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Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

Kategorie Immobilien
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Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften
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April 2026
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt aktuell 8.623 gemeinnützige Organisationen mit steuerlich anerkanntem Gemeinnützigkeitsstatus.
  • Der Nonprofit-Sektor wächst stabil: Spenden stiegen 2024 um 0,87 Prozent, Umsätze um 3,43 Prozent.
  • Nordrhein-Westfalen führt mit gemeinnützigen Einrichtungen vor Bayern und Baden-Württemberg.
  • Die Rechtsformen reichen vom eingetragenen Verein über gemeinnützige GmbHs bis zu rechtsfähigen Stiftungen.
  • Vollständige Adressverzeichnisse sind unverzichtbar für Spenderwerbung, Partnerschaftsaufbau und CSR-Kooperationen.

Was sind Gemeinnützige Organisationen?

Gemeinnützige Organisationen besitzen staatlich anerkannten Gemeinnützigkeitsstatus nach §§ 51–68 Abgabenordnung. Sie verfolgen ausschließlich steuerbegünstigte Zwecke, die dem Gemeinwohl dienen. Die Palette reicht von Vereinen über Stiftungen bis zu gemeinnützigen Kapitalgesellschaften. Gemeinsam bilden sie den Dritten Sektor zwischen Staat und Wirtschaft.

Der Nonprofit-Bereich umfasst vielfältige Tätigkeitsfelder: Entwicklungshilfe, humanitäre Hilfe, Tierschutz, Umweltschutz, Sozialarbeit, Gesundheitswesen, Bildungsförderung und Kulturförderung. Jede Organisation muss ihre Mittel selbstlos verwenden. Wirtschaftliche Interessen sind ausgeschlossen. Stattdessen steht die Förderung des Allgemeinwohls im Mittelpunkt.

Für die steuerliche Anerkennung ist ein Freistellungsbescheid des zuständigen Finanzamts erforderlich. Dieser bestätigt, dass die Einrichtung die strengen Voraussetzungen der Abgabenordnung erfüllt. Spender können ihre Zuwendungen dann steuerlich geltend machen. Das DZI-Spendensiegel dient als zusätzlicher Qualitätsnachweis.

Wie viele Gemeinnützige Organisationen gibt es in Deutschland?

Aktuelle Branchendaten verzeichnen 8.623 gemeinnützige Organisationen in Deutschland (Stand Februar 2026). Diese Zahl umfasst Vereine, Stiftungen, gemeinnützige Gesellschaften und weitere Rechtsformen mit anerkanntem Gemeinnützigkeitsstatus. Die Wikidata-Datenbank dokumentiert zusätzlich 948 Einrichtungen mit detaillierten Finanz- und Strukturdaten.

Eine zentrale, vollständige Liste aller gemeinnützigen Einrichtungen existiert nicht. Der Grund: Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgt dezentral bei den örtlichen Finanzämtern. Eine IFG-Anfrage beim Bundesfinanzministerium im Jahr 2017 bestätigte, dass keine bundesweite Übersicht geführt wird. Verschiedene Datenquellen wie das Vereinsregister, Handelsregister und Stiftungsverzeichnisse der Bundesländer liefern Teilinformationen.

Der Sektor wächst kontinuierlich. Das Spendenvolumen stieg 2024 um 0,87 Prozent bei 152 erfassten Organisationen. Der Gesamtumsatz kletterte im selben Zeitraum um 3,43 Prozent. Die Beschäftigtenzahl legte ebenfalls um 3,43 Prozent zu. Diese Entwicklung belegt die zunehmende Bedeutung gemeinnütziger Arbeit.

10 der größten gemeinnützig orientierten Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland

Der rechtliche Gemeinnützigkeitsstatus für Wohnungsunternehmen wurde 1990 abgeschafft; die Auswahl umfasst daher die größten kommunalen und landeseigenen Wohnungsgesellschaften, die heute den Auftrag zur sozialen Wohnraumversorgung tragen, sortiert nach Wohnungsbestand laut Geschäftsberichten bzw. Unternehmensangaben. Keine vollständige Rangliste – die Angaben stammen aus unterschiedlichen Jahren.

Unternehmen Sitz Website Kurzbeschreibung
SAGA Unternehmensgruppe Hamburg saga.hamburg Kommunales Wohnungsunternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg und größter kommunaler Vermieter Deutschlands. Laut Geschäftsbericht 2025 rund 140.000 Wohnungen und 965 Mitarbeitende.
degewo Berlin degewo.de Aus der 1924 gegründeten Deutschen Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues hervorgegangenes landeseigenes Wohnungsunternehmen in Berlin. Bewirtschaftet über 83.000 Wohnungen; Ende 2025 1.667 Mitarbeitende.
HOWOGE Berlin howoge.de 1990 gegründetes, vollständig im Besitz des Landes Berlin befindliches Wohnungsunternehmen. Ende 2025 rund 82.800 Wohnungen und 1.457 Mitarbeitende.
Gewobag Berlin gewobag.de 1919 gegründetes kommunales Wohnungsunternehmen des Landes Berlin. Ende 2025 über 75.900 Wohnungen und 779 Mitarbeitende.
Münchner Wohnen München muenchner-wohnen.de Kommunale Wohnungsgesellschaft der Landeshauptstadt München, entstanden 2024 aus der Fusion der städtischen Gesellschaften GWG und GEWOFAG. Laut Unternehmen knapp 75.000 Wohnungen.
Nassauische Heimstätte / Wohnstadt Frankfurt am Main nhw.de Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mit Mehrheitsbeteiligung des Landes Hessen, die gemeinsam mit der Wohnstadt rund 59.000 Wohnungen verwaltet und damit größtes hessisches Wohnungsunternehmen ist.
ABG Frankfurt Holding Frankfurt am Main abg.de Städtischer Wohnungs- und Immobilienkonzern im Besitz der Stadt Frankfurt am Main und größte Wohnungsbaugesellschaft der Stadt. Mit Tochtergesellschaften über 55.000 Wohnungen; 2024 rund 780 Mitarbeitende.
GESOBAU Berlin gesobau.de Kommunales Berliner Wohnungsunternehmen (Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau) mit Schwerpunkt im Märkischen Viertel und in Pankow. Ende 2019 rund 48.700 Wohnungen.
GAG Immobilien Köln gag-koeln.de 1913 gegründetes Kölner Wohnungsunternehmen und größter Vermieter im Raum Köln mit rund 43.500 Wohnungen.
GEWOBA Bremen gewoba.de Wohnungsunternehmen mit Hauptsitz in Bremen, das auch als Sanierungsträger tätig ist. Im Geschäftsjahr 2024 rund 43.000 Mietwohnungen und 536 Mitarbeitende.

Quellen: de.wikipedia.org; Unternehmensangaben (Stand 2026).

Regionale Verteilung: Gemeinnützige Organisationen nach Bundesland

Die Verteilung gemeinnütziger Einrichtungen folgt der Bevölkerungsdichte und wirtschaftlichen Stärke der Bundesländer. Ballungsräume bieten mehr Spendenpotenzial, engagierte Bürger und Unternehmenspartnerschaften. Gleichzeitig besteht dort größerer Bedarf an sozialen Diensten.

Nordrhein-Westfalen führt als bevölkerungsreichstes Bundesland mit 1.635 Organisationen deutlich. Bayern und Baden-Württemberg folgen. Die drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen verzeichnen trotz geringer Fläche hohe absolute Zahlen. Ostdeutsche Flächenländer liegen bei der Organisationsdichte zurück, holen aber auf.

Der deutsche Nonprofit-Sektor durchläuft eine Phase nachhaltiger Professionalisierung. Digitale Fundraising-Kanäle gewinnen an Bedeutung. Plattformen vermittelten 2024 über 43 Millionen Euro Spendengelder. Online-Banking, Social-Media-Kampagnen und automatisierte Spenderbetreuung ersetzen klassische Briefmailings. Die Corona-Pandemie beschleunigte diese Entwicklung.

Transparenz wird zum Wettbewerbsfaktor. Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft zählt mittlerweile über 1.200 unterzeichnende Organisationen. Jahresberichte mit detaillierten Finanzangaben sind Standard. Spender fordern zunehmend Wirkungsnachweise statt bloßer Tätigkeitsberichte.

Regulatorische Anforderungen steigen. Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt besondere Sorgfalt beim Umgang mit Spender- und Begünstigtendaten. Geldwäscheprävention betrifft auch gemeinnützige Einrichtungen bei größeren Zuwendungen. Finanzämter prüfen die Gemeinnützigkeit strenger. Organisationen investieren deshalb verstärkt in Compliance-Strukturen und rechtliche Beratung.

Welche Arten von Gemeinnützige Organisationen gibt es?

Der Nonprofit-Bereich gliedert sich nach Rechtsformen und Tätigkeitsfeldern. Die häufigste Rechtsform ist der eingetragene Verein, der sich durch demokratische Strukturen und Mitgliederbeiträge auszeichnet. Vereine organisieren alles von Sportförderung bis Entwicklungshilfe. Für die Eintragung ins Vereinsregister genügen sieben Gründungsmitglieder und eine Satzung.

Rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts verwalten ein zweckgebundenes Vermögen. Großstiftungen verfügen über Kapital in Milliardenhöhe. Sie fördern Wissenschaft, Bildung oder soziale Projekte aus den Erträgen ihres Stiftungsvermögens. Stiftungen des öffentlichen Rechts werden von Kommunen oder Ländern errichtet und verfolgen ähnliche Zwecke.

Gemeinnützige GmbHs verbinden die Flexibilität einer Kapitalgesellschaft mit dem Gemeinnützigkeitsstatus. Sie eignen sich für operative Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeheime oder Bildungsträger. Die Gewinne fließen zurück in den gemeinnützigen Zweck. Größere Wohlfahrtsverbände organisieren ihre Trägergesellschaften häufig als gGmbH.

Wohlfahrtsverbände wie die Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, der Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden bilden eine Sonderkategorie. Sie vereinen unter ihrem Dach tausende Einzeleinrichtungen. Die sechs Spitzenverbände beschäftigen mehrere hunderttausend Menschen. Sie prägen das soziale Versorgungssystem Deutschlands maßgeblich.

Entwicklungshilfe-Einrichtungen konzentrieren sich auf internationale Projekte. Tierschutz-Organisationen betreiben Tierheime und Aufklärungskampagnen. Umweltschutz-Organisationen setzen sich für Naturschutz und Klimaschutz ein. Gesundheitsorganisationen fördern Forschung und Prävention. Diese Vielfalt zeigt die Breite des Sektors.

Für wen ist eine Liste von Gemeinnützige Organisationen relevant?

Unternehmen nutzen Adressverzeichnisse gemeinnütziger Organisationen für Corporate Social Responsibility Partnerschaften. Sie suchen geeignete Kooperationspartner für soziale Projekte, Sponsoring oder Mitarbeiter-Volunteering-Programme. Ein Pharmaunternehmen kann gezielt Gesundheitsorganisationen ansprechen, eine Bank Bildungsstiftungen. Solche Partnerschaften stärken das Image.

Stiftungen und Förderorganisationen benötigen aktuelle Listen, um potenzielle Empfänger für ihre Fördermittel zu identifizieren. Sie vergleichen Tätigkeitsfelder, regionale Schwerpunkte und Organisationsgrößen. Eine Umweltstiftung sucht beispielsweise Naturschutzvereine in bestimmten Bundesländern. Präzise Adressdaten beschleunigen die Antragsprüfung erheblich.

Spendenwerbungsagenturen und Fundraising-Dienstleister verwenden Branchenverzeichnisse für Marktanalysen. Sie ermitteln Marktpotenziale, identifizieren Wettbewerber und entwickeln zielgruppengerechte Kampagnen. Auch gemeinnützige Organisationen selbst nutzen Listen für Benchmarking. Sie vergleichen ihre Strukturen mit ähnlichen Einrichtungen.

Wissenschaftler und Journalisten greifen auf Adressdatenbanken zurück, um den Nonprofit-Sektor zu erforschen oder investigativ zu beleuchten. Studentische Abschlussarbeiten zu Zivilgesellschaft, Governance-Strukturen oder Spendenverhalten benötigen belastbare Grundgesamtheiten. Kritische Berichterstattung über Mittelverwendung oder Transparenzmängel setzt vollständige Übersichten voraus.

Lieferanten sozialer Dienstleistungen identifizieren über Firmenlisten potenzielle Kunden. Anbieter von Spendenverwaltungssoftware, Versicherungen für gemeinnützige Träger oder Facility-Management-Dienste finden so ihre Zielgruppe. Direktmarketing per Post oder Telefon funktioniert bei klar definierten Branchen besonders effizient.

Datenverfügbarkeit: Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland.

Firmenname
Branche
Postadresse
Allgemeine Telefonnummer
Faxnummer
Webseite
Allgemeine E-Mail-Adresse

Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Website78%
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Häufig gestellte Fragen

Welche gemeinnützigen Vereine gibt es in Deutschland?
Deutschland beheimatet über 8.600 gemeinnützige Organisationen in allen denkbaren Tätigkeitsfeldern. Die Spanne reicht von kleinen lokalen Vereinen mit wenigen Mitgliedern bis zu bundesweit tätigen Großorganisationen mit tausenden Beschäftigten. Wohlfahrtsverbände wie Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreuz, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden bilden die größten Dachstrukturen. Entwicklungshilfe-Organisationen genießen hohe Bekanntheit. Hinzu kommen Umweltschutzvereine, Tierschutzorganisationen, Gesundheitseinrichtungen, Bildungsträger und Kulturvereine. Eine vollständige Auflistung existiert nicht, da die Gemeinnützigkeitsanerkennung dezentral bei örtlichen Finanzämtern erfolgt.
Welche sind die größten Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland?
Zu den größten Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland zählen unter anderem SAGA Unternehmensgruppe, degewo, HOWOGE, Gewobag und Münchner Wohnen. Eine Übersicht mit 10 Unternehmen, Sitz und Website finden Sie im Abschnitt „10 der größten gemeinnützig orientierten Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland“ weiter oben.
Wo gibt es die meisten Gemeinnützige Organisationen in Deutschland?
Nordrhein-Westfalen führt mit gemeinnützigen Organisationen vor Bayern () und Baden-Württemberg (). Die Verteilung folgt der Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft der Bundesländer. Bevölkerungsreiche Flächenländer bieten mehr Spendenpotenzial, engagierte Bürger und Unternehmenspartnerschaften. Nordrhein-Westfalen profitiert von seiner dichten Besiedlung, traditionell starken Wohlfahrtsstrukturen und vielfältigen städtischen Ballungsräumen. Bayern punktet mit hoher Kaufkraft und ausgeprägter Stiftungskultur. Baden-Württemberg kombiniert wirtschaftliche Stärke mit bürgerschaftlichem Engagement. Stadtstaaten wie Berlin (), Hamburg () und Bremen () zeigen trotz geringer Fläche beachtliche absolute Zahlen.
Welche Daten sind über Gemeinnützige Organisationen verfügbar?
Aktuelle Branchendatenbanken bieten umfangreiche Kontaktinformationen: Firmentitel, Branche, Kategorien, Postanschrift, Telefon (97 Prozent Verfügbarkeit), E-Mail (56 Prozent), Webseite (94 Prozent) und Social-Media-Profile (44 Prozent). Bei größeren Organisationen sind zusätzlich Angaben zur Geschäftsführung (11 Prozent), Rechtsform (58 Prozent), Mitarbeiteranzahlklasse (21 Prozent), Umsatzklasse (1 Prozent) und Bilanzklasse (1 Prozent) verfügbar. Die Datenqualität variiert je nach Quelle. Wikidata dokumentiert für knapp 1.000 Organisationen detaillierte Finanzkennzahlen aus Jahresberichten: Spendenvolumen, Umsatz, Stiftungskapital, Bilanzsumme, Beschäftigtenzahlen, Mitgliederzahlen und Ehrenamtliche. Vollständige bundesweite Statistiken fehlen jedoch, da Finanzämter keine zentrale Erfassung vornehmen.
Wer nutzt Listen von Gemeinnützige Organisationen?
Unternehmen suchen Kooperationspartner für CSR-Projekte, Sponsoring und Mitarbeiter-Volunteering. Stiftungen identifizieren Förderempfänger passend zu ihrem Stiftungszweck. Spendenwerbungsagenturen analysieren Märkte und entwickeln Fundraising-Kampagnen. Gemeinnützige Organisationen selbst nutzen Listen für Benchmarking und Netzwerkaufbau. Wissenschaftler erforschen Zivilgesellschaft, Governance und Spendenverhalten. Journalisten recherchieren für investigative Berichte über Transparenz oder Mittelverwendung. Lieferanten sozialer Dienstleistungen finden Kunden für Software, Versicherungen oder Beratung. Politiker und Verwaltungen gewinnen Überblicke über zivilgesellschaftliche Strukturen. Privatpersonen suchen seriöse Organisationen für ihre Spenden oder ehrenamtliches Engagement.
Wie wird die Gemeinnützigkeit in Deutschland anerkannt?
Die Anerkennung erfolgt durch das zuständige örtliche Finanzamt mittels Freistellungsbescheid. Grundlage bilden die §§ 51–68 Abgabenordnung. Eine Organisation muss ausschließlich gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen. Der Katalog steuerbegünstigter Zwecke umfasst unter anderem Förderung von Wissenschaft, Bildung, Kunst, Kultur, Sport, Umweltschutz, Gesundheitswesen, Jugend- und Altenhilfe, Tierschutz sowie Entwicklungshilfe. Die Mittel müssen selbstlos verwendet werden. Wirtschaftliche Eigeninteressen sind ausgeschlossen. Die Satzung muss die gemeinnützigen Zwecke klar definieren und eine Vermögensbindung festlegen. Nach Gründung prüft das Finanzamt Satzung und tatsächliche Geschäftsführung. Bei positiver Prüfung erteilt es einen Freistellungsbescheid.
Welche Rolle spielen Dachorganisationen im Nonprofit-Sektor?
Dachorganisationen bündeln die Interessen ihrer Mitglieder, vertreten sie gegenüber Politik und Öffentlichkeit und bieten Beratung sowie Qualitätsstandards. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege vereint die sechs Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege. Sie koordiniert Positionen zu Sozialpolitik, Pflegeversicherung oder Flüchtlingshilfe. VENRO vertritt über 140 Entwicklungs- und Nothilfeorganisationen. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen unterstützt mehr als 5.000 Stiftungen mit Rechtsberatung, Fortbildungen und Vernetzung. Der Deutsche Spendenrat fördert ethisches Fundraising durch Selbstverpflichtungen seiner Mitglieder. Diese Dachstrukturen erhöhen die Schlagkraft kleinerer Organisationen. Sie setzen branchenweite Standards für Transparenz und Professionalität. ## Zusammenfassung Das Verzeichnis gemeinnütziger Organisationen dokumentiert einen vielfältigen, wachsenden Sektor mit über 8.600 anerkannten Einrichtungen. Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg konzentrieren die meisten Organisationen. Der Nonprofit-Bereich verzeichnet stabile Zuwächse bei Spenden, Umsätzen und Beschäftigten. Vollständige, aktuelle Verzeichnisse bleiben unverzichtbar für Partnerschaften, Spenderwerbung, Marktforschung und gesellschaftliche Transparenz. Trotz fehlender zentraler Erfassung bieten kommerzielle Adressdatenbanken, Wikidata und Verbandsverzeichnisse wertvolle Datengrundlagen für alle, die mit gemeinnützigen Organisationen arbeiten oder diese unterstützen möchten.

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