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Genossenschaftsbanken Firmenliste Deutschland

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Kategorie Finanzen
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Genossenschaftsbanken
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt aktuell 672 eigenständige Genossenschaftsbanken (Stand Ende 2024). Sie erwirtschaften gemeinsam eine aggregierte Bilanzsumme von 1.208 Milliarden Euro.
  • Die Anzahl der Banken ist seit 1970 stark rückläufig. Von über 7.000 selbstständigen Instituten schrumpfte die Branche durch kontinuierliche Fusionen auf weniger als ein Zehntel.
  • Bayern führt die regionale Verteilung mit 1.640 Genossenschaftsbanken an. Baden-Württemberg folgt mit 1.405 und Nordrhein-Westfalen mit 978 Banken.
  • Die Branche beschäftigt insgesamt 136.900 Mitarbeiter. Sie betreut 17,6 Millionen Mitglieder bundesweit.
  • Listen mit Kontaktdaten von Genossenschaftsbanken sind für Vertrieb, Marketing und Marktanalysen besonders relevant.
  • Zu den Genossenschaftsbanken zählen neben Volksbanken und Raiffeisenbanken auch spezialisierte Institute wie Sparda-Banken, PSD-Banken und kirchliche Banken.

Was sind Genossenschaftsbanken?

Genossenschaftsbanken sind Kreditinstitute in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft (eG). Sie arbeiten nach dem Prinzip der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Sie dienen der wirtschaftlichen Förderung ihrer Mitglieder und nicht primär der Gewinnmaximierung. Ihre historischen Wurzeln reichen zurück zu den Gründervätern Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch. Beide etablierten im 19. Jahrhundert das genossenschaftliche Bankwesen in Deutschland.

Das Besondere an diesem Geschäftsmodell: Kunden können zugleich Mitglieder und damit Miteigentümer ihrer Bank werden. Durch den Erwerb von Geschäftsanteilen erhalten sie Mitbestimmungsrechte in der General- oder Vertreterversammlung. Sie haben außerdem Anspruch auf Dividendenausschüttungen. Jedes Mitglied hat dabei unabhängig von der Höhe seiner Einlage eine Stimme.

Genossenschaftsbanken bilden neben Sparkassen und Privatbanken eine der drei Säulen des deutschen Bankensystems. Sie unterliegen dem Kreditwesengesetz (KWG) und dem Genossenschaftsgesetz (GenG). Die Aufsicht erfolgt durch BaFin und EZB. Zusätzlich betreuen und kontrollieren ihre jeweiligen Regional- und Prüfungsverbände die Institute, wie etwa der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV) oder der Genossenschaftsverband Bayern (GVB).

Wie viele Genossenschaftsbanken gibt es in Deutschland?

Deutschland verfügt über 672 eigenständige Genossenschaftsbanken (Stand Ende 2024). Diese Zahl markiert den vorläufigen Endpunkt einer jahrzehntelangen Konsolidierungswelle. Die Institute erwirtschaften gemeinsam eine Bilanzsumme von 1.208 Milliarden Euro. Sie beschäftigen insgesamt 136.900 Mitarbeiter.

Die Entwicklung zeigt einen klaren Trend: Während 1970 noch über 7.000 selbstständige Genossenschaftsbanken existierten, sank die Zahl kontinuierlich. 1995 waren es 2.588 Banken, 2010 noch 1.136, 2020 bereits nur 812. Der Rückgang resultiert fast ausschließlich aus freiwilligen Fusionen, nicht aus Insolvenzen. Kleinere Institute schließen sich zusammen, um Skaleneffekte zu nutzen. Sie wollen Digitalisierungskosten stemmen und dem wachsenden regulatorischen Aufwand gerecht werden.

Trotz sinkender Institutszahlen bleibt die Marktpräsenz stabil. Die Genossenschaftsbanken betreiben über 7.700 Zweigstellen und Filialen bundesweit. Sie unterhalten außerdem eines der dichtesten Geldautomatennetze Deutschlands (BankCard ServiceNetz). Mit 17,6 Millionen Mitgliedern und einem Marktanteil von etwa 18 Prozent nach Bilanzsumme sowie 24 Prozent bei Girokonten zählt die genossenschaftliche Bankengruppe zu den tragenden Säulen der deutschen Finanzwirtschaft.

Regionale Verteilung: Genossenschaftsbanken nach Bundesland

Die Verteilung der Genossenschaftsbanken in Deutschland ist stark regional geprägt. Bayern und Baden-Württemberg dominieren mit zusammen über 40 Prozent aller Institute. Das widerspiegelt die historisch gewachsene Bedeutung der ländlichen Raiffeisenbewegung in Süddeutschland. In diesen Regionen entstanden bereits im 19. Jahrhundert zahlreiche landwirtschaftliche Kreditgenossenschaften. Deren Nachfolger sind bis heute aktiv.

Bundesland Unternehmen Anteil
Bayern 1.640 24,0 %
Baden-Württemberg 1.405 20,6 %
Nordrhein-Westfalen 978 14,3 %
Niedersachsen 656 9,6 %
Hessen 567 8,3 %
Rheinland-Pfalz 460 6,7 %
Sachsen 216 3,2 %
Schleswig-Holstein 214 3,1 %
Thüringen 132 1,9 %
Brandenburg 126 1,8 %
Saarland 108 1,6 %
Sachsen-Anhalt 106 1,6 %
Mecklenburg-Vorpommern 100 1,5 %
Berlin 63 0,9 %
Hamburg 36 0,5 %
Bremen 13 0,2 %

Diese Verteilung erklärt sich durch mehrere Faktoren. Süddeutsche Flächenländer mit ausgeprägter mittelständischer Wirtschaft und traditioneller Landwirtschaft bieten ideale Rahmenbedingungen für das genossenschaftliche Geschäftsmodell. Zudem verlief die Konsolidierung in Bayern und Baden-Württemberg langsamer als im Norden. Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen verfügen naturgemäß über wenige Institute. Hier dominierte historisch das Sparkassenmodell.

Die regionale Verankerung bleibt ein Kernelement der Geschäftsstrategie. Volksbanken konzentrieren sich vorwiegend auf städtische Bereiche, Raiffeisenbanken auf ländliche Gebiete. Dieses flächendeckende Netz ermöglicht persönliche Betreuung vor Ort. Das ist ein Wettbewerbsvorteil gegenüber überregionalen Privatbanken.

Die Genossenschaftsbanken stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Digitalisierung prägt das Geschäftsmodell. Online-Banking, mobile Payment und digitale Beratungstools verdrängen klassische Filialbesuche. Viele Banken reduzieren deshalb ihre Zweigstellennetze. Gleichzeitig investieren sie massiv in IT-Infrastruktur. Die zentrale IT-Dienstleisterin Atruvia AG (vormals Fiducia & GAD) versorgt nahezu alle Volks- und Raiffeisenbanken mit Kernbankensystemen und digitalen Services.

Der Fusionstrend hält an. Jährlich vollziehen sich weitere Zusammenschlüsse, häufig zwischen benachbarten Instituten ähnlicher Größe. Ziel ist es, durch Skaleneffekte Kosten zu senken. Die Banken wollen Investitionen in Digitalisierung sowie Regulierungsanforderungen schultern. Die Top 20 der größten Genossenschaftsbanken vereinen bereits 25 Prozent der gesamten Bilanzsumme auf sich.

Gleichzeitig bleibt die genossenschaftliche Idee lebendig. Mitgliederzahlen wachsen. Dividendenausschüttungen liegen oft über marktüblichen Zinssätzen. Einige Banken zahlen zweistellige Renditen auf Geschäftsanteile. Das Förderauftragsprinzip erweist sich in Zeiten sinkenden Vertrauens in globale Finanzmärkte als Stabilitätsanker. Es dient Mitgliedern statt Investoren. Nachhaltigkeitsthemen wie grüne Finanzierungen und regionale Wirtschaftsförderung gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Welche Arten von Genossenschaftsbanken gibt es?

Die Vielfalt innerhalb der genossenschaftlichen Bankenlandschaft ist größer, als viele vermuten. Volksbanken entstanden ursprünglich aus der städtischen Gewerbe- und Handwerkerbewegung nach Hermann Schulze-Delitzsch. Sie konzentrieren sich traditionell auf urbane Zentren und gewerbliche Kunden. Raiffeisenbanken hingegen gehen auf Friedrich Wilhelm Raiffeisens ländliche Kreditgenossenschaften zurück. Sie dienen vor allem der Landwirtschaft und dem ländlichen Mittelstand. Viele Institute führen heute beide Namen als Volks- und Raiffeisenbanken oder VR-Banken.

Sparda-Banken bilden eine eigenständige Gruppe mit elf selbstständigen Instituten bundesweit. Sie entstanden aus Sparkassen für Bahnbedienstete und Postangestellte. Heute stehen sie allen Kunden offen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Baufinanzierung und Spargeschäft. Die acht PSD-Banken (Post-Spar-Dienst) haben ähnliche Wurzeln im öffentlichen Dienst. Sie bieten vorwiegend Privatkundengeschäft an.

Spezialisierte Genossenschaftsbanken bedienen Nischenmärkte. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) wendet sich ausschließlich an Heilberufler. Die BBBank fokussierte sich ursprünglich auf Beamte, ist inzwischen aber überregional tätig. Kirchliche Banken wie die Bank für Kirche und Diakonie, die Pax-Bank oder die Evangelische Bank finanzieren kirchliche und soziale Projekte. Die GLS Bank positioniert sich als sozial-ökologische Alternativbank mit strengen Nachhaltigkeitskriterien.

Diese Vielfalt zeigt: Das genossenschaftliche Prinzip lässt sich auf unterschiedlichste Kundengruppen und Geschäftsfelder anwenden. Voraussetzung ist, dass das Förderauftragsprinzip im Mittelpunkt steht.

Für wen ist eine Liste von Genossenschaftsbanken relevant?

Listen mit vollständigen Kontaktdaten von Genossenschaftsbanken sind für verschiedene Zielgruppen unverzichtbar. M&A-Berater und Rechtsanwälte im Kapitalmarktrecht nutzen solche Verzeichnisse, um potenzielle Mandanten oder Fusionskandidaten zu identifizieren. Bei 672 Instituten und anhaltendem Konsolidierungsdruck entsteht kontinuierlicher Beratungsbedarf zu Zusammenschlüssen, Rechtsformwechseln oder strategischen Neuausrichtungen.

Vertriebsorganisationen und Marketingagenturen setzen Bankenlisten für B2B-Kampagnen ein. Anbieter von Bankensoftware, Compliance-Lösungen, Cybersecurity-Systemen oder Finanzmarktdaten können mit präzisen Adressdaten gezielt Entscheidungsträger in Vorständen und Geschäftsführungen ansprechen. Direktmailing, E-Mail-Marketing und Telefonakquise erfordern aktuelle, DSGVO-konforme Firmenlisten mit Ansprechpartnern und Kontaktdaten.

Finanzdienstleister wie Versicherungsmakler, Fondsgesellschaften oder Payment-Anbieter identifizieren über Branchenverzeichnisse Kooperationspartner für Produktvertrieb oder White-Label-Lösungen. Die genossenschaftliche FinanzGruppe arbeitet traditionell mit Verbundpartnern wie R+V Versicherung, Union Investment oder Bausparkasse Schwäbisch Hall zusammen. Auch externe Anbieter finden Zugang.

Marktforschungsinstitute und Wirtschaftsprüfer benötigen vollständige Branchenlisten für statistische Auswertungen, Umfragen oder Benchmarking-Studien. PR-Agenturen nutzen sie für Presseverteiler und Medienarbeit. Die Verwendung muss dabei stets den Vorgaben der DSGVO und des UWG entsprechen. B2B-Direktmarketing ist grundsätzlich zulässig, jedoch mit klaren rechtlichen Grenzen bei Kaltakquise per E-Mail oder Telefon.

Datenverfügbarkeit: Genossenschaftsbanken

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Genossenschaftsbanken in Deutschland.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Genossenschaftsbanken gibt es in Deutschland?
In Deutschland existieren verschiedene Typen von Genossenschaftsbanken: Volksbanken, Raiffeisenbanken, Volks- und Raiffeisenbanken (VR-Banken), Sparda-Banken, PSD-Banken sowie spezialisierte Institute wie die apoBank, BBBank, GLS Bank und kirchliche Banken. Insgesamt zählt die Branche 672 eigenständige Institute. Alle gehören der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken an. Spitzeninstitut ist die DZ Bank als Zentralbank. Regional sind die Banken in Prüfungsverbänden organisiert, etwa dem BWGV in Baden-Württemberg oder dem GVB in Bayern.
Wo gibt es die meisten Genossenschaftsbanken?
Die meisten Genossenschaftsbanken finden sich in Bayern mit 1.640 Instituten. Baden-Württemberg folgt mit 1.405 Banken. Zusammen vereinen diese beiden Bundesländer über 40 Prozent aller deutschen Genossenschaftsbanken. Nordrhein-Westfalen liegt mit 978 Banken an dritter Stelle, Niedersachsen mit 656 Banken an vierter. Die hohe Konzentration in Süddeutschland erklärt sich durch die historisch starke ländliche Raiffeisenbewegung. Die traditionell dezentrale, mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur dieser Regionen spielt ebenfalls eine Rolle.
Wie hat sich die Anzahl der Genossenschaftsbanken entwickelt?
Die Zahl der Genossenschaftsbanken ist seit 1970 kontinuierlich gefallen. Damals existierten über 7.000 selbstständige Institute, 1995 waren es noch 2.588, im Jahr 2010 zählte man 1.136 Banken. Bis Ende 2020 sank die Zahl auf 812. Aktuell (Stand Ende 2024) sind es 672 Genossenschaftsbanken. Der Rückgang resultiert fast ausschließlich aus freiwilligen Fusionen benachbarter Institute. Gründe sind Digitalisierungsdruck, steigende Regulierungskosten und das Streben nach Skaleneffekten. Trotz sinkender Institutszahlen bleibt die Marktpräsenz durch das dichte Filialnetz stabil.
Was unterscheidet Volksbanken von Raiffeisenbanken?
Volksbanken gehen auf Hermann Schulze-Delitzsch zurück. Sie entstanden im 19. Jahrhundert als städtische Kreditgenossenschaften für Handwerker und Gewerbetreibende. Raiffeisenbanken basieren auf dem Konzept Friedrich Wilhelm Raiffeisens. Er gründete ländliche Kreditgenossenschaften zur Unterstützung der Landwirtschaft. Heute ist der Unterschied weitgehend historisch. Beide Bankentypen bieten vergleichbare Dienstleistungen, folgen dem genossenschaftlichen Prinzip und sind Teil derselben FinanzGruppe. Viele Institute fusionieren unter dem Doppelnamen Volks- und Raiffeisenbank oder firmieren als VR-Bank.
Welche Daten sind über Genossenschaftsbanken verfügbar?
Für Genossenschaftsbanken sind verschiedene Daten öffentlich zugänglich oder kommerziell erhältlich: Firmenname, Postadresse, Telefonnummer, Webseite und E-Mail-Adresse gehören zum Standard. Kommerzielle Anbieter stellen Listen bereit, die zusätzlich Ansprechpartner, Geschäftsführung, Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl enthalten können. Branchenverbände veröffentlichen aggregierte Statistiken zur Marktentwicklung. Die Datenabdeckung liegt bei etwa 90 bis 100 Prozent aller Institute. Aktualisierungen erfolgen in der Regel jährlich.

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