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Family-Offices Firmenliste Deutschland

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Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland existieren zwischen 500 und 938 Family Offices. Unsere Firmendatenbank verzeichnet zahlreiche Adressen.
  • führt mit Family Offices, gefolgt von mit und mit Standorten.
  • Der Markt wächst kontinuierlich. Jährlich kommen bis zu 5 neue Multi Family Offices hinzu.
  • Man unterscheidet Single Family Offices (SFOs), die das Vermögen einer Familie verwalten, und Multi Family Offices (MFOs), die mehrere vermögende Familien betreuen.
  • Die größten deutschen Family Offices wie HQ Trust, Spudy Family Office und Palatina verwalten Assets zwischen 1,5 und 17 Milliarden USD.
  • München, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf bilden als Finanzmetropolen die wichtigsten Standorte.
  • Ein Branchenverzeichnis der Family Offices ist besonders relevant für Fondsmanager, Projektentwickler, SaaS-Unternehmen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Finanzdienstleister.

Was sind Family Offices?

Family Offices sind private Organisationen, die das Vermögen einer oder mehrerer wohlhabender Familien verwalten. Sie bieten eine breite Palette an Dienstleistungen. Diese reicht von der Vermögensverwaltung über Steuerplanung bis hin zur Nachfolgeplanung. Im Gegensatz zu klassischen Vermögensverwaltern oder Banken arbeiten Family Offices exklusiv für ihre Mandanten. Sie orientieren sich an langfristigen Zielen über Generationen hinweg.

In der deutschen Wirtschaft spielen Family Offices eine zunehmend wichtige Rolle. Sie agieren als Finanzierungspartner für Unternehmen, Immobilienprojekte und Start-ups. Sie investieren in verschiedene Anlageklassen wie Private Equity, Venture Capital, Immobilien, börsennotierte Wertpapiere und alternative Investments. Das Dienstleistungsspektrum umfasst neben Portfolio Management auch Family Governance, Philanthropie-Beratung, Stiftungsverwaltung und Concierge Services.

Synonyme sind Familienvermögensverwaltung oder Family Office Dienstleister. Sie gehören zum übergeordneten Sektor der Finanzdienstleistungen. Sie unterscheiden sich jedoch durch ihre exklusive Ausrichtung auf vermögende Unternehmerfamilien. Die ganzheitliche Betreuung geht über reine Kapitalanlage hinaus.

Wie viele Family Offices gibt es in Deutschland?

Die Anzahl wird je nach Quelle und Definition unterschiedlich beziffert. Deutschland zählt zwischen 500 und 938 Family Offices (Stand 2024-2025). Diese Bandbreite entsteht, weil manche Verzeichnisse nur registrierte oder öffentlich sichtbare Family Offices erfassen. Andere beziehen auch diskrete Single Family Offices ein.

Konkrete Zahlen liefern verschiedene Branchenverzeichnisse. Eine führende Datenbank verzeichnet 938 Family Office Adressen in Deutschland. Spezialisierte Listen führen 174 Multi Family Offices auf. Branchenexperten schätzen über 360 Single Family Offices. Die Marktstatistiken zeigen, dass Multi Family Offices durchschnittlich 20 bis 30 Familien betreuen. Einzelne MFOs betreuen sogar über 100 Klienten.

Der Markt wächst stetig. Jährlich kommen bis zu 5 neue Multi Family Offices hinzu. Dies unterstreicht die zunehmende Bedeutung professioneller Vermögensverwaltung in Deutschland. Treiber dieser Entwicklung sind Vermögensübertragungen zwischen Generationen, zunehmende Komplexität der Kapitalmärkte und der Wunsch nach unabhängiger, langfristiger Vermögensbetreuung jenseits klassischer Bankenstrukturen.

8 der größten Family-Offices in Deutschland

Auswahl großer Multi-Family-Offices, die Vermögen mehrerer Familien betreuen, sortiert nach dem betreuten Vermögen laut Unternehmens- und Presseangaben. Single-Family-Offices einzelner Privatpersonen sind bewusst nicht aufgeführt; keine vollständige Rangliste, die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Jahren.

Unternehmen Sitz Website Kurzbeschreibung
FERI Bad Homburg vor der Höhe feri.de Multi-Asset-Manager mit eigenem Family-Office-Bereich für Unternehmerfamilien, Stiftungen und institutionelle Anleger. Laut Unternehmen über 68 Mrd. € verwaltetes Vermögen und mehr als 280 Mitarbeitende an acht Standorten (gesamte Gruppe).
HQ Trust Bad Homburg vor der Höhe hqtrust.de 2006 gegründetes Multi-Family-Office, hervorgegangen aus dem Family Office der Familie Harald Quandt. Laut Unternehmen Ende 2025 über 20 Mrd. € verwaltetes und über 50 Mrd. € beratenes Vermögen, rund 180 Kunden und 115 Mitarbeitende.
Deutsche Oppenheim Family Office Köln deutsche-oppenheim.de Zur Deutschen Bank gehörendes Multi-Family-Office, 2013 aus Oppenheim Vermögenstreuhand und dem Wilhelm von Finck Deutsche Family Office entstanden. Laut Unternehmen (2023) über 10 Mrd. € Vermögen in der Verantwortung.
FINVIA Frankfurt am Main finvia.fo 2020 von früheren HQ-Trust-Managern gegründetes Multi-Family-Office mit digitaler Plattform und mehreren Standorten in Deutschland. Laut Unternehmen (2025) über 7 Mrd. € betreutes Vermögen.
Kontora Family Office Hamburg kontora.com 2006 gegründetes unabhängiges Multi-Family-Office und Manager für Großvermögen mit Schwerpunkten Reporting, Immobilien und Managerauswahl. Laut Unternehmen werden über 5 Mrd. € Mandantenvermögen betreut.
AURETAS family trust Hamburg auretas.de Multi-Family-Office mit Standorten in Hamburg und München für Familienvermögen und Stiftungen. Laut Fuchsbriefe (2017) betreute es rund 400 Familienverbünde mit mehr als 4 Mrd. € Vermögen und 50 Mitarbeitenden.
FOCAM Frankfurt am Main focam.de Seit 1999 tätiges Multi-Family-Office und unabhängiger Vermögensverwalter für Familien und institutionelle Investoren. Laut Unternehmen über 2 Mrd. € betreutes Vermögen.
Marcard, Stein & Co Hamburg marcard.de Hamburger Family-Office-Bank mit Banklizenz für komplexe Familienvermögen; 2026 Übernahme durch Rothschild & Co vereinbart. Laut Handelsblatt (2026) rund 80 Mitarbeitende.

Quellen: bankseminar.uni-koeln.de, fuchsbriefe.de, familyoffice.focam.de, handelsblatt.com; Unternehmensangaben (Stand 2026).

Regionale Verteilung: Family Offices nach Bundesland

Die Standorte konzentrieren sich deutlich auf wirtschaftsstarke Bundesländer und Finanzmetropolen. Nordrhein-Westfalen profitiert von Städten wie Düsseldorf und Köln. Bayern profitiert von München als Zentrum. Baden-Württemberg profitiert von Stuttgart und der dortigen Unternehmerdichte. Diese Verteilung spiegelt historisch gewachsene Vermögensstrukturen wider. Sie zeigt die Nähe zu Unternehmenszentralen.

Die regionale Konzentration erklärt sich durch mehrere Faktoren. München, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und Berlin fungieren als Hauptstandorte. Dort existieren historisch gewachsene Finanznetzwerke, spezialisierte Dienstleister und eine hohe Dichte an Unternehmerfamilien. Finanzmetropolen bieten zudem Zugang zu Investmentgelegenheiten und qualifizierten Family Office Experten. Sie ermöglichen diskrete Zusammenarbeit mit Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern. Die Wirtschaftskraft der Bundesländer korreliert stark mit der Anzahl ansässiger Family Offices.

Die Family Office Landschaft in Deutschland durchläuft einen dynamischen Wandel. Die Anzahl der Multi Family Offices steigt kontinuierlich. Gleichzeitig professionalisieren sich auch Single Family Offices zunehmend. Vermögende Familien erkennen, dass spezialisierte Strukturen langfristig bessere Ergebnisse erzielen. Traditionelle Bankbeziehungen verlieren an Bedeutung.

Digitalisierung prägt die Branche stark. Moderne Reporting-Systeme, automatisierte Compliance-Prozesse und digitale Investmentplattformen werden Standard. Gleichzeitig gewinnen ESG-Kriterien und Impact Investing an Bedeutung. Jüngere Generationen legen Wert auf nachhaltige Kapitalanlagen. Family Offices investieren verstärkt in Renewable Energy, Cleantech und sozialverträgliche Geschäftsmodelle.

Regulatorische Entwicklungen schaffen neue Rahmenbedingungen. Single Family Offices unterliegen grundsätzlich nicht der BaFin-Aufsicht. Multi Family Offices müssen jedoch zunehmend Lizenzanforderungen erfüllen. DSGVO-Compliance und Anti-Geldwäsche-Vorschriften fordern professionelle Strukturen. Der Generationenwechsel bei Unternehmerfamilien treibt die Nachfrage zusätzlich an. Vermögensübertragungen erfordern sorgfältige Planung.

Welche Arten von Family Offices gibt es?

Single Family Offices (SFOs) verwalten ausschließlich das Vermögen einer einzigen Familie oder eines Familienstamms. Sie bieten maximale Individualisierung und Diskretion. Sie erfordern jedoch ein Mindestvermögen von typischerweise 100 bis 200 Millionen Euro. Nur so lassen sich die laufenden Kosten wirtschaftlich rechtfertigen. Deutschland zählt über 360 Single Family Offices. Darunter sind prominente Beispiele wie Extorel (Familie Strascheg), Reimann Investors oder WEGA Invest.

Multi Family Offices (MFOs) betreuen mehrere vermögende Familien gleichzeitig. Sie teilen dadurch Betriebskosten. Sie sind für Vermögen ab 10 bis 20 Millionen Euro zugänglich. Sie bieten dennoch professionelle Dienstleistungen. In Deutschland existieren 174 Multi Family Offices. Darunter sind HQ Trust, Spudy Family Office, Palatina und FOCAM AG. MFOs kombinieren Skaleneffekte mit individueller Betreuung.

Banknahe Family Offices sind Abteilungen großer Privatbanken. Unabhängige Family Offices gehören keiner Bankengruppe an. Virtual Family Offices koordinieren externe Dienstleister ohne eigene operative Infrastruktur. Spezialisierte Family Offices konzentrieren sich auf bestimmte Asset-Klassen. Beispiele sind Immobilien (Pamera Real Estate Partners), Private Equity oder Venture Capital. Embedded Family Offices sind direkt in Unternehmensstrukturen integriert. Sie verwalten neben Kapitalanlagen auch operative Beteiligungen.

Für wen ist eine Liste von Family Offices relevant?

Fondsmanager und Asset Manager nutzen Branchenverzeichnisse von Family Offices für Fundraising und Kapitalakquise. Family Offices investieren regelmäßig in Private Equity Fonds, Immobilienfonds und alternative Investmentvehikel. Eine aktuelle Adressliste ermöglicht direkten Zugang zu Entscheidern. Sie verkürzt Vertriebszyklen erheblich.

Projektentwickler im Immobiliensektor finden in Family Offices wichtige Finanzierungspartner. Diese beteiligen sich an Entwicklungsprojekten, Co-Investments und Mezzanine-Kapital. Viele Family Offices wie Pamera Real Estate oder Wirtgen Invest haben eigene Immobilien-Sparten. SaaS-Unternehmen und Technologieanbieter erreichen über Family Office Listen kaufkräftige B2B-Kunden. Das Angebot umfasst Finanzmanagement-Software, Reporting-Tools oder Cybersecurity-Lösungen.

Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater gewinnen über Firmenlisten gezielt Mandanten. Die Dienstleistungen umfassen Nachfolgeplanung, Steueroptimierung und Family Governance Beratung. Vermögensverwalter identifizieren potenzielle Kooperationspartner für Due Diligence oder Co-Investments. Finanzinstitute nutzen Branchenverzeichnisse für den Vertrieb von Kapitalanlageprodukten, Finanzierungslösungen und M&A-Beratung. Marketing-Kanäle reichen von E-Mail-Marketing über Direktmailing und LinkedIn bis zu spezialisierten Branchenveranstaltungen wie dem Family Office Real Estate Day.

Datenverfügbarkeit: Family-Offices

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Family-Offices in Deutschland.

Firmenname
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Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Family Offices gibt es in Deutschland?
Deutschland zählt zwischen 500 und 938 Family Offices (Stand 2024-2025). Unsere Firmendatenbank verzeichnet zahlreiche Adressen. Spezialisierte Verzeichnisse führen 174 Multi Family Offices auf. Schätzungen gehen von über 360 Single Family Offices aus. Die Bandbreite entsteht durch unterschiedliche Definitionen und die Diskretion vieler Single Family Offices. Viele treten nicht öffentlich auf. Der Markt wächst kontinuierlich mit jährlich bis zu 5 neuen Multi Family Offices.
Welche sind die größten Family-Offices in Deutschland?
Zu den größten Family-Offices in Deutschland zählen unter anderem FERI, HQ Trust, Deutsche Oppenheim Family Office, FINVIA und Kontora Family Office. Eine Übersicht mit 8 Unternehmen, Sitz und Website finden Sie im Abschnitt „8 der größten Family-Offices in Deutschland“ weiter oben.
Was ist der Unterschied zwischen Single Family Office und Multi Family Office?
Ein Single Family Office (SFO) betreut ausschließlich das Vermögen einer einzigen Familie oder eines Familienstamms. Ein Multi Family Office (MFO) verwaltet hingegen die Vermögen mehrerer vermögender Familien. SFOs erfordern typischerweise ein Mindestvermögen von 100 bis 200 Millionen Euro. MFOs sind bereits ab 10 bis 20 Millionen Euro zugänglich. In Deutschland existieren über 360 Single Family Offices und 174 Multi Family Offices. MFOs ermöglichen Kostenteilung und Professionalisierung. SFOs bieten maximale Individualisierung.
Wo gibt es die meisten Family Offices in Deutschland?
führt mit Family Offices. Es folgen Bayern mit , Baden-Württemberg mit und Hessen mit Standorten. Die Konzentration findet sich in Finanzmetropolen wie München, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf. Diese Städte bieten Zugang zu spezialisierten Dienstleistern, Investmentgelegenheiten und historisch gewachsenen Finanznetzwerken. Die Wirtschaftskraft der Bundesländer und die dortige Unternehmerdichte sind entscheidende Faktoren für die regionale Verteilung.
Ab welchem Vermögen lohnt sich ein Family Office?
Ein Single Family Office lohnt sich typischerweise ab 100 bis 200 Millionen Euro Vermögen. Erst dann sind die laufenden Kosten für Personal, Infrastruktur und Dienstleister wirtschaftlich gerechtfertigt. Multi Family Offices sind bereits ab 10 bis 20 Millionen Euro Vermögen sinnvoll. Die Kosten werden auf mehrere Familien verteilt. Für kleinere Vermögen bieten sich Virtual Family Offices an. Diese koordinieren externe Dienstleister. Die Kostenstruktur und der gewünschte Dienstleistungsumfang sind neben der Vermögenshöhe entscheidend.
Welche Daten sind in einer Liste von Family Offices verfügbar?
Unsere Firmendatenbank enthält zahlreiche Adressen mit Firmenname, vollständiger Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Zusätzlich sind Ansprechpartner und Geschäftsführung verzeichnet. Bei größeren Family Offices auch Assets under Management (AUM) und Investment Focus. Manche Listen enthalten zudem das Gründungsjahr und Portfolio-Informationen. Die Datenfelder ermöglichen gezieltes E-Mail-Marketing, Direktmailing und Telefonakquise.
Wer reguliert Family Offices in Deutschland?
Single Family Offices unterliegen grundsätzlich nicht der BaFin-Regulierung. Sie verwalten nur das Vermögen einer Familie. Multi Family Offices benötigen häufig eine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Dies hängt vom Dienstleistungsspektrum ab. Branchenverbände wie VuFO (Verband unabhängiger Family Offices) und VuV (Verband unabhängiger Vermögensverwalter) setzen Standards. Alle Family Offices müssen DSGVO-Vorschriften und Anti-Geldwäsche-Bestimmungen einhalten. Es existiert keine gesetzliche Definition des Begriffs Family Office in Deutschland.

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