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Von branchenlisten.de
Aktualisiert am
Das Wichtigste in Kürze
- In Deutschland sind insgesamt 56.641 Vermittler aktiv (Stand 2026). Die Branche zählt damit zu den bedeutenden Segmenten der deutschen Dienstleistungswirtschaft.
- Nordrhein-Westfalen führt die regionale Verteilung mit 11.983 Unternehmen an, gefolgt von Bayern mit 11.025 und Baden-Württemberg mit 7.310 Vermittlern.
- Mit 24.353 Versicherungsvermittlern und 14.094 Versicherungsmaklern dominiert das Versicherungssegment die Branchenstruktur zahlenmäßig.
- 31.523 Kleinstunternehmen stehen lediglich 144 Großunternehmen gegenüber. Der Sektor ist kleinstständisch geprägt.
- Gewerberechtliche Erlaubnisse nach §§ 34c bis 34i GewO sind je nach Tätigkeitsfeld verpflichtend und im öffentlich einsehbaren Vermittlerregister hinterlegt.
- Steigende Regulierungsanforderungen und die Digitalisierung durch InsurTech-Plattformen verändern die Wettbewerbslandschaft und beschleunigen die Marktkonsolidierung.
- Eine professionelle Vermittler-Adressliste mit bis zu 15 Datenfeldern ermöglicht zielgenaues B2B-Direktmarketing und effiziente Neukundengewinnung.
Was sind Vermittler?
Vermittler suchen für ihre Auftraggeber geeignete Geschäftspartner und stellen den Kontakt zwischen ihnen her. Das Ziel ist der Abschluss eines Vertrags. Je nach Auftraggeberseite können sie im Interesse eines Leistungsanbieters oder auf der Nachfrageseite tätig werden. Für ihre Leistung erhalten sie eine erfolgsabhängige Provision oder ein festes Honorar.
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist die Weisungsgebundenheit. Weisungsgebundene Vertreter, etwa Ausschließlichkeitsvertreter oder Mehrfachagenten, handeln im Auftrag eines oder mehrerer Anbieter. Unabhängige Makler vertreten rechtlich die Interessen ihrer Kunden und wählen ihnen geeignete Produkte aus. Diese Unterscheidung ist nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern auch gesetzlich relevant. Die Gewerbeordnung regelt in §§ 34c, 34d, 34e, 34f, 34h und 34i die Erlaubnistatbestände für verschiedene Vermittlertypen. Ein weiteres Strukturierungsmerkmal ist das Vergütungsmodell. Vermittler sind entweder auf Provisions- oder auf Honorarbasis tätig.
Das Branchenverzeichnis der Vermittler in Deutschland umfasst ein breites Spektrum. Als Unterbranche der Dienstleistungsunternehmen zählen dazu Makler, Broker, Finanzberater, Personalberater, Handelsvertreter und Vermittlungsunternehmen aller Art. Gebräuchliche Synonyme sind Intermediär oder Agent. Wer im B2B-Bereich gezielt Kontakt zu dieser Zielgruppe aufbauen möchte, findet in einem aktuellen Firmenverzeichnis eine belastbare Datenbasis.
Wie viele Vermittler gibt es in Deutschland?
Das deutsche Branchenverzeichnis der Vermittler umfasst insgesamt 56.641 Einträge (Stand 2026). Diese Marktdaten schließen sowohl freiberufliche Einzelvermittler als auch spezialisierte Vermittlungsunternehmen ein. Zur Jahresmitte 2025 zählte das Vermittlerregister zusätzlich 179.923 Finanz- und Versicherungsvermittler mit gültiger behördlicher Erlaubnis. Das entspricht einem Rückgang von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang signalisiert eine fortschreitende Marktbereinigung.
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung nach Teilbranchen (Stand 2026):
| Teilbranche | Anzahl |
|---|---|
| Versicherungsvermittler | 24.353 |
| Versicherungsmakler | 14.094 |
| Finanzmakler | 5.009 |
| Vermittler für Mobilfunkverträge | 1.308 |
| Strom- und Gasvermittler | 256 |
| Personalvermittlungen | mehr als 2.000 |
Bei der Unternehmensgrößenverteilung zeigt sich ein eindeutiges Bild. Mit 31.523 Kleinstunternehmen und 11.772 Freiberuflern bilden Einzelpersonen und kleine Büros den weitaus größten Teil der Firmendatenbank. Nur 607 Betriebe zählen zum Mittelstand, lediglich 144 gelten als Großunternehmen. Dennoch prägen große Netzwerke das Bild des Sektors. Die DVAG zählt rund 18.000 Berater, Swiss Life Select knapp 6.000.
Regionale Verteilung: Vermittler nach Bundesland
Die geografische Streuung der Vermittler in Deutschland folgt den wirtschaftlichen Schwerpunkten des Landes. Bevölkerungsreiche Bundesländer mit dichten Unternehmenslandschaften weisen mehr Einträge im Branchenbuch auf. Die Adressdaten zeigen eine ausgeprägte Konzentration in den westlichen und südlichen Bundesländern. Ostdeutsche Flächenländer weisen deutlich weniger Einträge auf.
| Bundesland | Anzahl Vermittler (Stand 2026) |
|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 11.983 |
| Bayern | 11.025 |
| Baden-Württemberg | 7.310 |
| Hessen | 4.665 |
| Niedersachsen | 4.454 |
| Berlin | 3.977 |
| Hamburg | 2.452 |
| Sachsen | 2.289 |
| Rheinland-Pfalz | 2.133 |
| Schleswig-Holstein | 1.699 |
| Brandenburg | 1.366 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 723 |
| Thüringen | 702 |
| Sachsen-Anhalt | 645 |
| Bremen | 637 |
| Saarland | 581 |
Nordrhein-Westfalen führt die Rangliste mit Abstand an. Als bevölkerungsreichstes Bundesland beherbergt NRW dichte Wirtschaftszentren in Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet. Diese bilden starke Cluster für Finanz-, Versicherungs- und Personalvermittler. Bayern profitiert vom Wirtschaftsstandort München, der besonders Finanz- und Versicherungsvermittler anzieht und 11.025 Einträge in der Unternehmensdatenbank erklärt. Berlin und Hamburg überraschen mit überproportional vielen Einträgen, gemessen an ihrer Bevölkerungszahl. Sachsen ist mit 2.289 Einträgen das stärkste ostdeutsche Bundesland. Das Saarland bildet mit 581 Vermittlern das Schlusslicht.
Marktentwicklung und aktuelle Trends der Vermittlerbranche
Der Vermittlermarkt steht vor einem strukturellen Wandel. Die Digitalisierung durch InsurTech-Plattformen und Online-Vergleichsportale verändert den Vertriebskanal-Mix grundlegend. Klassisch arbeitende Präsenzvermittler geraten unter Druck. Technikaffine Vermittler, die digitale Werkzeuge in ihre Kundengewinnung integrieren, profitieren von den neuen Möglichkeiten der Online-Vermittlung.
Die regulatorische Intensität nimmt weiter zu. Die IDD-Weiterbildungspflicht verlangt von Versicherungsvermittlern jährliche Fortbildungsnachweise. Verschärfte Anforderungen nach §34f für Finanzanlagenvermittler erhöhen den Compliance-Aufwand spürbar. Dieser Trend beschleunigt die Marktbereinigung. Weniger professionell aufgestellte Einzelvermittler scheiden aus dem Markt aus, während gut positionierte Netzwerke und Verbünde wachsen. Der Rückgang der registrierten Vermittler um 1,7 Prozent im Jahresvergleich belegt diese Entwicklung.
Zwei gegenläufige Bewegungen prägen die mittelfristige Perspektive. Honorarberatung gewinnt als Alternative zur provisionsbasierten Tätigkeit an Bedeutung, besonders bei Versicherungsberatern nach §34e und Honorar-Finanzanlagenberatern nach §34h GewO. Der klassische Außendienst leidet unter Nachwuchsmangel und einem steigenden Altersdurchschnitt. Der Markt konsolidiert sich.
Welche Arten von Vermittlern gibt es in Deutschland?
Die Vermittlerbranche gliedert sich in zahlreiche Spezialisierungen. Sie unterscheiden sich nach Produktkategorie, Weisungsgebundenheit und Vergütungsmodell.
Versicherungsvermittler nach §34d GewO bilden mit 24.353 Unternehmen die größte Gruppe. Versicherungsvertreter handeln weisungsgebunden für einen oder mehrere Versicherer. Versicherungsmakler handeln unabhängig im Auftrag des Kunden und stellen 14.094 Einträge im Firmenverzeichnis. Versicherungsberater nach §34e GewO arbeiten ausschließlich gegen Honorar. Sie nehmen keine Provisionen von Versicherern an.
Im Finanzbereich verzeichnet die Firmendatenbank 5.009 Finanzanlagenvermittler nach §34f GewO. Sie vermitteln Investmentfonds, geschlossene Beteiligungen und Vermögensanlagen. Honorar-Finanzanlagenberater nach §34h GewO beraten vollständig provisionsunabhängig und unterliegen besonderen Transparenzanforderungen. Immobiliardarlehensvermittler nach §34i GewO vermitteln Baukredite und Immobilienfinanzierungen. Anbieter wie Interhyp oder Dr. Klein stehen stellvertretend für dieses Segment.
Immobilienvermittler nach §34c GewO vermitteln Kauf und Vermietung von Immobilien. Personalvermittler bringen Arbeitgeber und Fachkräfte zusammen. Für die direkte Personalvermittlung besteht keine gesonderte Erlaubnispflicht nach der GewO. Unternehmensmakler und M&A-Berater begleiten Transaktionen im Mittelstand. Die Branchenübersicht listet knapp 400 solcher Berater. Strom- und Gasvermittler (256) sowie Mobilfunkvermittler (1.308) ergänzen die Adressliste als jüngere Kategorien.
Für wen ist eine Liste von Vermittlern relevant?
Eine professionelle Übersicht der Vermittler in Deutschland bietet verschiedenen Zielgruppen konkreten Mehrwert. Der Anwendungsbereich reicht von Vertrieb und Marketing bis hin zu Marktforschung und strategischer Unternehmensplanung.
SaaS-Unternehmen entwickeln Softwarelösungen für Vermittlungsbüros, etwa für Kundenmanagement, Rechnungsstellung oder Compliance-Dokumentation. Sie nutzen eine Firmenliste, um ihre Zielgruppe systematisch und kosteneffizient anzusprechen. Berufsbildungsinstitute und Schulungsanbieter vermarkten IDD-Pflichtweiterbildungen und Sachkundeseminare über eine strukturierte Kontaktliste. Produktanbieter wie Versicherungsgesellschaften oder Fondsgesellschaften suchen über eine Adressliste aktiv nach neuen Vertriebspartnern und Kooperationspartnern.
Werbeagenturen und Designstudios nutzen Vermittler-Firmenadressen für Telefonmarketing-Kampagnen oder Direktmailings. Marktforschungsinstitute setzen Adressdaten für Branchenumfragen und aktuelle Branchenreporte ein. Investoren und M&A-Berater identifizieren über eine strukturierte Branchenübersicht potenzielle Akquisitionsziele. Eine professionelle Vermittler-Adressliste enthält bis zu 15 Datenfelder, darunter Postadresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geschäftsführung und Finanzkennzahlen. Das ermöglicht eine präzise Selektion nach Größe, Standort oder Spezialisierung. Beim gewerblichen Einsatz der Adressdaten beachten Sie die Vorgaben der DSGVO und des UWG, vor allem bei der Kaltakquise.
Mit 56.641 aktiven Betrieben bilden Vermittler ein vielfältiges und stark reguliertes Segment der deutschen Dienstleistungswirtschaft. Die regionale Konzentration in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg spiegelt die wirtschaftlichen Schwerpunkte des Landes wider. Digitalisierung und steigender Regulierungsdruck beschleunigen die Konsolidierung. Eine aktuelle Liste Vermittler Deutschland bildet die Grundlage für gezieltes B2B-Marketing und fundierte Marktanalysen in diesem regulierten Wirtschaftszweig.
Häufig gestellte Fragen zu Vermittlern in Deutschland
Wie viele Vermittler gibt es in Deutschland?
In Deutschland sind insgesamt 56.641 Vermittler aktiv (Stand 2026). Die größte Teilbranche bilden Versicherungsvermittler mit 24.353 Unternehmen, gefolgt von Versicherungsmaklern mit 14.094. Zur Jahresmitte 2025 zählte das Vermittlerregister zusätzlich 179.923 Finanz- und Versicherungsvermittler mit gültiger Zulassung. Das entspricht einem Rückgang von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Branche bereinigt sich schrittweise.
Welches Bundesland hat die meisten Vermittler?
Nordrhein-Westfalen führt mit 11.983 Vermittlern die regionale Verteilung an. Bayern folgt mit 11.025, Baden-Württemberg mit 7.310 Einträgen. Diese drei Bundesländer vereinen mehr als die Hälfte aller in Deutschland erfassten Vermittler. Die wirtschaftliche Dichte der Metropolregionen Köln, Düsseldorf, München und Stuttgart erklärt die starke Konzentration im Westen und Süden des Landes.
Was ist der Unterschied zwischen einem Makler und einem Vermittler?
Vermittler ist der übergeordnete Begriff für alle, die Vertragsabschlüsse zwischen Parteien herbeiführen. Ein Makler ist eine spezifische Form des Vermittlers. Er handelt rechtlich im Auftrag des Kunden und unabhängig von Anbietervorgaben. Versicherungsvertreter und Ausschließlichkeitsvertreter hingegen sind weisungsgebunden und vertreten die Interessen eines oder mehrerer Versicherer. Eigenhaftung und rechtlicher Status unterscheiden sich dadurch erheblich.
Was ist das Vermittlerregister?
Das Vermittlerregister ist ein öffentliches Online-Register für zugelassene Versicherungsvermittler, Versicherungsberater, Finanzanlagenvermittler, Honorar-Finanzanlagenberater und Immobiliardarlehensvermittler. Vermittler müssen sich nach Erlaubniserteilung durch die zuständige Behörde verpflichtend eintragen. Die dort hinterlegten Daten dürfen Sie nicht zu Werbezwecken nutzen.
Brauchen Vermittler in Deutschland eine behördliche Erlaubnis?
Ja, für die meisten Vermittlertätigkeiten ist eine behördliche Erlaubnis nach der Gewerbeordnung erforderlich. Versicherungsvermittler benötigen eine Erlaubnis nach §34d GewO, Finanzanlagenvermittler nach §34f, Honorar-Finanzanlagenberater nach §34h und Immobiliardarlehensvermittler nach §34i. Voraussetzungen sind Sachkundennachweis, persönliche Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse und eine Berufshaftpflichtversicherung in der gesetzlich vorgeschriebenen Mindesthöhe.
Wofür kann man eine Liste der Vermittler in Deutschland nutzen?
Eine aktuelle Liste Vermittler Deutschland eignet sich für B2B-Direktmarketing per Post, Telefon oder E-Mail sowie für Marktanalysen und die systematische Partnerrecherche. Softwareanbieter, Schulungsunternehmen, Produktanbieter und Marktforschungsinstitute nutzen solche Firmenlisten zur gezielten Neukundengewinnung. Beim gewerblichen Einsatz der Adressdaten beachten Sie die Vorgaben der DSGVO und des UWG, insbesondere bei der Kaltakquise.
Datenverfügbarkeit: vermittler
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