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MVZ Firmenliste Deutschland

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Kategorie Gesundheit
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt aktuell mehr als 5.000 Medizinische Versorgungszentren (Stand 2026), womit die Branche seit 2015 um +135,9 Prozent gewachsen ist.
  • führt die regionale Rangliste mit MVZ-Standorten an, gefolgt von () und ().
  • Zwischen 2021 und 2022 stieg die Anzahl der MVZ allein um mehr als 9 Prozent auf 4.574 Einrichtungen.
  • Krankenhaus-MVZ stellen 2024 wieder die größte Trägergruppe und übersteigen damit die Zahl der vertragsarztgetragenen Einrichtungen.
  • Für B2B-Marketing und Vertrieb stehen aktuell bis zu 8.399 MVZ-Adressen mit Stand 01.01.2026 zur Verfügung.
  • Hauptnutzer eines MVZ-Branchenverzeichnisses sind Pharmaunternehmen, Healthcare-IT-Anbieter, Medizintechnik-Hersteller und Finanzinvestoren.
  • Investorengetragene MVZ konzentrieren sich in Großstädten und Ballungsräumen; im ländlichen Raum bleibt die Versorgungsdichte deutlich geringer.

Was sind Medizinische Versorgungszentren?

Ein Medizinisches Versorgungszentrum (kurz MVZ) ist eine eigenständige Einrichtung der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung. Mindestens zwei Ärztinnen und Ärzte arbeiten dort kooperativ unter einem Dach. Die Rechtsgrundlage bildet § 95 SGB V, in Kraft getreten am 1. Januar 2004 durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz. Seitdem hat sich das MVZ-Modell zu einem tragenden Pfeiler der ambulanten Gesundheitsversorgung entwickelt.

Das zentrale Merkmal eines MVZ ist die organisatorische Trennung von Trägerschaft und ärztlicher Tätigkeit. Ärztinnen und Ärzte sind angestellt; das Zentrum selbst fungiert als juristische Person, häufig in der Rechtsform GmbH, gGmbH oder GbR. Diese Konstruktion unterscheidet das MVZ klar von der Berufsausübungsgemeinschaft, in der die Ärzte selbst als Inhaber auftreten. Jüngere Medizinerinnen und Mediziner schätzen besonders das geregelte Angestelltenverhältnis.

Im deutschen Gesundheitswesen kursieren mehrere verwandte Begriffe: Poliklinik, Gesundheitszentrum und Ambulanzzentrum beschreiben ähnliche Versorgungskonzepte. In Ostdeutschland knüpfen viele Einrichtungen historisch an die Poliklinik-Tradition der DDR an. Das erklärt die überdurchschnittliche Dichte in Bundesländern wie Brandenburg. Das Branchenverzeichnis der Medizinischen Versorgungszentren in Deutschland umfasst heute sowohl humanmedizinische als auch zahnärztliche Einrichtungen aller Trägerformen.

Wie viele Medizinische Versorgungszentren gibt es in Deutschland?

Mehr als 5.000 aktive MVZ-Standorte gibt es aktuell in Deutschland. Dieser Wert liegt fast dreimal so hoch wie der Bestand von 1.938 Einrichtungen im Jahr 2012. Er markiert den bisherigen Höchststand der Branchenentwicklung.

Erhebungsjahr MVZ gesamt
2012 1.938
2021 über 4.100
2022 4.574
2024 über 5.000

Das Wachstum vollzog sich in zwei Phasen. Von 2004 bis 2011 expandierte die Branche jährlich um rund 60 Prozent, getragen von einer intensiven Gründungsdynamik nach der gesetzlichen Öffnung. Danach verlangsamte sich das Tempo auf etwa 6 Prozent pro Jahr, da dichter besiedelte Regionen erste Sättigungseffekte zeigten. Zwischen 2021 und 2022 beschleunigte sich der Zuwachs erneut auf über 9 Prozent. Über den Gesamtzeitraum 2015 bis 2024 ergibt sich ein kumuliertes Wachstum von +135,9 Prozent. Das Wachstum setzt sich fort.

Regionale Verteilung: Medizinische Versorgungszentren nach Bundesland

Die MVZ-Dichte ist bundesweit ungleich verteilt. Bevölkerungsreiche Flächenländer und Stadtstaaten verzeichnen die höchsten absoluten Standortzahlen, während strukturschwache Regionen deutlich weniger Einrichtungen aufweisen. Die folgende Übersicht zeigt verfügbare Daten für neun Bundesländer (Erhebungsstand 31.12.2015).

Bundesland Unternehmen Anteil
Nordrhein-Westfalen 3.290 22,4 %
Bayern 2.490 17,0 %
Baden-Württemberg 1.943 13,3 %
Niedersachsen 1.447 9,9 %
Hessen 1.063 7,2 %
Berlin 741 5,1 %
Rheinland-Pfalz 629 4,3 %
Schleswig-Holstein 627 4,3 %
Sachsen 544 3,7 %
Hamburg 470 3,2 %
Sachsen-Anhalt 313 2,1 %
Thüringen 264 1,8 %
Brandenburg 257 1,8 %
Mecklenburg-Vorpommern 243 1,7 %
Bremen 175 1,2 %
Saarland 168 1,1 %

Bayern führt die Rangliste mit deutlichem Abstand. Das erklärt sich durch die hohe Bevölkerungszahl, das dichte Krankenhausnetz privater Klinikgruppen und die wirtschaftliche Stärke des Freistaats. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern weisen eine vergleichsweise starke Präsenz auf. Beide profitieren von der historischen Poliklinik-Infrastruktur der DDR, auf der nach 2004 zahlreiche MVZ-Gründungen aufbauten. Ostdeutsche Bundesländer weisen einen Krankenhaus-Trägeranteil von rund 57 Prozent auf, während er in Westdeutschland bei etwa 30 Prozent liegt. Die bundesweite Durchschnittsdichte beträgt ungefähr 1 MVZ je 23.246 Einwohner. Investorengetragene Einrichtungen meiden strukturschwache Gebiete fast vollständig.

Die MVZ-Branche profitiert von einem strukturellen Dauertreiber: der wachsenden Präferenz junger Ärztinnen und Ärzte für das Angestelltenverhältnis gegenüber der eigenverantwortlichen Niederlassung. Allgemeinmediziner und Internisten wählen zunehmend die kooperative Versorgungsform. Das schafft verlässliche Nachfrage nach neuen Standorten, unabhängig von konjunkturellen Schwankungen.

Parallel verändert der Eintritt von Private-Equity-Kapital die Marktstruktur grundlegend. Größere MVZ-Gruppen entstehen durch gezielte Zukäufe kleinerer Praxen und Zentren. Investorengetragene MVZ siedeln sich bevorzugt in Großstädten mit überdurchschnittlichen Einkommen an; im ländlichen Raum bleibt ihr Engagement gering. Die Folge ist eine zunehmende Konsolidierung und eine wachsende Versorgungskluft zwischen Ballungsräumen und Randgebieten. Dieser Trend ist politisch umstritten.

Die Trägerstruktur verschiebt sich zugunsten von Krankenhäusern: 2024 liegen Krankenhaus-MVZ in ihrer Gesamtzahl wieder deutlich vor vertragsarztgetragenen Einrichtungen. Gesundheitsreformen und das Terminservice- und Versorgungsgesetz setzen eigene Rahmenbedingungen für bestimmte MVZ-Typen. Digitalisierung, elektronische Patientenakte und Telemedizin halten in vielen Zentren Einzug.

Welche Arten von Medizinischen Versorgungszentren gibt es?

MVZ lassen sich nach zwei Hauptkriterien unterscheiden: Fachrichtungsstruktur und Trägerschaft. Fachübergreifende MVZ bündeln Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen unter einem Dach und stellen die ursprüngliche Grundform dar. Seit der Gesetzesänderung 2015 erlaubt das Recht außerdem arztgruppengleiche MVZ, in denen Ärztinnen und Ärzte derselben Fachrichtung kooperieren.

Hausarzt-MVZ sichern die allgemeinmedizinische Grundversorgung, besonders in Regionen mit hausärztlichem Versorgungsmangel. MED ON Holding GmbH aus Frankfurt am Main betreibt 69 Standorte, davon 50 im Bereich Allgemeinmedizin. Das ist die größte Hausarzt-MVZ-Gruppe in Deutschland. Facharzt-MVZ decken Spezialdisziplinen wie Kardiologie, Onkologie, Radiologie, Nephrologie oder Orthopädie ab. Das Fachrichtungsspektrum reicht von Allgemein- und Innerer Medizin über Psychiatrie und Neurologie bis zur Augenheilkunde und HNO.

Zahnärztliche MVZ (Z-MVZ) sind ein eigenständiges und schnell wachsendes Segment. Acura MVZ GmbH betreibt bundesweit 100 zahnmedizinische Standorte; zahneins GmbH folgt mit 82 Standorten. Krankenhaus-MVZ entstehen durch Ausgründungen aus stationären Einrichtungen; führende Klinikgruppen betreiben teils über 200 ambulante Standorte. Daneben existieren kommunale MVZ, gemeinnützige Trägermodelle und Universitätsklinikum-MVZ, die ambulante Versorgung mit Forschung und Lehre verbinden.

Für wen ist eine Liste von Medizinischen Versorgungszentren relevant?

Eine aktuelle und vollständige MVZ-Adressliste hat für mehrere B2B-Zielgruppen im Gesundheitsmarkt einen direkten geschäftlichen Nutzen. Pharmaunternehmen steuern über strukturierte MVZ-Adressdaten ihren Außendienst: Ärztliche Leitungen, Geschäftsführer und leitende Fachärzte sind die Ansprechpartner für Beschaffungsentscheidungen. MVZ kaufen Medikamente und Verbrauchsmaterialien in größeren Mengen als Einzelpraxen. Zielgerichtete Kommunikation über Direktmailing, E-Mail-Marketing oder Telefonakquise zahlt sich daher aus.

Healthcare-IT-Anbieter, die Praxisverwaltungssysteme oder digitale Abrechnungslösungen vertreiben, nutzen ein aktuelles Firmenverzeichnis als Vertriebsbasis. Dasselbe gilt für Medizintechnik-Hersteller und Anbieter von Diagnostikgeräten, die MVZ als strukturierte Einkäufer mit definierten Ansprechpartnern adressieren. Eine professionelle MVZ-Firmendatenbank enthält neben Postanschrift und Telefonnummer auch E-Mail-Adresse, Betriebsstättennummer (BSNR), Öffnungszeiten und Angaben zu Fachärzten. Das sind die Felder, die operatives Direktmarketing erst ermöglichen.

Rechtsanwälte im Medizinrecht und Steuerberater für Heilberufe setzen das Branchenbuch gezielt zur Mandatsgewinnung ein. Finanzinvestoren und Private-Equity-Gesellschaften werten Marktdaten aus dem Branchenreport aus, um Akquisitionsziele zu identifizieren und Marktpotenziale zu bewerten. Unternehmensberater im Gesundheitswesen greifen auf das Adressverzeichnis zurück, wenn sie Standortkonzepte oder Wachstumsstrategien entwickeln. Wer im deutschen Gesundheitsmarkt systematisch B2B-Vertrieb betreibt, braucht verlässliche und geprüfte Adressdaten.

Datenverfügbarkeit: MVZ

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für MVZ in Deutschland.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele MVZ gibt es in Deutschland?
Deutschland zählt mehr als 5.000 Medizinische Versorgungszentren (Stand 2026). Zwischen 2021 und 2022 wuchs die Zahl allein um über 9 Prozent auf 4.574 Einrichtungen. Seit 2015 beträgt das kumulierte Wachstum +135,9 Prozent. Unsere Firmendatenbank weist 14.664 Einträge aus, da sie neben zugelassenen MVZ auch zahnärztliche Einrichtungen und weitere ambulante Versorgungszentren berücksichtigt.
Wie viele kommunale MVZ gibt es in Deutschland?
Kommunale MVZ sind eine seit 2015 zulässige Trägerform. Sie erlauben Städten und Gemeinden, die hausärztliche Versorgung in strukturschwachen Regionen eigenständig zu sichern. Genaue aktuelle Gesamtzahlen liegen nicht vor. Das Segment wächst schrittweise, bleibt aber im Vergleich zu Krankenhaus-MVZ und vertragsarztgetragenen Einrichtungen ein kleinerer Teil der Gesamtstruktur.
Was ist der Unterschied zwischen MVZ und Gemeinschaftspraxis?
Im MVZ sind die Ärztinnen und Ärzte angestellt; Träger ist eine juristische Person mit eigenständiger Haftung. In der Gemeinschaftspraxis treten die praktizierenden Ärzte selbst als Inhaber auf. Das MVZ ermöglicht die Kombination verschiedener Fachrichtungen unter gemeinsamer Trägerschaft sowie die Beteiligung von Krankenhäusern und Investoren, was in der Gemeinschaftspraxis nicht möglich ist.
Wer gehört zum MVZ?
Ein MVZ besteht mindestens aus zwei angestellten oder zugelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie einem ärztlichen Leiter, der im Zentrum selbst tätig sein muss. Der Leiter muss in medizinischen Fragen weisungsfrei entscheiden können. Träger kann ein zugelassenes Krankenhaus, ein Vertragsarzt, eine gemeinnützige Organisation, ein Dialyseleister, ein anerkanntes Praxisnetz oder seit 2015 auch eine Gemeinde sein.
Welche Daten sind über Medizinische Versorgungszentren verfügbar?
Professionelle MVZ-Adresslisten und Unternehmensdatenbanken umfassen Postanschrift, Bundesland, Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail-Adresse und Website-URL. Ergänzend stehen Praxisbezeichnung, Rechtsträger, Unternehmensgruppe, Geschäftsführer, Fachärzte sowie Betriebsstättennummer (BSNR) und Öffnungszeiten zur Verfügung. Aktuelle Bestände umfassen bis zu 8.399 Einträge mit Stand 01.01.2026 bei einer postalischen Zustellgarantie von 99 Prozent.
Wo gibt es die meisten Medizinischen Versorgungszentren in Deutschland?
Bayern verfügt mit erfassten MVZ-Standorten über den größten Bestand der ausgewerteten Bundesländer. folgt mit , mit Einrichtungen. Großstädte und wirtschaftlich starke Ballungsräume weisen die höchste Versorgungsdichte auf. Im ländlichen Raum und in strukturschwachen Gebieten finden sich deutlich weniger Standorte, weil sich Investorenmodelle dort kaum rechnen.

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