der durchschnittliche Umsatz pro Unternehmen liegt bei 44,7 Millionen Euro. Die Entwicklung ist rückläufig: Zwischen 2010 und 2020 sank die Beschäftigtenzahl um 43,2 Prozent, bedingt durch den Kohleausstieg und die Automatisierung. Der Braunkohlebergbau beschäftigt noch rund 20.000 Menschen. Im Untertagebergbau arbeiten etwa 40.000 Personen, wobei große Schwankungen zwischen Groß- und Kleinbetrieben bestehen.
Regionale Verteilung: Bergwerke nach Bundesland
Die Bergbaustandorte in Deutschland konzentrieren sich auf wenige Bundesländer mit reichen Bodenschatzvorkommen. Historisch gewachsene Bergbaureviere prägen bis heute die Wirtschaftsstruktur dieser Regionen.
Nordrhein-Westfalen führt mit 18 Bergbauunternehmen die Statistik an. Das Rheinische Braunkohlerevier umfasst die Tagebaue Garzweiler, Hambach und Inden. Sie fördern zusammen etwa 40 Millionen Tonnen Braunkohle jährlich. Historisch war auch das Ruhrgebiet mit seinen Steinkohlezechen prägend. Deren Förderung endete jedoch 2018. Sachsen folgt mit 12 Unternehmen, wobei das Lausitzer Braunkohlerevier und das Erzgebirge die wichtigsten Standorte darstellen. Hessen zählt 9 Bergwerke, darunter bedeutende Kalibergwerke im Werra-Revier. Rheinland-Pfalz verfügt über 8 Betriebe, Bayern über 6.
| Bundesland | Anzahl Bergwerke |
|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 18 |
| Sachsen | 12 |
| Hessen | 9 |
| Rheinland-Pfalz | 8 |
| Bayern | 6 |
| Brandenburg | Lausitzer Revier (ca. 4-5) |
| Sachsen-Anhalt | Mitteldeutsches Revier (ca. 3-4) |
| Thüringen | Kalibergbau (ca. 2-3) |
Die regionale Konzentration erklärt sich geologisch. Die Rheinische Bucht, die Lausitz und das Mitteldeutsche Revier verfügen über mächtige Braunkohlelagerstätten. Das Werra-Kalirevier in Hessen und Thüringen sowie die Salzlagerstätten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bieten ideale Bedingungen für den Kali- und Salzabbau. Das Erzgebirge war historisch für Silber-, Zinn- und Uranerz bekannt. Heute sind noch vereinzelt Fluß- und Schwerspatbergwerke aktiv. Der Harz verfügt über Gipsvorkommen, während in Baden-Württemberg und Bayern überwiegend Kalkstein, Anhydrit und Graphit abgebaut werden.
Marktentwicklung und Trends im deutschen Bergbau
Der deutsche Bergbau steht vor dem größten Strukturwandel seiner Geschichte. Mit der Stilllegung des Steinkohlebergbaus 2018 endete eine über 200-jährige Ära der Kohleförderung im Ruhrgebiet, Saarrevier und Ibbenbürener Revier. Das letzte aktive Steinkohlenbergwerk, Prosper-Haniel in Bottrop, schloss am 21. Dezember 2018 seine Tore. Die Braunkohleförderung folgt bis spätestens 2038 gemäß Kohleausstiegsgesetz.
Der Ausstieg aus der Kohleverstromung zwingt Regionen wie die Lausitz, das Rheinische Revier und das Mitteldeutsche Revier zu massiven Transformationsprozessen. Rekultivierung und Sanierung ehemaliger Tagebaue, die Schaffung von Tagebauseen und die Ansiedlung neuer Industrien bestimmen die Agenda. Die RAG Aktiengesellschaft beschäftigt noch 25.000 Mitarbeiter. Sie konzentrieren sich hauptsächlich auf Nachsorgearbeiten im ehemaligen Steinkohlebergbau.
Der Salzbergbau bleibt stabil. Deutschland fördert jährlich rund 6,6 Millionen Tonnen Steinsalz und etwa 7 Millionen Tonnen Kali. Die K+S AG betreibt als größter Akteur mehrere Kalibergwerke im Werra-Revier. Der Sektor diversifiziert sich zunehmend in Richtung Rohstoffgewinnung für die Chemieindustrie, Baustoffindustrie und Landwirtschaft. Digitalisierung und Automatisierung verändern die Arbeitsprozesse: Continuous-Miner-Systeme ersetzen das traditionelle Bohr- und Sprengverfahren. Ferngesteuerte Maschinen erhöhen die Sicherheit untertage. Der Bergbautourismus gewinnt an Bedeutung. Zahlreiche stillgelegte Bergwerke öffnen als Schaubergwerke oder UNESCO-Welterbestätten ihre Tore.
Welche Arten von Bergwerken gibt es?
Der deutsche Bergbau gliedert sich in zahlreiche Sparten, die sich nach dem jeweils abgebauten Bodenschatz unterscheiden. Diese Vielfalt spiegelt die geologische Beschaffenheit des Landes wider.
Steinkohlebergbau: Bis 2018 förderten Untertagebergwerke in Deutschland Steinkohle, vornehmlich im Ruhrgebiet, Saarrevier und Ibbenbürener Revier. Die Förderung erreichte Tiefen von über 1.400 Metern. Alle Zechen sind mittlerweile stillgelegt. Lediglich die RAG Aktiengesellschaft betreibt noch Nachsorge und Grubenwasserhaltung.
Braunkohlebergbau: In Deutschland werden derzeit 10 Braunkohle-Tagebaue betrieben, die jährlich 107 Millionen Tonnen fördern. Die Abbaumethode erfolgt übertägig durch riesige Schaufelradbagger. Die Tagebaue Garzweiler, Hambach und Inden im Rheinischen Revier sowie Welzow-Süd und Nochten in der Lausitz zählen zu den größten Europas. Der Abbau endet bis 2038.
Salzbergbau: Deutschland verfügt über 13 Steinsalzbergwerke. Sie gewinnen sowohl Speisesalz als auch Streusalz für den Winterdienst. Zu den bekanntesten Anlagen zählen das Salzbergwerk Heilbronn (Teufe bis 230 Meter) und das Salzbergwerk Berchtesgaden (seit 1517 in Betrieb). Einige Bergwerke dienen zusätzlich als Untertagedeponien für Sondermüll.
Kalibergbau: Im Werra-Kalirevier in Hessen und Thüringen betreibt die K+S AG sieben Kalibergwerke, die jährlich rund 7 Millionen Tonnen Kalisalz fördern. Kali dient als Düngemittel in der Landwirtschaft. Die Verbundbergwerke Werra (mit den Schachtanlagen Wintershall, Hattorf und Unterbreizbach) gehören zu den größten Kaliproduzenten weltweit.
Erzbergbau: Historisch förderten deutsche Bergwerke Eisen-, Kupfer-, Silber- und Zinnerze, vor allem im Harz, Erzgebirge und Siegerland. Der letzte Erzabbau zur Verhüttung endete in den 1990er Jahren. Das Uranbergbau-Unternehmen Wismut GmbH saniert seit 1991 ehemalige Abbaugebiete in Sachsen und Thüringen mit 1.415 Mitarbeitern.
Sonstige Mineraliengewinnung: Zu den weiteren aktiven Bergbauzweigen zählen Schieferbergbau, Gipsbergbau, Kalksteinbergbau, Graphitbergbau sowie Fluß- und Schwerspatbergbau. Diese Rohstoffe finden Verwendung in der Baustoffindustrie, Chemieindustrie und im Maschinenbau. Grube Clara im Schwarzwald betreibt beispielsweise Schwerspat- und Flußspatabbau mit einer Jahresförderung von 160.000 Tonnen.
Für wen ist eine Liste von Bergwerken relevant?
Ein Firmenverzeichnis von Bergbauunternehmen bietet für verschiedene Zielgruppen erheblichen Mehrwert. Die spezifische Struktur der Branche macht gezielte Ansprache besonders effizient.
Personalberatungen und Arbeitsvermittler profitieren von der präzisen Lokalisierung von Arbeitgebern im Bergbausektor. Mit 33.604 Beschäftigten und einem prognostizierten Fachkräftemangel durch den Generationenwechsel im Braunkohleabbau sowie in spezialisierten Bereichen wie Markscheidewesen, Grubenwassermanagement und Sprengtechnik eröffnen sich Vermittlungschancen. Insbesondere für Umschulungen im Rahmen des Strukturwandels sind Branchenverzeichnisse unverzichtbar.
Zulieferer und Dienstleister im Bereich Bergbautechnik, Arbeitsschutzausrüstung, Baumaschinenhändler und Spezialisten für Grubenlüftung, Förderanlagen oder Vermessungstechnik benötigen aktuelle Adressdaten für den Vertrieb. Der durchschnittliche Jahresumsatz von 44,7 Millionen Euro pro Bergbauunternehmen signalisiert Investitionskraft und Beschaffungsvolumen. Unternehmen wie die GHH Fahrzeuge GmbH (Bergbau-Fahrlader) oder Hersteller von Helmlampen und LED-Industriebeleuchtung nutzen solche Listen für gezielte B2B-Akquise.
Marktforscher und Investoren analysieren anhand von Adresslisten Marktpotenziale, regionale Cluster und Branchenentwicklungen. Die Konzentration auf Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Hessen sowie die Transformation von der Kohle- zur Salzwirtschaft lassen sich anhand strukturierter Daten präzise nachvollziehen. Für Investitionsentscheidungen in Rekultivierungsprojekte, erneuerbare Energien oder Bergbautourismus sind vollständige Verzeichnisse essenziell.
Vertriebsabteilungen und Marketingteams setzen Bergbau-Unternehmensdatenbanken für E-Mail-Marketing, Post-Mailings und Telefonvertrieb ein. Die DSGVO erlaubt B2B-Kontaktaufnahme zu geschäftlichen Zwecken, sodass Listen rechtssicher genutzt werden können. Anbieter stellen 77 verifizierte Adressen (55 Prozent Abdeckung) mit Feldern wie Firmenname, Adresse, Telefonnummer, E-Mail, Ansprechpartner, Umsatz und Mitarbeiterzahl bereit. Preismodelle beginnen bei 59 Euro für 100 Adressen.
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