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Zeitarbeitsfirmen Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Zeitarbeitsfirmen-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zeitarbeitsfirmen-Liste für Deutschland umfasst 6.402 aktiv erfasste Unternehmen. Zählt man alle Verleihbetriebe inklusive Mischunternehmen, steigt die Zahl auf über 52.000.
  • Das Marktvolumen der Branche belief sich 2023 auf 32,9 Milliarden Euro, ein Rückgang von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Nordrhein-Westfalen führt das regionale Firmenverzeichnis mit 1.529 Zeitarbeitsunternehmen und stellt damit fast ein Viertel aller deutschen Anbieter.
  • Das Volumensegment bei Helfern ohne Berufsausbildung schrumpft, während spezialisierte Bereiche wie IT, Ingenieurwesen und Gesundheit strukturell wachsen.
  • Für Vertriebsteams, Marktforscher und Direktmarketing-Agenturen ist eine strukturierte Adressliste der Zeitarbeitsfirmen ein zentrales Arbeitsmittel.
  • Die Branche gliedert sich in sieben Dienstleistungsmodelle, von der klassischen Arbeitnehmerüberlassung bis zu Interims-Management und Outplacement.
  • Jeder Verleiher benötigt eine gültige Erlaubnis nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG).

Was sind Zeitarbeitsfirmen?

Eine Zeitarbeitsfirma ist ein Unternehmen, das Arbeitnehmer verschiedener Berufsfelder bei sich anstellt und diese an andere Firmen, sogenannte Entleihbetriebe, verleiht. Der Arbeitsort liegt beim Auftraggeber, während die Zeitarbeitsfirma offizieller Arbeitgeber bleibt. Sie zahlt das Gehalt, führt Sozialversicherungsbeiträge ab und trägt sämtliche arbeitsrechtlichen Pflichten. Der Begriff Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) ist die gesetzliche Bezeichnung für dieses Modell. Im Branchenbuch erscheint es auch als Leiharbeit oder Personalleasing.

In der deutschen Wirtschaft erfüllen Zeitarbeitsunternehmen eine wichtige Pufferfunktion. Unternehmen mit schwankendem Personalbedarf, saisonalen Auftragsspitzen oder kurzfristigen Projektanforderungen greifen auf diese Dienstleistung zurück. Die Mitarbeiterüberlassung ermöglicht vielen Menschen einen niedrigschwelligen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Zeitarbeitnehmer erwirtschaften rund 10 bis 15 Prozent des deutschen Wirtschaftswachstums.

Zum Bereich der Personaldienstleistungen zählen neben der klassischen Arbeitnehmerüberlassung auch Personalvermittlung, Executive Search und Outsourcing. Zeitarbeitsfirmen bilden darin ein eigenständiges Wirtschaftssegment. Synonyme im Branchenverzeichnis umfassen Zeitarbeitsunternehmen, Leiharbeitsfirmen und Personalserviceunternehmen.

Wie viele Zeitarbeitsfirmen gibt es in Deutschland?

Die Gesamtzahl der Zeitarbeitsfirmen hängt stark von der verwendeten Definition ab. Als reine Zeitarbeitsunternehmen mit ANÜ-Schwerpunkt gelten rund 10.664 Firmen (Stand 2023). Firmendatenbanken mit vermarktbaren Adressen erfassen 6.402 aktive Unternehmen. Rechnet man alle Betriebe mit gültiger AÜG-Erlaubnis ein, also auch Mischbetriebe, ergibt sich eine Gesamtzahl von über 52.700.

Kategorie Anzahl Unternehmen Stand
Reine Zeitarbeitsunternehmen (ANÜ-Schwerpunkt) ca. 10.664 2023
Aktive Firmenadressen (Firmendatenbank) 6.402 2026
Alle Verleihbetriebe inkl. Mischbetriebe ca. 52.700 2017
Reine Zeitarbeitsunternehmen ohne Mischbetriebe ca. 11.500 2017

Im Jahresdurchschnitt 2023 arbeiteten rund 796.000 Zeitarbeitnehmer in Deutschland. Je Beschäftigten erzielte die Branche einen durchschnittlichen Umsatz von 37.340 Euro. Diese Branchenkennzahlen belegen die wirtschaftliche Dichte des Segments. Die Zeitarbeitsfirmen-Übersicht ist damit ein aussagekräftiges Instrument für B2B-Vertrieb und Marktstudien.

Regionale Verteilung: Zeitarbeitsfirmen nach Bundesland

Die geografische Verteilung der Zeitarbeitsfirmen in Deutschland folgt der wirtschaftlichen Strukturkarte des Landes. Bevölkerungsreiche Industriestandorte und wirtschaftsstarke Ballungsräume konzentrieren den Großteil der Anbieter. Der Westen und Süden dominieren gegenüber den ostdeutschen Bundesländern klar.

Bundesland Anzahl Zeitarbeitsfirmen Anteil
Nordrhein-Westfalen 1.529 23,9 %
Bayern 1.048 16,4 %
Baden-Württemberg 839 13,1 %
Hessen 602 9,4 %
Niedersachsen 554 8,7 %
Berlin 376 5,9 %
Rheinland-Pfalz 295 4,6 %
Hamburg 269 4,2 %
Sachsen 212 3,3 %
Schleswig-Holstein 137 2,1 %
Bremen 117 1,8 %
Thüringen 114 1,8 %
Brandenburg 105 1,6 %
Sachsen-Anhalt 99 1,5 %
Mecklenburg-Vorpommern 57 0,9 %
Saarland 49 0,8 %

Nordrhein-Westfalen führt mit 1.529 Unternehmen mit deutlichem Abstand. Bayern folgt mit 1.048, Baden-Württemberg mit 839 Betrieben. Die drei bevölkerungsstärksten Bundesländer vereinen mehr als die Hälfte aller deutschen Zeitarbeitsfirmen auf sich. NRW verzeichnete 2023 zudem 172.939 aktiv beschäftigte Zeitarbeitnehmer und unterstreicht seine Rolle als industrieller Schwerpunkt. Die ostdeutschen Bundesländer sind strukturell schwächer vertreten. Sachsen hält mit 212 Unternehmen die stärkste Position im Osten.

Das Marktvolumen der Zeitarbeitsbranche sank 2023 um 3,1 Prozent auf 32,9 Milliarden Euro. Dieser Rückgang steht im Kontrast zum Aufschwung nach der Coronakrise. 2021 wuchs die Branche im Durchschnitt um 20,9 Prozent. 2020 hatte ein Einbruch von 16,4 Prozent vorausgegangen. Der Branchenreport belegt eine enge Kopplung an die Gesamtkonjunktur.

Zwei gegenläufige Bewegungen erklären den Rückgang 2023. Das Volumensegment mit Helfern ohne Berufsausbildung schrumpft. Das Fachkräftegeschäft hingegen wächst: Anbieter mit Fokus auf Industrie, IT oder Gesundheitswesen verzeichneten durchschnittlich plus 2,2 Prozent. House of HR Germany überschritt 2023 erstmals die Milliarden-Marke und legte 11,5 Prozent zu. Die Branche verschiebt sich strukturell vom Massengeschäft zur qualifizierten Fachkräftevermittlung.

Digitalisierung verändert das Geschäftsmodell der Zeitarbeitsunternehmen grundlegend. Plattformbasierte Matching-Systeme und digitale Onboarding-Prozesse gewinnen an Bedeutung. Der anhaltende Fachkräftemangel in Pflege, Engineering und IT sichert spezialisierten Anbietern stabile Auftragspipelines. Diese sind von allgemeinen Konjunkturschwankungen weitgehend unabhängig.

Welche Arten von Zeitarbeitsfirmen gibt es?

Die Branche gliedert sich in mehrere Dienstleistungsmodelle, die sich in Geschäftsmodell, Zielgruppe und regulatorischem Rahmen unterscheiden.

Arbeitnehmerüberlassung ist das Kerngeschäft. Der Verleiher stellt Mitarbeiter ein, überlässt sie dem Entleihbetrieb und verrechnet ein Dienstleistungsentgelt. Die gesetzliche Überlassungshöchstdauer beträgt 18 Monate. Nach 9 Monaten greift das Equal-Pay-Gebot. Generalistisch ausgerichtete Großanbieter decken alle Branchen ab, regionale Spezialisten fokussieren einzelne Sektoren.

Personalvermittlung unterscheidet sich durch das Ziel einer dauerhaften Festanstellung. Der Anbieter erhält eine einmalige Vermittlungsprovision statt laufender Entgelte. Kaufmännische und technische Berufe dominieren dieses Segment.

Executive Search und Interims-Management adressieren Führungskräfte und hochqualifizierte Spezialisten. Hays Professional Solutions hat sich auf Fachkräfteüberlassung in Engineering, IT und Finance spezialisiert. Das Unternehmen erzielte 2023 einen Umsatz von 432 Millionen Euro. Beim Interims-Management überbrücken erfahrene Manager vorübergehende Vakanzen in Schlüsselpositionen.

Outsourcing und Master-Vendor-Modelle gehen über die reine Personalüberlassung hinaus. Beim On-Site-Management betreibt der Anbieter eine eigene Niederlassung direkt beim Kunden. Verschiedene Firmen kombinieren mehrere dieser Modelle und bieten so ein vollständiges Leistungsportfolio.

Transfergeschäft und Outplacement sind Nischenangebote bei Unternehmensrestrukturierungen. Sie helfen Arbeitnehmern beim Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse und kommen bei größeren Personalabbaumaßnahmen zum Einsatz.

Für wen ist eine Liste von Zeitarbeitsfirmen relevant?

Eine vollständige Übersicht der Zeitarbeitsfirmen mit Adressdaten und Kontaktinformationen ist für mehrere Zielgruppen ein unverzichtbares Arbeitsmittel.

Versicherungsunternehmen mit ANÜ-spezifischen Produkten nutzen das Firmenverzeichnis für gezielte Direktmailings. Die besonderen Risiken der Arbeitnehmerüberlassung, von Haftungsansprüchen bis zu Ausfallrisiken bei überlassenen Mitarbeitern, erzeugen einen permanenten Versicherungsbedarf. Personalisierte Postsendungen an die Geschäftsführung erreichen Entscheider direkt und physisch.

Rechtsanwälte für Arbeitsrecht finden in der Branche eine strukturell beratungsintensive Zielgruppe. AÜG-Compliance, Equal-Pay-Ansprüche und Tarifverhandlungen sichern kontinuierlichen Beratungsbedarf. Eine Telefonakquise über die Unternehmensdatenbank ermöglicht die direkte Ansprache von Geschäftsführern.

Vertriebsteams von HR-Software-Anbietern profitieren besonders von der Tiefe der verfügbaren Firmendaten. Für 80 Prozent der 6.402 erfassten Unternehmen stehen Geschäftsführerdaten bereit. Das ermöglicht die gezielte Ansprache entscheidungsbefugter Personen. Der Import in CRM-Systeme oder E-Mail-Software ist über standardisierte Exportformate problemlos möglich.

Marktforscher und Unternehmensberater nutzen die Firmenliste als Datenbasis für Branchenanalysen. Die Kombination aus Mitarbeiterzahl, regionaler Verteilung und Unternehmensgrößenklassen liefert verlässliche Marktdaten für Markteintrittsanalysen. Das Adressregister umfasst alle Größenklassen, von 259 Kleingewerbetreibenden bis zu 174 Großunternehmen.

Datenverfügbarkeit: Zeitarbeitsfirmen

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Zeitarbeitsfirmen in Deutschland.

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Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Zeitarbeitsfirmen gibt es in Deutschland?
Die Zahl variiert je nach Definition erheblich. Als reine Zeitarbeitsunternehmen mit ANÜ-Schwerpunkt gelten rund 10.664 Firmen (Stand 2023). Aktiv vermarktbare Firmenadressen umfassen 6.402 Einträge. Rechnet man alle Verleihbetriebe mit gültiger AÜG-Erlaubnis ein, also auch Mischunternehmen, ergibt sich eine Gesamtzahl von über 52.000. Diese Unterschiede erklären, warum verschiedene Quellen stark abweichende Zahlen nennen.
Welche Bundesländer haben die meisten Zeitarbeitsfirmen?
Nordrhein-Westfalen führt mit 1.529 Unternehmen (23,9 Prozent aller deutschen Zeitarbeitsfirmen). Bayern folgt mit 1.048, Baden-Württemberg mit 839 Betrieben. Die wirtschaftsstarken westdeutschen Flächenländer dominieren das Branchenverzeichnis eindeutig. Ostdeutsche Bundesländer sind deutlich schwächer vertreten. Sachsen hält mit 212 Unternehmen die stärkste Position im Osten des Landes.
Was regelt das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz?
Das AÜG ist das zentrale Regelwerk für Zeitarbeit in Deutschland. Es schreibt eine Erlaubnispflicht für alle Verleiher vor. Die Überlassungshöchstdauer beträgt 18 Monate beim gleichen Entleihbetrieb. Nach 9 Monaten gilt das Equal-Pay-Gebot, sofern kein abweichender Tarifvertrag Anwendung findet. Der GVP (Gesamtverband der Personaldienstleister) führte 2024 die Vorgängerverbände iGZ und BAP zusammen und verwaltet die Branchentarifverträge mit Entgeltgruppen 1 bis 9.
Gibt es eine offizielle Liste seriöser Zeitarbeitsfirmen?
Eine offiziell gepflegte Negativliste unseriöser Anbieter existiert nicht. Seriöse Zeitarbeitsfirmen erkennt man an einer gültigen AÜG-Erlaubnis, der Tarifbindung an den GVP-Tarifvertrag und transparenten Vertragskonditionen. Die täglich aktualisierte Erlaubnisdatenbank der Bundesagentur für Arbeit erlaubt die Überprüfung einzelner Anbieter. Verbindliche Auskünfte erteilen die regional zuständigen Arbeitsagenturen.
Welche Daten sind über Zeitarbeitsfirmen verfügbar?
Vollständige Firmendatensätze enthalten Postadresse (100 Prozent Verfügbarkeit bei 6.402 Einträgen), Telefonnummer (74 Prozent), E-Mail-Adresse (61 Prozent) und Geschäftsführerdaten (80 Prozent). Finanzdaten wie Mitarbeiterzahl und Bilanzsumme stehen für rund 33 bis 35 Prozent der Unternehmen bereit. Umsatzdaten sind wegen begrenzter Offenlegungspflichten nur für 1 Prozent der Einträge verfügbar.
Welche Branchen nutzen Zeitarbeit besonders intensiv?
Industrie und Fertigung, Logistik und Transport sowie Gesundheit und Pflege zählen zu den stärksten Abnehmern von Zeitarbeitskräften. IT und Engineering verzeichnen das stärkste Wachstum und sind von allgemeinen Konjunkturschwankungen weitgehend entkoppelt. Kaufmännische Berufe, Bau und Handwerk sowie Aviation bilden weitere bedeutende Vertikale. Spezialisierte Zeitarbeitsunternehmen haben sich in diesen Nischen dauerhaft etabliert.

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