Wohnungsbaugenossenschaften Firmenliste Deutschland
Greifen Sie auf verifizierte Wohnungsbaugenossenschaften-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

inkl. Geschäftsführer, E-Mail, Telefon, Adresse · sofort verfügbar
Branchenexperte
Von branchenlisten.de
Veröffentlicht am
Aktualisiert am
Das Wichtigste in Kürze
- Deutschland zählt zwischen 1.779 und über 2.000 Wohnungsbaugenossenschaften, abhängig von Datenquelle und Erhebungsmethode (Stand 2026).
- Die Branche beschäftigt fast 24.000 Mitarbeitende und versorgt rund 6 Millionen Menschen bundesweit mit genossenschaftlichem Wohnraum.
- Bayern führt die regionale Verteilung mit 35 Genossenschaften an, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (32) und Sachsen (18).
- Nach einem leichten Rückgang zwischen 2005 und 2014 stabilisiert sich die Gesamtzahl durch Neugründungen infolge der anhaltenden Wohnungsnot.
- Ein aktuelles Firmenverzeichnis der Wohnungsbaugenossenschaften ist für B2B-Vertrieb, Marktforschung und Direktakquise in der Wohnungswirtschaft unverzichtbar.
- Die meisten Genossenschaften fallen in die Größenklassen Kleinunternehmen (781) oder Kleinstunternehmen (627); 167 Unternehmen gelten als Großunternehmen.
- Alle Wohnungsbaugenossenschaften sind als eingetragene Genossenschaft (eG) organisiert und unterliegen dem Genossenschaftsgesetz (GenG) mit gesetzlicher Pflichtprüfung.
Was sind Wohnungsbaugenossenschaften?
Wohnungsbaugenossenschaften sind eingetragene Genossenschaften (eG) gemäß Genossenschaftsgesetz (GenG) und gehören zur Wohnungswirtschaft. Als juristische Personen privaten Rechts versorgen sie ihre Mitglieder dauerhaft mit bezahlbarem Wohnraum. Sie erwerben Grundstücke, errichten neue Wohngebäude und modernisieren bestehende Wohnanlagen. Das Konzept überzeugt durch soziale Stabilität.
Anders als gewinnorientierte Wohnungsunternehmen streben Genossenschaften keinen Überschuss an. Jedes Mitglied erwirbt Genossenschaftsanteile und erhält dafür ein dauerhaftes Wohnrecht. Eigenbedarfskündigungen sind weitgehend ausgeschlossen. Die demokratische Mitgliederorganisation stellt sicher, dass Entscheidungen im Interesse der Gemeinschaft fallen, nicht im Interesse externer Kapitalgeber.
Im alltäglichen Sprachgebrauch kursieren zahlreiche Synonyme. Baugenossenschaft, Wohnbaugenossenschaft, Wohnungsgenossenschaft, Siedlungsgenossenschaft, Wohnungsverein und Bauverein werden oft gleichbedeutend verwendet. Das Branchenbuch der Wohnungswirtschaft fasst all diese Rechtsformen unter dem Begriff genossenschaftliches Wohnen zusammen. Die erste dokumentierte deutsche Baugenossenschaft entstand 1862 auf der Hamburger Elbinsel Steinwerder. Viele der heute aktiven Unternehmen blicken auf über hundert Jahre Geschichte zurück. Jede Genossenschaft ist Pflichtmitglied in einem der über 39 bundesweiten Prüfungsverbände. Die UNESCO anerkannte die Genossenschaftsidee im November 2016 als immaterielles Kulturerbe.
Wie viele Wohnungsbaugenossenschaften gibt es in Deutschland?
Die Gesamtzahl hängt von der verwendeten Datenquelle ab. Tagesaktuelle Firmendatenbanken erfassen 1.779 aktive Genossenschaften; branchennahe Portale geben die Zahl mit über 2.000 an. Beide Angaben sind plausibel, da unterschiedliche Erfassungskriterien und Datenpflegeprozesse die Ergebnisse beeinflussen. Kleinere oder wenig aktive Einheiten erscheinen nicht in allen Quellen.
| Kennzahl | Wert (Stand 2026) |
|---|---|
| Genossenschaften gesamt (tagesaktuelle Datenbank) | 1.779 |
| Genossenschaften gesamt (Branchenportal) | über 2.000 |
| Historischer Bestand 2005 | 1.968 |
| Historischer Bestand 2014 | 1.829 |
| Historischer Bestand 2017 | 1.840 |
| Beschäftigte bundesweit | fast 24.000 |
| Genossenschaftswohnungen im Bestand | ca. 2,2 Millionen |
Der Rückgang von 1.968 (2005) auf 1.829 (2014) erklärt sich durch Fusionen kleinerer Einheiten. Seit 2017 kehrt sich die Entwicklung um. Neugründungen reagieren auf die anhaltende Wohnungsnot in Ballungsräumen, sodass die Marke von 2.000 Genossenschaften wieder erreicht scheint. Der Trend hält an.
Regionale Verteilung: Wohnungsbaugenossenschaften nach Bundesland
Die regionale Verteilung spiegelt sowohl Bevölkerungsdichte als auch historisch gewachsene Strukturen wider. Bevölkerungsreiche Flächenländer dominieren die Rangliste. Auch ostdeutsche Bundesländer weisen eine vergleichsweise hohe Dichte auf, die auf die genossenschaftliche Wohntradition der Nachkriegszeit zurückgeht.
| Bundesland | Unternehmen | Anteil |
|---|---|---|
| Bayern | 35 | 14,2 % |
| Nordrhein-Westfalen | 32 | 13,0 % |
| Brandenburg | 31 | 12,6 % |
| Baden-Württemberg | 30 | 12,2 % |
| Niedersachsen | 19 | 7,7 % |
| Sachsen | 18 | 7,3 % |
| Sachsen-Anhalt | 17 | 6,9 % |
| Thüringen | 16 | 6,5 % |
| Berlin | 14 | 5,7 % |
| Hessen | 9 | 3,7 % |
| Hamburg | 7 | 2,8 % |
| Schleswig-Holstein | 7 | 2,8 % |
| Rheinland-Pfalz | 6 | 2,4 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 5 | 2,0 % |
Bayern führt mit 35 Genossenschaften deutlich vor Nordrhein-Westfalen (32). Im Ruhrgebiet, mit Städten wie Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen, ist die Dichte besonders hoch. Sachsen belegt mit 18 Einträgen den dritten Rang. Die starke genossenschaftliche Tradition in ostdeutschen Ländern wie Brandenburg (31), Thüringen (16) und Sachsen-Anhalt (17) hat historische Wurzeln. Sie geht auf den strukturierten Aufbau genossenschaftlichen Wohnens in der DDR-Zeit und die Sanierungswellen der Nachwendejahre zurück.
Marktentwicklung und Trends
Die Wohnungsnot in deutschen Großstädten zählt zu den wichtigsten Triebkräften hinter dem Wachstum neuer Genossenschaftsgründungen. Bezahlbares Wohnen hat sich als politisches Schwerpunktthema etabliert. Wohnungsbaugenossenschaften gelten als bewährtes Instrument, weil sie Mietpreisspiralen langfristig dämpfen und soziale Stabilität im Wohnquartier fördern. Die Branche zeigt sich resilient.
Digitalisierung verändert die Wohnungswirtschaft auf mehreren Ebenen. Software für Immobilienverwaltung, Mitgliederkommunikation und Sanierungsplanung modernisiert interne Prozesse. Viele Genossenschaften investieren in energetische Bestandsmodernisierungen, um verschärften regulatorischen Anforderungen zu entsprechen. Die Investitionsvolumina sind erheblich.
Auf Verbandsebene gewinnt eine bedeutende Brancheninitiative zunehmend an Gewicht. Der Verbund vereint über 400 Genossenschaften, repräsentiert mehr als 800.000 Wohnungen und eine Million Mitglieder. Für B2B-Anbieter mit Baugenossenschaften als Zielgruppe ist das relevant. Kaufentscheidungen fallen auf Vorstandsebene, und professionelle Adressdaten mit Entscheiderkontakten bilden die Grundlage jeder zielgenauen Akquise.
Welche Arten von Wohnungsbaugenossenschaften gibt es?
Das Genossenschaftsgesetz (GenG) bildet den rechtlichen Rahmen für alle genossenschaftlichen Wohnformen. Innerhalb dieses Rahmens haben sich verschiedene Subtypen entwickelt. Sie unterscheiden sich nach Mitgliedergruppen, geografischer Ausrichtung und historischem Entstehungskontext.
Die Wohnungsbaugenossenschaft im engeren Sinne sowie die gleichbedeutende Baugenossenschaft sind die verbreitetsten Formen. Sie richten sich an alle Bevölkerungsgruppen und verwalten Wohnungsbestände in Städten und Gemeinden jeder Größenordnung. Beide Bezeichnungen werden in Branchenverzeichnissen regelmäßig synonym geführt.
Der Spar- und Bauverein verbindet genossenschaftliches Sparen mit Wohnraumerwerb. Diese Tradition reicht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Bekannte Beispiele finden sich in Dortmund und Mannheim. Der Bauverein ohne Sparkomponente konzentriert sich ausschließlich auf Errichtung und Verwaltung von Wohnraum.
Siedlungsgenossenschaften entstanden vor allem in der Nachkriegszeit für die Entwicklung ganzer Stadtquartiere. Heute verwalten sie überwiegend umfangreiche Bestände in gewachsenen Wohnsiedlungen. Wohnungsvereine und Wohnungsgenossenschaften sind terminologische Varianten, die sich regional unterschiedlich durchgesetzt haben.
Berufsständische Subtypen mit langer Tradition ergänzen das Spektrum: Beamtenwohnungsvereine, Eisenbahnbauvereine, Schiffszimmerergenossenschaften und Buchdrucker-Baugenossenschaften entstanden, um spezifische Berufsgruppen mit Wohnraum zu versorgen. Viele dieser historischen Organisationen sind bis heute aktiv. Nach Unternehmensgröße verteilt sich der Sektor in 781 Kleinunternehmen, 627 Kleinstunternehmen, 192 Mittelständler und 167 Großunternehmen.
Für wen ist eine Liste von Wohnungsbaugenossenschaften relevant?
Eine strukturierte Adressliste der Baugenossenschaften in Deutschland ist für zahlreiche Branchen ein zentrales Arbeitsmittel. Wohnungsbaugenossenschaften vergeben regelmäßig Aufträge in den Bereichen Bau, Sanierung, Facility-Management und Verwaltung. Sie sind als Auftraggeber wirtschaftlich bedeutsam.
Handwerksbetriebe und Bauunternehmen gehören zu den wichtigsten Nutzergruppen. Instandhaltung, Modernisierung und Neubau gehören zum laufenden Geschäft jeder Genossenschaft. Eine aktuelle Firmenliste mit Angaben zur Geschäftsführung ermöglicht gezielte Telefonakquise und Post-Mailing. Winterdienste und Facility-Management-Anbieter profitieren ebenso von vollständigen, tagesaktuellen Adressdaten.
Software-Anbieter für Immobilienverwaltung und Digitalisierung finden in Wohnungsbaugenossenschaften eine klar definierte Zielgruppe, die aktiv modernisiert. Energiedienstleister und Sanierungspartner treffen auf eine Branche, die gesetzlich zur Bestandserneuerung verpflichtet ist. Versicherungen adressieren Genossenschaften als Großkunden mit komplexen Risikoprofilen.
Marktforschungsteams, die einen fundierten Branchenreport zur Wohnungswirtschaft erstellen, gewinnen aus einer Unternehmensdatenbank valide Marktdaten. Bilanzsummen, Mitarbeiterzahlen und Unternehmensgrößenklassen ermöglichen differenzierte Segmentierungen. Finanzierungsanbieter und Banken nutzen solche Firmendatenbanken, um den Genossenschaftsmarkt systematisch zu erschließen. CRM-Import und E-Mail-Marketing zählen zu den gängigen Einsatzszenarien. Die Nutzung von B2B-Adressdaten unterliegt DSGVO und UWG. B2B-Kaltakquise ist grundsätzlich zulässig, sofern Sie die geltenden Datenschutz- und Wettbewerbsregeln einhalten.
Datenverfügbarkeit: Wohnungsbaugenossenschaften
Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Wohnungsbaugenossenschaften in Deutschland.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.
Stellen Sie Ihre Wohnungsbaugenossenschaften-Liste jetzt individuell zusammen
Datenfelder auswählenDatenabdeckung
Anteil der Einträge (246) mit dem jeweiligen Datenfeld.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Wohnungsgenossenschaften gibt es in Deutschland?
Welche Genossenschaften gibt es in Deutschland?
Wo gibt es die meisten Wohnungsbaugenossenschaften in Deutschland?
Welche Arten von Wohnungsbaugenossenschaften gibt es?
Welche Daten sind über Wohnungsbaugenossenschaften verfügbar?
Warum ist ein Branchenverzeichnis der Baugenossenschaften für den B2B-Vertrieb wichtig?
Erstellen Sie jetzt Ihre individuelle Branchenliste
Individuelle Liste erstellenVerwandte Branchen
Entdecken Sie weitere Firmenlisten aus verwandten Branchen.
Erst zählen, dann kaufen.
Zählen Sie Ihre Zielgruppe kostenlos und sehen Sie Beispieldatensätze, bevor Sie kaufen.