Fischgeschäfte Firmenliste Deutschland
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Von branchenlisten.de
Aktualisiert am
Das Wichtigste in Kürze
- Deutschland zählt zwischen 561 und 746 Fischgeschäfte, je nach Datenquelle und Erhebungsmethodik (Stand 2026).
- Der Fischeinzelhandel steht unter wachsendem Wettbewerbsdruck durch Supermarktfischtheken und Online-Fischhändler, entwickelt sich jedoch mit Spezialisierungen weiter.
- führt mit Betrieben die regionale Rangliste an, gefolgt von () und ().
- Küstenländer wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen weisen gemessen an der Einwohnerzahl eine überdurchschnittliche Dichte an Fischhändlern auf.
- Firmenlisten aus dem Branchenverzeichnis Fischhandel sind besonders wertvoll für B2B-Vertrieb, Direktmarketing und Marktanalysen.
- Der Großteil der Betriebe sind Kleingewerbetreibende (245) und Kleinstunternehmen (192); nur 7 Betriebe zählen zum Mittelstand, 2 zu den Großunternehmen.
- Nachhaltigkeitszertifizierungen (MSC, ASC) haben sich als Branchenstandard etabliert und prägen zunehmend das Kaufverhalten.
Was sind Fischgeschäfte?
Fischgeschäfte sind Einzelhandelsgeschäfte, die Fisch und Meeresfrüchte für den Endverbrauch anbieten. Sie fallen unter den Wirtschaftszweig WZ 47.23 und gehören zum Lebensmitteleinzelhandel. Das Sortiment umfasst frischen Fisch wie Lachs, Forelle, Barsch, Zander, Hecht und Dorsch. Dazu kommen Räucherfisch, Tiefkühlprodukte, marinierter Hering und Matjes, Meeresfrüchte, Kaviar sowie Fischkonserven. Viele Betriebe verarbeiten ihre Waren zu fertigen Speisen oder betreiben einen eigenen Imbissstand.
Im deutschen Sprachgebrauch sind mehrere Begriffe für diesen Geschäftstyp üblich: Fischladen, Fischmarkt, Fischtheke und Fischhändler. Diese Bezeichnungen beschreiben dasselbe Geschäftsmodell, unterscheiden sich aber im Vertriebsformat. Während Fischfachgeschäfte stationär betrieben werden, treten Fischmärkte auch als Wochenmarktstände oder mobile Konzepte auf. Größere Betriebe mit breitem Sortiment und mehreren Abteilungen gelten als Vollsortiment-Fischspezialisten.
Die Kundenstruktur reicht von Privatkunden bis zu Gastronomiebetrieben, Kantinen und Caterern. Manche Betriebe unterhalten eigene Fischzuchten oder bieten Lieferservices an. Dieser direkte Bezug zu Frische und Regionalität hebt den spezialisierten Fischeinzelhandel vom anonymen Supermarktregal ab. Er schafft eine treue Stammkundschaft.
Wie viele Fischgeschäfte gibt es in Deutschland?
Die Gesamtzahl der Fischgeschäfte in Deutschland liegt je nach Erhebungsquelle zwischen 561 und 746 Betrieben (Stand Januar 2026). Diese Spannbreite ergibt sich aus unterschiedlichen Abgrenzungskriterien. Enger gefasste Definitionen erfassen nur reine Fischfachhändler. Breitere Definitionen schließen Lebensmittelhändler mit Fischsortiment und Meeresfrüchte-Spezialgeschäfte ein. Beide Zahlen belegen, dass der Fischeinzelhandel eine überschaubare, aber wirtschaftlich relevante Branche ist.
| Unternehmensgrößenklasse | Anzahl Betriebe (Stand 2026) |
|---|---|
| Kleingewerbe / Freiberuf | 245 |
| Kleinstunternehmen | 192 |
| Kleinunternehmen | 115 |
| Mittelstand | 7 |
| Großunternehmen | 2 |
Die Branchenstruktur ist kleinteilig geprägt. Rund 97 Prozent aller Betriebe fallen in die drei unteren Größenklassen. Nur neun Firmen zählen zum Mittelstand oder darüber. Das spiegelt den inhabergeführten Charakter dieser Branche wider. Deutsche See GmbH mit rund 1.700 Mitarbeitern und 23 Niederlassungen bildet einen starken Kontrast zur Masse der Kleinbetriebe, die das Bild des deutschen Fischhandels prägen.
Regionale Verteilung: Fischgeschäfte nach Bundesland
Die geographische Streuung der Fischgeschäfte folgt zwei Logiken: Bevölkerungsdichte und Küstennähe. Das erklärt, warum bevölkerungsreiche Flächenländer absolute Spitzenwerte erreichen, während Küstenländer bei der Pro-Kopf-Dichte überdurchschnittlich abschneiden.
| Bundesland | Unternehmen | Anteil |
|---|---|---|
| Bayern | 261 | 16,1 % |
| Niedersachsen | 239 | 14,7 % |
| Nordrhein-Westfalen | 227 | 14,0 % |
| Schleswig-Holstein | 140 | 8,6 % |
| Baden-Württemberg | 125 | 7,7 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 116 | 7,1 % |
| Hessen | 101 | 6,2 % |
| Hamburg | 84 | 5,2 % |
| Sachsen | 79 | 4,9 % |
| Brandenburg | 66 | 4,1 % |
| Rheinland-Pfalz | 49 | 3,0 % |
| Bremen | 42 | 2,6 % |
| Thüringen | 32 | 2,0 % |
| Sachsen-Anhalt | 28 | 1,7 % |
| Berlin | 27 | 1,7 % |
| Saarland | 9 | 0,6 % |
Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen führen allein durch ihre Einwohnerzahl. Besonders auffällig ist das Bild der Küstenländer: Schleswig-Holstein (42 Betriebe), Hamburg (29), Mecklenburg-Vorpommern (22) und Bremen (21) weisen trotz geringer Einwohnerzahl einen hohen Bestand auf. Schleswig-Holstein übertrifft mit Betrieben bevölkerungsreichere Länder wie Hessen () oder Berlin (). Küstenregionen profitieren von Fischereistandorten, kürzeren Lieferketten und einer historisch gewachsenen Fischkultur.
Marktentwicklung und Trends
Der Fischeinzelhandel befindet sich in einem strukturellen Wandel. Supermarktfischtheken und Discounter haben seit Jahren Marktanteile vom spezialisierten Fachhandel übernommen, weil sie Frequenz und Preis kombinieren. Dennoch behaupten sich viele Fischläden durch Spezialisierung, persönliche Beratung und Sortimentstiefe, die kein Vollsortimenter bieten kann. Traditionsbetriebe wie F.L. Bodes Fischfachhandel aus Bremen (seit ) oder Fiedlers Fischmarkt aus Bremerhaven zeigen, dass Qualitätspositionierung langfristig trägt.
Die Digitalisierung eröffnet dem Fischhandel neue Vertriebswege. Online-Fischhändler mit bundesweitem Versand haben sich als eigenständige Subkategorie etabliert. Betriebe wie Fiedlers Fischmarkt und Bodes betreiben eigene Online-Shops. Der stationäre Fachhandel ergänzt sein Geschäft zunehmend mit Lieferservices, wie etwa Fischmanufaktur Usbek in Schleswig-Holstein mit eigenen Kühlfahrzeugen.
Nachhaltigkeit ist zum zentralen Wettbewerbsfaktor geworden. MSC-Zertifizierung (Marine Stewardship Council) für Wildfisch und ASC-Zertifizierung (Aquaculture Stewardship Council) für Zuchtfisch gelten als Branchenstandard. Zudem verschärfen die EU-Lebensmittelhygieneverordnung (EU-VO 853/2004) und die Fischkennzeichnungspflicht (Herkunft, Fangmethode, Fanggebiet) die betrieblichen Anforderungen. Der Druck auf kleine Betriebe wächst.
Welche Arten von Fischgeschäften gibt es?
Das Spektrum des deutschen Fischeinzelhandels ist breiter, als der Begriff vermuten lässt. Sechs wesentliche Subtypen prägen die Branche.
Stationäre Fischgeschäfte bilden den klassischen Kern: Fischfachhändler mit Ladenlokal, meist inhabergeführt, mit täglichem Frischwareneinkauf. Typisch für diese Betriebe sind direkte Kundenberatung und ein regional geprägtes Sortiment.
Geschäfte für Meeresfrüchte haben sich auf Garnelen, Hummer, Muscheln, Tintenfische und verwandte Produkte spezialisiert. Sie bedienen vor allem die Gastronomie und gehobene Privatkunden. YIN Seafood GmbH, Deutschlands größter Thunfisch-Importeur, steht exemplarisch für diese Nische.
Lebensmittelhändler mit Fischsortiment zählen als Fischgeschäfte, wenn Fisch ein wesentlicher Sortimentsbestandteil ist. Sie verbinden Frischfisch mit einem breiteren Lebensmittelangebot und richten sich an Laufkundschaft.
Online-Fischhändler versenden Frischfisch, Räucherwaren und Fischspezialitäten bundesweit mit Kühlung. Dieses Segment wächst. Es erreicht Kunden, die keinen stationären Fischladen in der Nähe haben.
Fischmanufakturen verbinden Produktion und Handel: Sie räuchern, marinieren oder verarbeiten den Fisch selbst und verkaufen direkt. Betriebe wie Seefisch-Feinkost räuchern frische Forelle im eigenen Räucherfahrzeug auf Wochenmärkten.
Räucherfisch-Spezialisten konzentrieren sich auf geräucherte Produkte und Fischdelikatessen. Sie sind häufig an Fischwirtschaftsstandorten wie Bremerhaven angesiedelt und beliefern neben Endkunden auch den Fachhandel.
Für wen ist eine Liste von Fischgeschäften relevant?
Ein aktuelles Branchenbuch der Fischgeschäfte in Deutschland entfaltet seinen größten Nutzen für Unternehmen, die diese Betriebe als Zielgruppe adressieren. Der Anwendungsbereich ist vielfältiger, als es auf den ersten Blick erscheint.
Anbieter von Kühlsystemen und Kältetechnik gehören zu den naheliegendsten Nutzern einer solchen Adressliste. Jeder Fischladen benötigt professionelle Kühl- und Frischeinfrastruktur und stellt damit eine konkrete Absatzgruppe für technische Zulieferer dar. Ähnliches gilt für Verpackungsunternehmen, die Frischeversiegelungen oder umweltfreundliche Fischerverpackungen vermarkten.
Meeresfrüchte-Großhändler und Fischzulieferer (Gewürze, Zutaten, Marinaden) nutzen strukturierte Firmendaten, um systematisch neue Abnehmer zu akquirieren. Eine vorbereitete Unternehmensdatenbank ermöglicht den direkten Einstieg in Telefonvertrieb oder Direktmailing-Kampagnen. Antwortquoten bei Postmailings liegen branchentypisch zwischen 0,5 und 3 Prozent; gut segmentierte Telefonkampagnen erzielen höhere Konversionsraten.
Kommunikations- und Webagenturen finden in einem strukturierten Firmenverzeichnis einen effizienten Ausgangspunkt zur Erschließung von Fachhandelsunternehmen. Marktforschungsunternehmen nutzen die Branchenkennzahlen für Umfragen, Strukturanalysen und Branchenreporte. Die verfügbaren Datenpunkte gehen weit über bloße Kontaktdaten hinaus. Firmenname, Postadresse, Telefon, E-Mail, Geschäftsführung, Unternehmensgrößenklasse, Bilanzsumme und Gemeindekaufkraft lassen sich für präzise Zielgruppenselektionen kombinieren.
Datenverfügbarkeit: Fischgeschäfte
Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Fischgeschäfte in Deutschland.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele Fischgeschäfte gibt es in Deutschland?
Wo gibt es die meisten Fischgeschäfte in Deutschland?
Welche Arten von Fischgeschäften gibt es?
Welche Daten sind über Fischgeschäfte in einer Firmenliste verfügbar?
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten beim Kauf einer Fischgeschäfte-Adressliste?
Wie unterscheiden sich Fischgeschäfte im Küstenraum von Binnenbetrieben?
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