schiffsmakler Firmenliste Deutschland
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Von branchenlisten.de
Aktualisiert am
Das Wichtigste in Kürze
- Deutschland zählt 294 aktive Schiffsmakler (Stand 04.01.2026). Ältere Erhebungen verzeichneten 432 Schiffsmaklerbüros, was die Dynamik dieser spezialisierten Nischenbranche verdeutlicht.
- Hamburg dominiert das Branchenverzeichnis mit 171 Unternehmen und vereint 58 % aller deutschen Schiffsmakler auf sich.
- Die Branche erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 1,1 Milliarden Euro und beschäftigt insgesamt 6.565 Personen.
- Mit einer Dichte von 9,24 Betrieben je 100.000 Einwohner ist Hamburg das unangefochtene Zentrum der deutschen Schiffsvermittlung.
- Schiffsmakler spezialisieren sich auf unterschiedliche Segmente: Frachtmakler, Sale-and-Purchase-Broker, Jachtmakler sowie Tanker-Spezialmakler.
- Eine strukturierte Adressliste bietet Vertriebsteams, Unternehmensberatern und Reedereien direkten Zugang zu 294 verifizierten Kontaktdatensätzen.
- 95,9 % der erfassten Unternehmen sind im Handelsregister eingetragen, was die hohe Zuverlässigkeit dieser Firmendatenbank unterstreicht.
Was sind Schiffsmakler?
Schiffsmakler, im internationalen Kontext als Shipbroker bezeichnet, übernehmen den An- und Verkauf sowie die Vermittlung von Schiffen aller Art. Schiffseigner beauftragen sie, geeignete Käufer zu finden. Der Makler inspiziert das Fahrzeug und ermittelt gemeinsam mit dem Eigentümer einen marktgerechten Preis. Über Anzeigen in Printmedien und auf Online-Plattformen vermarkten sie die Schiffe, organisieren Besichtigungstermine und begleiten Verhandlungen bis zum Abschluss.
Das Tätigkeitsfeld der Schiffsvermittlung ist erheblich breiter, als es zunächst erscheint. Neben dem klassischen Schiffsverkauf beraten Schiffsmakler Verkäufer bei Verhandlungsstrategien. Sie erstellen Schiffsbewertungen für Finanzinstitute und Versicherungsgesellschaften und kooperieren mit Reedereien und Schiffswerften. Einige Betriebe haben Logistikpakete für die Überführung von Schiffen nach Kaufabschluss in ihr Portfolio aufgenommen.
Im deutschen Sprachgebrauch sind Schiffsagenten, Schiffsvermittler, Jachtmakler und Yachtmakler gängige Synonyme. Das Branchenbuch der maritimen Dienstleister unterscheidet gewerbliche Frachtmakler und Sale-and-Purchase-Broker von Jachtmaklern im Freizeitbereich. Schiffsmakler zählen zum Segment der Dienstleistungsunternehmen und unterliegen keiner gesonderten Lizenzierungspflicht. Branchenverbände setzen freiwillige Qualitätsstandards für maritime Dienstleistungen.
Wie viele Schiffsmakler gibt es in Deutschland?
Die aktuelle Firmenliste erfasst 294 Schiffsmakler in Deutschland (Stand 04.01.2026). Amtliche Branchenzahlen aus dem Jahr 2019 verzeichneten 432 Schiffsmaklerbüros. Diese Differenz erklärt sich durch unterschiedliche Abgrenzungsmethoden. Ältere Erhebungen schlossen auch nebengewerblich tätige Vermittler ein. Die aktuelle Unternehmensdatenbank konzentriert sich auf aktiv vermarktende Betriebe mit vollständigen Kontaktdatensätzen.
Die Branchenstruktur ist klar durch kleine und mittelständische Einheiten geprägt:
| Unternehmensgrößenklasse | Anzahl |
|---|---|
| Kleinstunternehmen | 131 |
| Kleinunternehmen | 139 |
| Mittelstand | 9 |
| Großunternehmen | 6 |
| Kleingewerbe / Freiberuf | 9 |
Kleinstunternehmen und Kleinunternehmen stellen zusammen 91 % aller Betriebe. Nur 6 Großunternehmen sind im Register geführt. Das ist kein Zufall. Diese Struktur spiegelt eine hochspezialisierte Nischenbranche wider, in der persönliche Netzwerke und Marktkenntnisse entscheidender sind als Unternehmensgröße. Der Branchengesamtumsatz beträgt rund 1,1 Milliarden Euro jährlich; der Durchschnittsumsatz je Betrieb liegt bei 2,5 Millionen Euro. Jeder Beschäftigte erwirtschaftet dabei rund 162.343 Euro.
Regionale Verteilung: Schiffsmakler nach Bundesland
Die geografische Verteilung der deutschen Schiffsmakler ist stärker konzentriert als in nahezu jeder anderen Dienstleistungsbranche. Standortentscheidungen folgen der Hafeninfrastruktur. Küstennähe, internationale Reedereikontakte und historisch gewachsene maritime Cluster bestimmen den Standort.
| Bundesland | Anzahl Schiffsmakler |
|---|---|
| Hamburg | 171 |
| Bremen | 46 |
| Niedersachsen | 27 |
| Schleswig-Holstein | 18 |
| Nordrhein-Westfalen | 13 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 7 |
| Bayern | 5 |
| Baden-Württemberg | 2 |
| Hessen | 2 |
| Berlin | 1 |
| Sachsen | 1 |
| Rheinland-Pfalz | 1 |
Hamburg führt mit 171 Unternehmen und einer Branchendichte von 9,24 Betrieben je 100.000 Einwohner deutlich vor allen anderen Bundesländern. Das entspricht mehr als dem 14-fachen des Bundesdurchschnitts. Bremen folgt mit 46 Maklern und 6,55 Betrieben je 100.000 Einwohner. Zusammen vereinen Hamburg und Bremen über 73 % aller deutschen Schiffsmakler auf sich.
Diese extreme Nordausrichtung hat strukturelle Gründe. Das maritime Cluster Hamburg bietet direkten Zugang zum bedeutendsten deutschen Hafen. Ein dichtes Netz aus Reedereien, Werften und Schiffsfinanzierern schafft die Infrastruktur, die profitables Schiffsmaklergeschäft erst ermöglicht. Niedersachsen (27) und Schleswig-Holstein (18) profitieren von der Küstenlage; Binnenbundesländer spielen eine marginale Rolle.
Marktentwicklung und Trends der Schiffsmaklerbranche
Die Schiffsmaklerbranche ist eng an den globalen Schiffshandel und die Seeschifffahrt gekoppelt. Schwankungen im Welthandelsvolumen, Veränderungen im Containeraufkommen und die Entwicklung der Rohstoffmärkte wirken sich direkt auf die Vermittlungstätigkeit aus. Schiffsmakler in Norddeutschland profitieren von der Funktion Hamburgs als einem der bedeutendsten Hafenstandorte Europas.
Ein messbarer Digitalisierungstrend verändert die Branche. Von den 294 erfassten Unternehmen verfügen 61,6 % über eine eigene Webpräsenz. 84,4 % sind telefonisch erreichbar; die E-Mail-Abdeckung liegt bei 55,8 %. Die Digitalisierungslücke ist real. Online-Plattformen für den Schiffshandel gewinnen an Bedeutung, doch persönliche Netzwerke bleiben für die Schiffsvermittlung zentral. Vertrauen und langjährige Beziehungen lassen sich nicht digitalisieren.
Strukturell stabil bleibt die Konzentration auf norddeutsche Küstenstandorte. Die Unternehmensaltersstruktur zeigt bemerkenswerte Kontinuität: Familienunternehmen mit über 90 Jahren Geschichte sind in dieser Branche keine Ausnahme. Das signalisiert hohe Eintrittsbarrieren und starke Kundenbindung. Die maritime Wirtschaft in Deutschland weist damit eine Resilienz auf, die strukturellen Wandel eher verlangsamt als beschleunigt.
Welche Arten von Schiffsmakler gibt es?
Die Schiffsmaklerbranche gliedert sich in mehrere klar abgegrenzte Spezialisierungen, die sich nach Schiffstyp und Transaktionsart unterscheiden.
Frachtmakler (Charterbroker) vermitteln Frachtraum für Schiffsladungen und schließen Befrachtungsverträge zwischen Reederei und Frachteigentümer ab. Massengutfrachter, Containerschiffe und Mehrzweckfrachter zählen zu ihren Kernmärkten. Tiefes Wissen über internationale Frachtraten und Schifffahrtsrouten ist Grundvoraussetzung.
Sale-and-Purchase-Broker sind auf den An- und Verkauf von Gebrauchttonnage spezialisiert. Sie begutachten Schiffe, ermitteln den Marktwert und begleiten den Transaktionsprozess bis zur Eigentumsübertragung. Frachtschiffe, Tankschiffe, Fähren, RoRo-Schiffe und Passagierschiffe zählen zu ihrem Portfolio.
Neubaumakler vermitteln Neubauaufträge zwischen Reedereien und Werften. Dieser Bereich erfordert technisches und kaufmännisches Wissen über Werfttarife, Bauverträge und Lieferzeiten. Enge Kontakte in die internationale Schiffswerft-Szene sind unerlässlich.
Tanker- und Spezialmakler konzentrieren sich auf Flüssiggut-Befrachtung, insbesondere Chemikalientanker, Produktentanker und Biokraftstofftransporte. Dieser Teilmarkt verlangt zusätzliche Kenntnisse über Gefahrgutzulassungen und internationale Vorschriften.
Jachtmakler und Yachtmakler bilden ein eigenes Segment für Freizeitfahrzeuge. Sie vermitteln Segel- und Motoryachten sowie Sportboote an private Käufer. Dieser Markt unterscheidet sich grundlegend vom gewerblichen Schiffshandel: An die Stelle internationaler Frachtverträge treten Besichtigung, persönliche Beratung und Kaufpreisfindung.
Schiffsagenten übernehmen Hafenklarierung und Abfertigungsleistungen für einlaufende Schiffe. Die Grenze zwischen Schiffsmakler und Schiffsagentur ist in der Praxis fließend; viele Betriebe kombinieren beide Tätigkeiten.
Für wen ist eine Liste von Schiffsmakler relevant?
Eine vollständige Übersicht der Schiffsmakler in Deutschland ist für eine breite Palette von B2B-Anwendern ein wertvolles Arbeitsmittel.
Vertriebsteams nutzen eine Adressliste Schiffsmakler für die systematische Neukundengewinnung. Anbieter von Schiffsbewertungen, Reparaturdienstleistungen, maritimer Technologie oder Logistiklösungen finden hier eine klar abgegrenzte Zielgruppe mit konkretem Beschaffungsbedarf. Strukturierte Kontaktdaten mit Telefonnummern und E-Mail-Adressen ermöglichen Direktmailings und Kampagnen ohne aufwendige Eigenrecherche.
Unternehmensberater und Marketingagenturen, die auf maritime Dienstleistungen spezialisiert sind, setzen Marktdaten aus einem aktuellen Branchenverzeichnis für Analysen ein. So erfassen Sie schnell regionale Schwerpunkte, Unternehmensgrößenverteilung und Erreichbarkeit der Zielgruppe. Kampagnenplanung und Budgetallokation profitieren von dieser Transparenz.
Reedereien und Werften sind natürliche Kooperationspartner von Schiffsmaklern. Ein vollständiges Firmenregister erleichtert die Partnersuche für Überführungslogistik nach Schiffsverkäufen oder für Neubauaufträge. Verbandsmitgliederlisten decken nur einen Teil des Marktes ab; eine umfassende Unternehmensdatenbank schließt diese Lücke.
Versicherungsunternehmen aus dem maritimen Segment nutzen Adressdaten, um Angebote für Schiffskaskoversicherungen und Haftpflichtprodukte zielgerichtet zu platzieren. Marktforscher und Analysten verwenden Branchenverzeichnisse für Umfragen zur Digitalisierung oder für branchenweite Branchenreport-Erhebungen. Eine verifizierte Datenbasis mit 294 Einträgen, die Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme und Unternehmensgrößenklasse enthält, bildet dafür eine solide Grundlage.
Bei der Nutzung von Adressdaten gelten DSGVO und UWG. Die gewerbliche B2B-Kaltakquise unterliegt weniger strikten Regeln als die Endkundenansprache. Dennoch sollten Sie Adressdaten ausschließlich für gewerbliche Kommunikation verwenden.
Datenverfügbarkeit: schiffsmakler
Übersicht der verfügbaren Datenfelder für schiffsmakler in Deutschland.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele Schiffsmakler gibt es in Deutschland?
Wo gibt es die meisten Schiffsmakler in Deutschland?
Welche Arten von Schiffsmakler gibt es?
Welche Daten sind über Schiffsmakler in Deutschland verfügbar?
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