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Lohnunternehmen Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Lohnunternehmen-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

Kategorie Landwirte
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt 1.946 Lohnunternehmen, die als Agrardienstleister Maschinen, Personal und Fachwissen für landwirtschaftliche Arbeiten bereitstellen (Stand 2026).
  • Die Branche beschäftigt insgesamt rund 30.000 Mitarbeiter in zwölf Landesverbänden und -gruppen.
  • Niedersachsen führt die regionale Verteilung mit 475 Betrieben und einer Dichte von 5,93 Lohnunternehmen pro 100.000 Einwohner an.
  • Rund 54 % aller Betriebe sind als Kleingewerbe oder Freiberufler eingestuft; nur 18 Unternehmen gehören zum Mittelstand oder zu den Großbetrieben.
  • Das Leistungsspektrum reicht von Bodenbearbeitung und Ernte über Gülleausbringung bis zu forstwirtschaftlichen und kommunalen Aufgaben.
  • Eine Firmenliste deutscher Lohnunternehmen eignet sich für Vertriebsteams, Marktforscher und Maschinengroßhändler zur gezielten Neukundengewinnung.
  • Die Branche konzentriert sich deutlich auf agrarisch geprägte Flächenländer im Norden Deutschlands.

Was sind Lohnunternehmen?

Lohnunternehmen sind gewerbliche Dienstleister, die technische und praktische Arbeiten vor allem in der Landwirtschaft erbringen. Sie stellen Maschinen, Personal und Materialien zur Verfügung oder führen die Arbeiten eigenständig durch. Zu ihren Kunden zählen Landwirte, Forstwirte, Bauunternehmen, Kommunen und Industriebetriebe. Auch Weinbauern nehmen den Agrarservice regelmäßig in Anspruch. Die Branche ist fest im ländlichen Raum verankert.

Gebräuchliche Bezeichnungen sind Lohnbetriebe, Agrardienstleister oder Agrarservice-Betriebe. Im Branchenbuch und in Firmenverzeichnissen tauchen sie häufig unter diesen Alternativbezeichnungen auf. Der BLU Bundesverband Lohnunternehmen e.V. mit Geschäftsstelle in Wunstorf bei Hannover vertritt die Interessen der gesamten Branche auf Bundesebene. Rund 2.000 Betriebe mit 30.000 Mitarbeitern sind dort in zwölf Landesverbänden organisiert. Die Verbandsarbeit umfasst politische Interessenvertretung, juristische Beratung und fachliche Weiterbildung.

Die Aufgaben eines Lohnunternehmers decken nahezu den gesamten landwirtschaftlichen Produktionszyklus ab. Das Spektrum reicht von Bodenbearbeitung und Pflanzenschutz über Mähdrusch und Häckseln bis zu Transporten und Erdarbeiten. Viele Betriebe ergänzen ihr Angebot um forstwirtschaftliche oder kommunale Dienstleistungen. Gerade Höfe ohne eigenen Fuhrpark profitieren von der Zusammenarbeit mit einem Lohnunternehmen. Die Nachfrage steigt stetig.

Wie viele Lohnunternehmen gibt es in Deutschland?

Deutschland zählt aktuell 1.946 Lohnunternehmen (Stand Januar 2026). Diese Zahl bezieht sich auf gewerblich aktive Betriebe mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt. Breitere Definitionen, die auch nicht-landwirtschaftliche Lohnbetriebe einschließen, erfassen bis zu 9.285 Einträge. Der Unterschied ergibt sich aus der jeweiligen Branchenabgrenzung.

Kennzahl Wert
Lohnunternehmen gesamt (Stand 2026) 1.946
Im Verband organisierte Betriebe ca. 2.000
Mitarbeiter branchenweit 30.000
Anteil mit Handelsregistereintrag 51 %

Die Branchenstruktur zeigt eine klare Prägung durch kleine Betriebe. Rund 1.047 Lohnunternehmen (54 %) fallen in die Kategorie Kleingewerbe oder Freiberuf. Kleinstunternehmen stellen mit 479 Betrieben die zweitgrößte Gruppe dar. Weitere 402 Betriebe zählen zu den Kleinunternehmen. Lediglich 11 gehören zum Mittelstand und 7 zu den Großunternehmen. Die Branche ist damit überwiegend kleinbetrieblich organisiert.

Rund 51 % der Lohnunternehmen sind im Handelsregister eingetragen. Die andere Hälfte operiert als nicht eingetragenes Gewerbe. Dieser hohe Anteil spiegelt den Charakter einer Branche wider, in der viele Inhaber aus der aktiven Landwirtschaft stammen. Der Schritt zum eigenständigen Dienstleistungsbetrieb erfolgt häufig schrittweise, oft neben dem eigenen Hof.

Regionale Verteilung: Lohnunternehmen nach Bundesland

Die regionale Verteilung der Lohnunternehmen in Deutschland folgt einem klaren Muster. Agrarisch geprägte Flächenländer dominieren die Statistik. Niedersachsen allein stellt mit 475 Betrieben knapp 25 % aller Lohnunternehmen. Städtische Ballungsräume spielen kaum eine Rolle.

Bundesland Anzahl Dichte pro 100.000 Einwohner
Niedersachsen 475 5,93
Nordrhein-Westfalen 402 2,23
Bayern 258 1,96
Baden-Württemberg 240 2,14
Schleswig-Holstein 165 5,59
Rheinland-Pfalz 110 2,67
Hessen 94 1,50
Mecklenburg-Vorpommern 62 3,93
Brandenburg 45 1,76
Sachsen 31 0,76
Sachsen-Anhalt 30 1,40
Thüringen 17 0,80
Saarland 9 0,89
Hamburg 5 0,27
Berlin 3 0,08

Die Konzentration in Norddeutschland hat strukturelle Gründe. Niedersachsen und Schleswig-Holstein verfügen über ausgedehnte Ackerflächen in der norddeutschen Tiefebene mit intensiver Landwirtschaft. Die hohe Branchendichte in diesen Bundesländern (5,93 bzw. 5,59 pro 100.000 Einwohner) belegt den direkten Zusammenhang zwischen Agrarfläche und Lohnunternehmer-Dichte. Nordrhein-Westfalen erreicht trotz hoher Bevölkerungszahl mit 402 Betrieben den zweiten Platz. Berlin (3) und Hamburg (5) bestätigen, dass Lohnunternehmen im urbanen Raum praktisch nicht existieren.

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft beeinflusst die Nachfrage nach Agrardienstleistungen erheblich. Immer mehr Landwirte lagern arbeitsintensive Tätigkeiten an spezialisierte Lohnunternehmen aus. Betriebsaufgaben kleinerer Höfe und wachsende Bewirtschaftungsflächen verstärken diesen Trend. Die Rolle professioneller Dienstleister wächst.

Die Digitalisierung verändert die Arbeitsweise der Branche grundlegend. Präzisionslandwirtschaft mit GPS-Steuerung und Isobus-Technik gehört bei fortschrittlichen Betrieben bereits zum Alltag. Einzelne Lohnunternehmen setzen gezielt auf datengestützte Lösungen für ihre Kunden. Moderne Technik wird so zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Der Fachkräftemangel stellt die Branche vor wachsende Herausforderungen. Der anerkannte Ausbildungsberuf Fachkraft Agrarservice soll qualifizierten Nachwuchs sichern. Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung, etwa bei der effizienten Gülleausbringung oder beim reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Lohnunternehmen positionieren sich zunehmend als Partner für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.

Welche Arten von Lohnunternehmen gibt es?

Das Dienstleistungsspektrum der Branche lässt sich in mehrere Kategorien gliedern. Die gängige Branchenklassifikation unterscheidet zehn Hauptbereiche. Diese reichen von klassischen Feldarbeiten bis zu spezialisierten Nischenleistungen.

Bodenbearbeitung und Bestellung umfasst Pflügen, Grubbern, Saatbettbereitung und Aussaat. Diese Grundleistungen bilden das Fundament vieler landwirtschaftlicher Lohnbetriebe. Fast jeder Betrieb bietet mindestens eine dieser Leistungen an.

Pflege, Düngung und Pflanzenschutz gewinnt stetig an Bedeutung. Moderne Lohnunternehmen setzen GPS-gesteuerte Feldspritzen und präzise Düngetechnik ein. Die Auslagerung dieser fachlich anspruchsvollen Arbeiten nimmt zu.

Erntearbeiten wie Mähdrusch, Häckseln und Grünfutterernte zählen zu den umsatzstärksten Bereichen der Branche. Feldhäcksler und Mähdrescher erfordern hohe Investitionen, die sich erst durch überbetrieblichen Einsatz rentieren. Das erklärt die starke Nachfrage.

Transporte, Bau- und Erdarbeiten ergänzen das landwirtschaftliche Kerngeschäft vieler Betriebe. Gülle, Erntegut und Baumaterialien werden transportiert, Tiefbauarbeiten durchgeführt. Die Auslastung bleibt dadurch ganzjährig hoch.

Forstwirtschaftliche Dienstleistungen bilden eine eigenständige Nische innerhalb der Branche. Spezialisierte Betriebe übernehmen Holzernte, Rückung und Aufforstung. Waldbesitzer und Kommunen gehören hier zu den Hauptkunden.

Kommunale und private Dienstleistungen erweitern das Portfolio zahlreicher Lohnunternehmen um Winterdienst, Straßenreinigung und Grünflächenpflege. Diese Diversifizierung sichert Auslastung außerhalb der landwirtschaftlichen Hauptsaison. Besonders in ländlichen Gemeinden sind Lohnunternehmer gefragte Partner der Kommunalverwaltung.

Für wen ist eine Liste von Lohnunternehmen relevant?

Ein Verzeichnis der Lohnunternehmen in Deutschland richtet sich an verschiedene Zielgruppen mit konkreten geschäftlichen Interessen. Der größte Nutzen entsteht im Vertrieb und in der strategischen Marktanalyse.

Maschinengroßhändler und Landtechnikhersteller profitieren unmittelbar von einer Firmenliste mit Kontaktdaten. Lohnunternehmen investieren regelmäßig in Traktoren, Feldhäcksler, Mähdrescher und Spezialgeräte. Per Telefonvertrieb oder Direktmailing lassen sich Entscheider gezielt ansprechen. Eine aktuelle Firmendatenbank liefert dafür die nötigen Adressdaten.

Industrieservicefirmen bieten Lohnunternehmen Maschinenwartung, Reparaturen und Ersatzteilversorgung an. Gezieltes E-Mail-Marketing auf Basis einer aktuellen Adressliste ermöglicht schnelle Kampagnen mit messbarem Ergebnis. Die Erreichbarkeit ist hoch: 89 % der Betriebe verfügen über eine Telefonnummer, 78 % über eine E-Mail-Adresse.

Unternehmensberater nutzen die Lohnunternehmen-Übersicht, um Dienstleistungen zur Prozessoptimierung gezielt zu vermarkten. Personalisierte Anschreiben mit konkreten Fallstudien erreichen die Inhaber besonders wirkungsvoll. Der Bedarf an externer Beratung wächst.

Marktforscher und Investoren verschaffen sich mit einer Unternehmensdatenbank einen strukturierten Branchenreport über den Agrardienstleistungssektor. Regionale Verteilung, Größenklassenstruktur und verfügbare Marktdaten ermöglichen fundierte Entscheidungen. Branchenweite Umfragen lassen sich auf Basis vollständiger Adressdaten gezielt umsetzen.

Datenverfügbarkeit: Lohnunternehmen

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Lohnunternehmen in Deutschland.

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Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Häufig gestellte Fragen

Was verdient ein Lohnunternehmer im Monat?
Das Einstiegsgehalt für eine Fachkraft Agrarservice liegt bei etwa 2.300 Euro brutto monatlich. Tarifgebundene Mitgliedsbetriebe der Lohnunternehmer-Verbände zahlen nach den jeweiligen Landestarifvereinbarungen. Die Einkommen der Betriebsinhaber selbst variieren stark nach Unternehmensgröße, Region und Spezialisierung. Inhaber größerer Betriebe mit eigenem Maschinenpark erzielen in der Regel deutlich höhere Einkünfte.
Wo gibt es die meisten Lohnunternehmen in Deutschland?
Niedersachsen führt mit 475 Betrieben die Statistik an (Stand 2026). Nordrhein-Westfalen folgt auf dem zweiten Platz mit 402 Lohnunternehmen. Die höchste Branchendichte pro Einwohner weisen Niedersachsen (5,93 pro 100.000) und Schleswig-Holstein (5,59 pro 100.000) auf. Großstädte wie Berlin und Hamburg haben kaum Lohnunternehmen, da die Branche auf den ländlichen Raum ausgerichtet ist.
Welche Kontaktdaten enthält ein Firmenverzeichnis von Lohnunternehmen?
Eine umfassende Firmendatenbank liefert Firmenname, Branche und Postadresse für alle erfassten Betriebe. Telefonnummern sind bei 89 % der Lohnunternehmen hinterlegt, E-Mail-Adressen bei 78 % und Webseiten bei 75 %. Angaben zur Geschäftsführung liegen bei rund 21 % der Unternehmen vor. Finanzdaten wie die Bilanzsumme sind bei 18 % der Betriebe verfügbar.
Wie groß sind die meisten Lohnunternehmen in Deutschland?
Die Mehrheit der Lohnunternehmen sind Kleinbetriebe. Rund 1.047 Betriebe (54 %) gelten als Kleingewerbe oder Freiberuf. Kleinstunternehmen stellen mit 479 Betrieben weitere 25 % dar. Nur 18 Betriebe (unter 1 %) zählen zum Mittelstand oder zu den Großunternehmen. Der durchschnittliche Lohnbetrieb beschäftigt rechnerisch rund 15 Mitarbeiter.
Welche Zielgruppen nutzen Firmenlisten von Lohnunternehmen?
Hauptnutzer sind Vertriebsteams von Maschinengroßhändlern und Landtechnikherstellern. Industrieservicefirmen, Unternehmensberater und Marktforscher greifen auf solche Listen zurück. Typische Anwendungen sind E-Mail-Marketing, Direktmailing, Telefonvertrieb und Branchenanalysen im Agrarsektor. Strukturierte Adressdaten bieten darüber hinaus eine solide Grundlage für systematische Neukundengewinnung und branchenweite Umfragen.
Welche Verbände vertreten Lohnunternehmen in Deutschland?
Der BLU Bundesverband Lohnunternehmen e.V. ist die zentrale Interessenvertretung mit Sitz in Wunstorf bei Hannover. Ihm gehören zwölf Landesverbände und -gruppen an, darunter Verbände in Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsen/Thüringen, Baden-Württemberg/Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Rund 2.000 Betriebe mit 30.000 Mitarbeitern sind im BLU organisiert. Auch in den Nachbarländern Niederlande, Dänemark und Schweiz existieren vergleichbare Branchenverbände.

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