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Hebammen Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Hebammen-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt über 18.000 zur Leistungserbringung zugelassene freiberufliche Hebammen (Stand 2019). Diese Zahl erfasst ausschließlich die beim GKV-Spitzenverband registrierten Selbstständigen. Mehrere tausend angestellte Klinikhebammen kommen hinzu.
  • Ein Hebammenmangel betrifft viele Regionen Deutschlands. Die Nachfrage nach Hebammenleistungen übersteigt die verfügbaren Kapazitäten erheblich. Schwangere haben oft Schwierigkeiten, eine Betreuung zu finden.
  • Zentrale Hebammenverzeichnisse werden monatlich aktualisiert. Sie umfassen Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie das Leistungsangebot jeder Hebamme. Die Datengrundlage beruht auf Eigenangaben über Berufsverbände oder direkt an den GKV-Spitzenverband.
  • Die Branche unterteilt sich in vier Hauptkategorien: freiberufliche Hebammen (über 18.000), Klinikhebammen in Festanstellung, Beleghebammen mit Klinikverträgen (etwa 20 Prozent aller Klinikgeburten) und Familienhebammen für besondere Betreuungssituationen.
  • Wichtigste Datenquellen sind der Deutsche Hebammenverband mit über 22.000 Mitgliedern, der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands sowie der GKV-Spitzenverband, der alle zugelassenen Hebammen erfasst.
  • Hebammenlisten sind relevant für Schwangere und Wöchnerinnen als Primärnutzer. Aber auch Krankenkassen, Gesundheitsämter, kommunale Koordinierungsstellen, Marktforscher und gynäkologische Praxen nutzen sie.
  • Das Leistungsspektrum umfasst Schwangerenvorsorge, Geburtsbegleitung in verschiedenen Settings, Wochenbettbetreuung mit täglichen Hausbesuchen in den ersten zehn Tagen, Stillberatung sowie Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse.
  • Regionale Versorgungsunterschiede erfordern einen erweiterten Suchradius. Nutzen Sie mehrere Plattformen parallel. Kommunale Hebammenzentralen vermitteln in Engpassregionen zwischen Suchenden und verfügbaren Kapazitäten.

Was sind Hebammen und welche Rolle spielen sie im Gesundheitswesen?

Hebammen sind Gesundheitsfachkräfte, die Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen betreuen. Sie begleiten vor, während und nach der Geburt sowie im Wochenbett und der Stillzeit. Der Beruf zählt zu den ältesten medizinischen Professionen. Er ist im deutschen Gesundheitswesen fest verankert. Hebammen arbeiten sowohl freiberuflich als auch in Festanstellung. Freiberufliche Hebammen sind überwiegend aufsuchend tätig. Sie führen Hausbesuche durch. Angestellte Hebammen arbeiten meist in Kreißsälen von Geburtskliniken im Schichtdienst.

Die gesetzliche Grundlage bildet §134a SGB V. Er regelt die Versorgung mit Hebammenhilfe und definiert den Leistungsumfang für gesetzlich Versicherte. Jede Schwangere hat Anspruch auf Hebammenhilfe. Ein ärztliches Rezept ist nicht erforderlich. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten vollständig. Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hat die Rahmenbedingungen weiter gestärkt. Es verpflichtet den GKV-Spitzenverband, ein öffentlich zugängliches Hebammenverzeichnis bereitzustellen.

Hebammen dürfen eigenständig Schwangerenvorsorgeuntersuchungen durchführen. Sie leiten Geburten und übernehmen die Nachsorge. Ihre Kernaufgaben umfassen Beratung in allen Phasen von Schwangerschaft und Elternschaft, körperliche Untersuchungen, Hilfe bei Beschwerden, Geburtsbegleitung in unterschiedlichen Settings sowie Wochenbettbetreuung und Stillberatung. Das Firmenverzeichnis der Hebammen in Deutschland spiegelt eine für die Gesundheitsversorgung unverzichtbare Berufsgruppe wider.

Wie viele Hebammen gibt es in Deutschland?

Deutschland verfügt über mehr als 18.000 zur Leistungserbringung zugelassene freiberufliche Hebammen. Diese Zahl bezieht sich auf den Datenstand 2019. Sie erfasst ausschließlich selbstständig tätige Hebammen. Diese verfügen über einen Vertrag nach §134a SGB V. Sie sind damit berechtigt, Leistungen mit den Krankenkassen abzurechnen. Mehrere tausend angestellte Hebammen kommen hinzu. Sie arbeiten in Geburtskliniken, Geburtshäusern oder hebammengeleiteten Einrichtungen. Der Deutsche Hebammenverband zählt über 22.000 Mitglieder. Das spiegelt die Gesamtzahl aller berufstätigen Hebammen einschließlich Angestellter wider.

Trotz dieser auf den ersten Blick hohen Zahlen herrscht in vielen Regionen ein spürbarer Hebammenmangel. Die Nachfrage nach Hebammenleistungen übersteigt die verfügbaren Kapazitäten deutlich. Jede freiberufliche Hebamme kann nur eine begrenzte Anzahl von Frauen gleichzeitig betreuen. Insbesondere die kontinuierliche Wochenbettbetreuung mit regelmäßigen Hausbesuchen erfordert zeitliche Kapazitäten. Bei hoher Geburtenrate sind diese schnell erschöpft. Schwangere berichten häufig, dass sie trotz intensiver Suche keine Hebamme finden. Viele werden auf Wartelisten gesetzt.

Die Marktdaten zeigen keine nennenswerte Wachstumstendenz der Hebammenzahlen. Der Bedarf steigt jedoch. Strukturelle Herausforderungen beeinflussen die Attraktivität des Berufs. Dazu zählen Rufbereitschaft bei Geburten, hohe Berufshaftpflichtkosten in der Vergangenheit und belastende Arbeitsbedingungen in Kliniken. Verschiedene Regionen sind unterschiedlich stark betroffen. Ballungsräume weisen eine höhere Hebammendichte auf. Ländliche und strukturschwache Gebiete leiden unter ausgeprägter Unterversorgung.

Regionale Verteilung: Hebammen nach Bundesland

Die regionale Verteilung der Hebammen in Deutschland folgt grundsätzlich der Bevölkerungsverteilung und Geburtenrate der Bundesländer. Ballungsräume und bevölkerungsreiche Länder verfügen über mehr Hebammen in absoluten Zahlen. Dünn besiedelte Regionen und ländliche Gebiete kämpfen mit Versorgungsengpässen. Genaue bundeslandspezifische Statistiken zur Hebammenanzahl liegen nicht vollständig vor. Aus der Verteilung der Krankenhausgeburten, Verbandsmitgliedschaften und Suchanfragen auf Plattformen lassen sich jedoch Rückschlüsse ziehen.

Region Versorgungslage
Nordrhein-Westfalen Hohe absolute Hebammenzahl, Engpässe in ländlichen Kreisen
Bayern Große Hebammendichte in Städten, Unterversorgung in Grenzregionen
Baden-Württemberg Gute Versorgung in urbanen Zentren, ländliche Lücken
Niedersachsen Regionale Unterschiede zwischen Hannover-Region und Flächenkreisen
Hessen Versorgungsschwerpunkt Rhein-Main, strukturschwache Gebiete unterversorgt
Berlin Hohe Hebammendichte, dennoch Kapazitätsengpässe durch hohe Geburtenzahl
Brandenburg Ländliche Regionen mit deutlichem Hebammenmangel
Sachsen Städte Dresden und Leipzig besser versorgt als ländliche Gebiete

Die Unterschiede entstehen durch wirtschaftliche und demografische Faktoren. Bevölkerungsreiche Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg haben naturgemäß höhere Hebammenzahlen. Auch die Geburtenzahlen sind dort am höchsten. Ländliche Regionen leiden unter Abwanderung junger Fachkräfte. Längere Anfahrtswege und geringere Infrastrukturdichte verschärfen die Lage. Hebammen müssen in Flächenländern weite Strecken für Hausbesuche zurücklegen. Das begrenzt die Anzahl der betreubaren Frauen zusätzlich. Kommunale Koordinierungsstellen und Hebammenzentralen versuchen zunehmend, diese Versorgungslücken durch gezielte Vermittlung zu schließen.

Die Hebammenbranche durchläuft aktuell einen tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, regulatorische Reformen und gesellschaftliche Veränderungen prägen ihn. Online-Plattformen wie ammely, hebammensuche.de, kidsgo.de und die GKV-Hebammenliste haben die Suche nach Hebammen grundlegend vereinfacht. Schwangere können mittlerweile per PLZ-Suche, Umkreisangabe und Filterkriterien gezielt nach verfügbaren Kapazitäten suchen. Die Plattform ammely, entwickelt vom Deutschen Hebammenverband in Kooperation mit der keleya Digital-Health Solutions GmbH, bietet zusätzlich eine Direktvermittlung. Sie zeigt freie Kapazitäten in Echtzeit an.

Trotz dieser digitalen Fortschritte verschärft sich der Versorgungsengpass in vielen Regionen. Die Nachfrage wächst durch steigende Ansprüche an individuelle Betreuung. Auch das Bewusstsein für die Bedeutung von Hebammenhilfe steigt. Die Zahl der praktizierenden Hebammen wächst jedoch nur langsam. Regulatorische Entwicklungen wie der überarbeitete Hebammenhilfevertrag und Anpassungen der Vergütungsstrukturen sollen die wirtschaftliche Situation verbessern. Rufbereitschaftspauschalen für Beleghebammen wurden erhöht. Sie stoßen jedoch weiterhin auf Kritik aus der Berufsgruppe. Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg lehnte Ende einen Eilantrag des Deutschen Hebammenverbandes ab. Echtdaten zeigen durchschnittlich 20 Prozent Umsatzverluste für Beleghebammen.

Die Akademisierung des Hebammenberufs schreitet voran. Seit 2020 ist eine hochschulische Ausbildung verpflichtend. Das professionalisiert den Beruf. Er wird international vergleichbar. Gleichzeitig entstehen kommunale Koordinierungsstellen und Hebammenzentralen in Städten und Landkreisen. Sie vermitteln bei Versorgungsengpässen. Die außerklinische Geburtshilfe erlebt wachsendes Interesse. Hausgeburten und Geburtshausgeburten machen zusammen jedoch weiterhin nur etwa zwei Prozent aller Geburten aus. 98 Prozent aller Geburten finden nach wie vor in Krankenhäusern statt. Davon etwa 20 Prozent mit Beleghebammenbetreuung.

Welche Arten von Hebammen gibt es?

Freiberufliche Hebammen bilden mit über 18.000 Personen die größte Gruppe im deutschen Hebammenwesen. Sie arbeiten selbstständig. Ihr Leistungsspektrum reicht von Schwangerenvorsorge über Geburtsbegleitung bis zur Wochenbettbetreuung. Freiberufliche Hebammen führen Hausbesuche durch. Sie leiten Geburtsvorbereitungskurse und Rückbildungskurse. Sie betreuen Hausgeburten oder Geburtshausgeburten. Ihre Leistungen rechnen sie direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Damit sind sie wichtiger Bestandteil der ambulanten Gesundheitsversorgung.

Klinikhebammen arbeiten in Festanstellung an Geburtskliniken und Krankenhäusern mit geburtshilflicher Abteilung. Sie betreuen Frauen während der Geburt im Kreißsaal. Ihr Arbeitsalltag findet im Schichtdienst statt. Sie begleiten die ersten Stunden nach der Entbindung auf der Wochenbettstation. Klinikhebammen sind für die medizinische Überwachung und Dokumentation verantwortlich. Sie arbeiten eng mit Gynäkologen, Anästhesisten und Kinderkrankenpflegern zusammen. Sie sind zahlenmäßig schwerer zu erfassen als freiberufliche Hebammen. Sie werden nicht einzeln im GKV-System registriert, sondern rechnen über ihren Arbeitgeber ab.

Beleghebammen nehmen eine Sonderstellung ein. Sie sind selbstständig tätig. Sie haben jedoch einen Belegvertrag mit einer oder mehreren Geburtskliniken. Das ermöglicht Schwangeren eine kontinuierliche Eins-zu-eins-Betreuung durch eine vertraute Hebamme in der sicheren Umgebung einer Klinik. Etwa 20 Prozent aller Klinikgeburten in Deutschland werden von Beleghebammen betreut. Die Betreuung beginnt meist bereits in der Schwangerschaft. Sie umfasst die Rufbereitschaft zum errechneten Geburtstermin und die Nachsorge im Wochenbett.

Familienhebammen sind spezialisierte Hebammen mit Zusatzqualifikation. Sie betreuen Familien in belastenden Lebenssituationen bis zu einem Jahr nach der Geburt. Sie unterstützen bei sozialen, gesundheitlichen oder psychischen Herausforderungen. Bei Bedarf vermitteln sie weitere Hilfsangebote. Hausgeburtshebammen spezialisieren sich auf die Begleitung von Geburten im häuslichen Umfeld. Geburtshaushebammen arbeiten in hebammengeleiteten Einrichtungen. Diese Spezialisierungen erfordern besondere Erfahrung und Kompetenz. Sie arbeiten ohne ärztliche Präsenz. Entscheidungen treffen sie eigenverantwortlich.

Für wen ist eine Liste Hebammen Deutschland relevant?

Schwangere und Wöchnerinnen bilden die primäre Zielgruppe für Hebammenverzeichnisse. Sie nutzen diese Branchenverzeichnisse, um eine passende Hebamme für Schwangerschaftsvorsorge, Geburtsbegleitung oder Wochenbettbetreuung zu finden. Die Suche beginnt idealerweise im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Nachfrage übersteigt die verfügbaren Kapazitäten. Plattformen wie ammely, die GKV-Hebammenliste oder Landesverbandsdatenbanken ermöglichen die gezielte Suche nach Postleitzahl, Leistungsangebot und freien Kapazitäten. Schwangere profitieren von der monatlichen Aktualisierung der Daten. Sie können mehrere Hebammen parallel kontaktieren.

Gesetzliche Krankenkassen bieten ihren Versicherten eigene Hebammensuchfunktionen an. Sie greifen auf die zentrale Datenbasis des GKV-Spitzenverbandes zurück. Teilweise ergänzen sie diese um eigene Informationen. Die Krankenkassen haben ein unmittelbares Interesse an einer funktionierenden Hebammenversorgung. Sie sind gesetzlich verpflichtet, ihren Versicherten Hebammenhilfe zu gewährleisten. Sie nutzen Adresslisten auch für Vertragsverhandlungen und Qualitätssicherung.

Gesundheitsämter und kommunale Koordinierungsstellen verwenden Hebammenverzeichnisse zur Steuerung der regionalen Versorgung. In Gebieten mit Hebammenmangel vermitteln Hebammenzentralen zwischen Suchenden und verfügbaren Hebammen. Sie dokumentieren Versorgungsengpässe. Daraus leiten sie gesundheitspolitische Maßnahmen ab. Gynäkologische Praxen empfehlen ihren Patientinnen Hebammen. Sie kooperieren mit diesen bei der Schwangerenvorsorge im Wechselmodell.

Geburtskliniken arbeiten mit Beleghebammen zusammen. Sie benötigen aktuelle Kontaktdaten für Kooperationsverträge. Marktforschungsinstitute analysieren anhand von Unternehmensdatenbanken die Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen. Sie bewerten regionale Entwicklungen. Sie erstellen Branchenreports. Hebammenverbände wie der Deutsche Hebammenverband und der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands nutzen Mitgliederverzeichnisse für interne Kommunikation, politische Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit. Hersteller von Medizinprodukten, Stillzubehör oder Fortbildungsanbieter greifen auf diese Firmendatenbank zurück, um ihre Zielgruppe gezielt anzusprechen.

Datenverfügbarkeit: Hebammen

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Hebammen in Deutschland.

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Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Häufig gestellte Fragen

Wie finde ich eine Hebamme in meiner Nähe?
Die effektivste Methode ist die Nutzung der GKV-Spitzenverband Hebammenliste unter www.gkv-spitzenverband.de/service/hebammenliste. Dort können Sie per Postleitzahl, Umkreis und gewünschten Leistungen suchen. Alternative Plattformen sind ammely, hebammensuche.de, kidsgo.de und meine-hebamme-finden.de. Auch Ihre Krankenkasse bietet meist eine eigene Hebammensuche an. In Regionen mit Hebammenmangel helfen kommunale Koordinierungsstellen oder Hebammenzentralen bei der Vermittlung. Empfehlenswert ist, frühzeitig mehrere Hebammen parallel zu kontaktieren. Lassen Sie sich auf Wartelisten setzen. Viele Hebammen sind schnell ausgebucht.
Wie viele Hebammen gibt es in Deutschland?
In Deutschland sind über 18.000 freiberufliche Hebammen zur Leistungserbringung in der gesetzlichen Krankenversicherung zugelassen. Diese Zahl bezieht sich auf den Datenstand 2019. Mehrere tausend angestellte Hebammen in Geburtskliniken und Geburtshäusern kommen hinzu. Sie werden nicht einzeln im GKV-System erfasst. Der Deutsche Hebammenverband zählt über 22.000 Mitglieder. Das spiegelt die Gesamtzahl aller berufstätigen Hebammen einschließlich Angestellter wider. Trotz dieser Zahlen besteht in vielen Regionen ein Versorgungsengpass. Die Nachfrage übersteigt die verfügbaren Kapazitäten.
Welche Leistungen bietet eine Hebamme an?
Hebammen begleiten Schwangere von der Feststellung der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit. Zur Schwangerenvorsorge gehören Beratung, Vorsorgeuntersuchungen wie Blutdruck- und Gewichtskontrolle, Urintests und Tastuntersuchungen sowie Hilfe bei Beschwerden. Die Geburtsbegleitung findet wahlweise im Krankenhaus, Geburtshaus oder zu Hause statt. In den ersten zehn Tagen nach der Geburt haben Mütter Anspruch auf mindestens einen täglichen Hebammenbesuch zur Wochenbettbetreuung. Danach folgen weitere 16 Besuche in den ersten zwölf Wochen. Zusätzlich bieten Hebammen Geburtsvorbereitungskurse, Rückbildungsgymnastik, Stillberatung, Babypflege und Beratung zur Säuglingsernährung an. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt alle diese Leistungen vollständig.
Wo finde ich aktuelle und vollständige Hebammenlisten?
Die vollständigste und aktuellste Hebammenliste führt der GKV-Spitzenverband unter www.gkv-spitzenverband.de/service/hebammenliste. Sie umfasst alle zur GKV-Leistungserbringung zugelassenen freiberuflichen Hebammen. Monatliche Aktualisierungen sichern die Aktualität. Die Daten stammen vom Deutschen Hebammenverband, dem Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands und von Hebammen, die ihre Angaben direkt melden. Weitere Suchplattformen sind ammely (www.ammely.de) in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband, hebammensuche.de, kidsgo.de und die Landesverbände der Hebammen. Krankenkassen bieten eigene Hebammensuchen an. Diese basieren auf denselben Datengrundlagen.
Was kostet eine Hebamme und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Hebammenleistungen sind vollständige Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie werden ohne Zuzahlung übernommen. Die Rechtsgrundlage bildet §134a SGB V. Alle Vorsorgeuntersuchungen außer Ultraschall, Geburtsbegleitung, Wochenbettbetreuung, Stillberatung sowie ein Geburtsvorbereitungskurs und ein Rückbildungskurs werden komplett von der Krankenkasse bezahlt. Hebammen rechnen direkt mit den Krankenkassen ab. Schwangere benötigen kein Rezept. Zusätzliche Leistungen wie individuelle Geburtsvorbereitung für Partner, Akupunktur oder spezielle Entspannungskurse können als Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) privat abgerechnet werden. Einige Krankenkassen übernehmen auch diese Zusatzleistungen im Rahmen ihrer Satzungsleistungen. Eine Nachfrage bei der eigenen Kasse lohnt sich.
Warum ist es schwer eine Hebamme zu finden?
Der Hebammenmangel entsteht durch ein Missverhältnis zwischen Nachfrage und verfügbaren Kapazitäten. Obwohl über 18.000 freiberufliche Hebammen in Deutschland praktizieren, kann jede einzelne nur eine begrenzte Anzahl von Frauen gleichzeitig betreuen. Die kontinuierliche Wochenbettbetreuung mit regelmäßigen Hausbesuchen, Rufbereitschaft bei Geburten und zeitaufwendige Schwangerenvorsorge limitieren die Aufnahmekapazität. Besonders ausgeprägt ist die Unterversorgung in ländlichen Regionen. Dort beanspruchen weite Anfahrtswege zusätzliche Zeit. Strukturschwache Gebiete leiden unter Abwanderung junger Hebammen in Ballungsräume. Beginnen Sie bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel mit der Suche. Fragen Sie mehrere Hebammen parallel an. Erweitern Sie den Suchradius.

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