Installationsfirmen Firmenliste Deutschland
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Von branchenlisten.de
Aktualisiert am
Das Wichtigste in Kürze
- Deutschland zählt aktuell 86.455 Installationsfirmen, die Leistungen in Sanitär, Heizung, Klima und verwandten Gewerken erbringen.
- Die SHK-Branche erzielte 2023 einen Gesamtumsatz von 61,7 Milliarden Euro.
- Nordrhein-Westfalen führt mit 16.861 Unternehmen, gefolgt von Bayern mit 16.508 und Baden-Württemberg mit 12.288 Betrieben.
- Die Branche wächst kontinuierlich durch Energiewende, Wärmepumpen-Offensive und staatliche Förderprogramme.
- Akuter Fachkräftemangel bremst das Wachstum, insbesondere bei Anlagenmechanikern und qualifizierten Installateuren.
Was sind Installationsfirmen?
Installationsfirmen montieren Heizsysteme, Lüftungs- und Abwasseranlagen sowie sanitäre Anlagen in Wohn- und Gewerbegebäuden. Ihr Leistungsspektrum umfasst Sanitär, Heizung, Klima, Solar, Photovoltaik, Wärmepumpen, Abwasser, Rohrsysteme sowie Gebäudetechnik und Automation. Sie übernehmen Planung, Installation, Wartung und Reparatur komplexer gebäudetechnischer Anlagen.
Diese Betriebe arbeiten für Privatkunden und Gewerbetreibende gleichermaßen. Die Aufgaben reichen von der Installation sanitärer Anlagen über die Planung von Heizungs- und Lüftungssystemen bis zur fachgerechten Montage von Wärmepumpen und Solaranlagen. Installateure erbringen ähnliche Leistungen wie SHK-Unternehmen (Sanitär, Heizung, Klima) und TGA-Unternehmen (Technische Gebäudeausrüstung).
Historisch betrachtet haben sich die Rollen vom traditionellen Klempner zum hochqualifizierten SHK-Spezialisten gewandelt. Technologische Fortschritte, strengere Umweltauflagen und die Energiewende trieben diese Entwicklung voran. Heutige Installationsfirmen bilden sich kontinuierlich weiter und integrieren neue Lösungen in ihr Serviceangebot. Sie spielen eine entscheidende Rolle für Energieeffizienz, Komfort und Umweltschutz.
Wie viele Installationsfirmen gibt es in Deutschland?
Deutschland zählt 86.455 Installationsfirmen. Diese beachtliche Zahl verdeutlicht die wirtschaftliche Bedeutung der Branche und spiegelt die konstant hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachbetrieben wider. Die Verteilung umfasst verschiedene Betriebsgrößen: von Kleingewerbe und Freiberuflern über Kleinstunternehmen bis hin zu mittelständischen und großen Firmen.
46.634 Betriebe sind als Kleingewerbe oder Freiberuf organisiert. 23.861 zählen als Kleinstunternehmen, 15.263 als Kleinunternehmen. Der Mittelstand ist mit 598 Unternehmen vertreten, während 99 Großunternehmen zur Branche zählen. Diese Struktur zeigt deutlich: Die Installationsbranche wird vor allem von kleinen und mittleren Betrieben geprägt. Sie sind regional verwurzelt und betreuen ihre Kunden direkt vor Ort.
Die SHK-Branche entwickelt sich positiv. Der Gesamtumsatz belief sich 2023 auf rund 61,7 Milliarden Euro. Diese wirtschaftliche Relevanz ist nicht nur Ausdruck des allgemeinen Baubooms, sondern auch politischer und ökologischer Entwicklungen. Die Energiewende, staatliche Förderprogramme und die Wärmepumpen-Offensive sorgen für konstant hohe Nachfrage. 2023 wurden in Deutschland über 350.000 Wärmepumpen installiert. Das belegt das enorme Marktpotenzial im Bereich erneuerbare Heiztechnologien.
Regionale Verteilung: Installationsfirmen nach Bundesland
Die Verteilung der Installationsfirmen zeigt deutliche regionale Schwerpunkte. Bevölkerungsreiche Bundesländer mit starker Wirtschaftskraft und hoher Bautätigkeit weisen die meisten Betriebe auf. Die regionale Konzentration folgt der Einwohnerzahl, der Bebauungsdichte und der wirtschaftlichen Dynamik.
| Bundesland | Anzahl Installationsfirmen |
|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 16.861 |
| Bayern | 16.508 |
| Baden-Württemberg | 12.288 |
| Niedersachsen | 7.817 |
| Hessen | 7.790 |
| Rheinland-Pfalz | 4.392 |
| Brandenburg | 3.504 |
| Sachsen | 3.358 |
| Berlin | 3.197 |
| Thüringen | 3.080 |
| Sachsen-Anhalt | 1.973 |
| Schleswig-Holstein | 1.931 |
| Hamburg | 1.557 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1.150 |
| Saarland | 711 |
| Bremen | 338 |
Nordrhein-Westfalen führt mit 16.861 Unternehmen, gefolgt von Bayern (16.508) und Baden-Württemberg (12.288). Diese drei Bundesländer vereinen zusammen über 45.000 Installationsfirmen. Sie repräsentieren damit mehr als die Hälfte aller deutschen Betriebe. Der Grund liegt auf der Hand: Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland mit starker Industrie und dichten Ballungsräumen.
Bayern und Baden-Württemberg verfügen über eine leistungsstarke Wirtschaft, hohe Bautätigkeit und zahlreiche Gewerbe- und Industriestandorte. Diese benötigen regelmäßig Installationsdienstleistungen. Die südlichen Bundesländer profitieren zudem von höheren Investitionen in erneuerbare Energien und Heizungsmodernisierung.
Marktentwicklung und Trends
Die Installationsbranche erlebt einen tiefgreifenden Wandel. Technologische Innovation, ökologische Notwendigkeit und politische Rahmenbedingungen prägen diese Entwicklung. Im Zentrum steht die Energiewende, die den Sektor grundlegend transformiert. Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und die Hinwendung zu erneuerbaren Energien schaffen anhaltend hohe Nachfrage nach modernen Heizungssystemen, Wärmepumpen, Solarthermie und Photovoltaik-Anlagen.
Staatliche Förderprogramme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) über BAfA und KfW-Kredite haben die Modernisierungsbereitschaft deutlich erhöht. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) setzt klare Vorgaben für Neubauten und Bestandsgebäude. Die Wärmepumpen-Offensive der Bundesregierung hat zu einer Verdreifachung der Installationszahlen innerhalb weniger Jahre geführt. Diese Entwicklung eröffnet Installationsfirmen neue Geschäftsfelder. Sie erfordert aber auch kontinuierliche Weiterbildung und Investitionen in Know-how.
Parallel dazu schreitet die Digitalisierung voran. Smart-Home-Integration, digitale Steuerungstechnik und vernetzte Gebäudeautomation gewinnen an Bedeutung. Installateure müssen nicht nur handwerkliche Fähigkeiten mitbringen, sondern zunehmend auch IT-Kompetenz. Die Branche kämpft jedoch mit akutem Fachkräftemangel.
Viele Betriebe können Aufträge nicht annehmen. Qualifizierte Anlagenmechaniker fehlen. Dieser Engpass bremst das Wachstum und zwingt Unternehmen zu effizienteren Prozessen, verstärkter Automatisierung und gezielter Nachwuchsgewinnung.
Welche Arten von Installationsfirmen gibt es?
Die Branche der Installationsfirmen ist vielfältig und lässt sich nach Spezialisierung und Tätigkeitsfeldern differenzieren. Sanitärtechnik-Betriebe und Sanitärinstallateure bilden eine erste Gruppe. Sie planen, installieren und warten Sanitäranlagen in Wohn- und Gewerbegebäuden, verlegen Wasserleitungen und Abwasserrohre und montieren Sanitärarmaturen. Ihre Expertise reicht von der klassischen Badinstallation bis zur modernen Wellness- und Barrierefreiheitstechnik.
Heizungsanlagen-Betriebe und Heizungsmonteure konzentrieren sich auf Öl-, Gas- und Wärmepumpensysteme. Sie übernehmen Planung, Installation, Wartung und Optimierung von Heizungsanlagen für Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit. Angesichts der Energiewende verlagert sich ihr Schwerpunkt zunehmend auf erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarthermie.
Heizungs- und Klimatechnikbetriebe bieten ein breites Servicespektrum von Wartung bis Komplettinstallation. Sie verbinden Heizungs- und Klimatechnik und realisieren ganzheitliche Gebäudetechnik-Lösungen. Elektroinstallationsfirmen ergänzen das Spektrum, insbesondere bei der Installation von Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen-Elektrik oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.
Solarinstallateure und Photovoltaik-Installateure spezialisieren sich auf regenerative Energiesysteme. Sie integrieren Solar- und PV-Anlagen in bestehende Gebäudeinfrastruktur. TGA-Unternehmen (Technische Gebäudeausrüstung) decken schließlich das gesamte Spektrum der technischen Gebäudeausstattung ab, von Sanitär über Heizung und Klima bis hin zu Elektrotechnik und Automation.
Für wen ist eine Liste von Installationsfirmen relevant?
Eine vollständige Übersicht der Installationsfirmen in Deutschland stellt für verschiedene Akteure einen erheblichen Mehrwert dar. Marketing- und Vertriebsteams von Herstellern nutzen solche Listen, um ihre Produkte gezielt an SHK-Betriebe zu vermarkten. Hersteller von Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Regeltechnik, Rohrsystemen, Armaturen oder Wärmepumpen können ihre Zielgruppe präzise ansprechen und potenzielle Vertriebspartner identifizieren.
Durch gezielte Post-Mailings, Telefonvertrieb oder E-Mail-Marketing erreichen sie genau jene Betriebe, die ihre Produkte tatsächlich verbauen. Marktforschungs- und Beratungsunternehmen profitieren ebenfalls. Sie nutzen Firmenlisten, um die Struktur und Dynamik der SHK-Branche zu analysieren, Markttrends zu identifizieren und fundierte Branchenberichte zu erstellen.
Investoren und Finanzdienstleister interessieren sich für regionale Verteilungen, Unternehmensgrößen und Marktsegmente. So bewerten sie Investitionsmöglichkeiten und erweitern ihre Portfolios. Schulungs- und Weiterbildungsanbieter, die sich auf die SHK-Branche spezialisiert haben, setzen Adresslisten ein, um ihre Schulungsangebote gezielt an Fachleute zu vermarkten.
Angesichts des Fachkräftemangels und der technologischen Transformation besteht hoher Bedarf an Fortbildungen zu Wärmepumpen, Smart-Home-Integration, digitaler Gebäudetechnik oder erneuerbaren Energien. PR- und Marketingagenturen entwickeln auf Basis solcher Datenbanken zielgruppenspezifische Kampagnen für ihre Auftraggeber.
Auch für die Lieferantensuche und Partnerschaftsanbahnung sind Listen hilfreich. Bauträger, Projektentwickler und Facility-Management-Unternehmen identifizieren regionale Installationsbetriebe für konkrete Bauvorhaben oder langfristige Wartungsverträge.
Datenverfügbarkeit: Installationsfirmen
Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Installationsfirmen in Deutschland.
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Häufig gestellte Fragen
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