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Reedereien Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Reedereien-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

Kategorie Logistik
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt rund 295 Reedereien (Stand 2024), die gemeinsam etwa 2.000 Handelsschiffe betreiben.
  • Hamburg ist mit über 100 Reedereien das größte Schifffahrtszentrum Deutschlands und Europas.
  • Die Handelsflotte Deutschland belegt Platz 6 in der globalen Weltrangliste, trotz rückläufiger Schiffszahlen in den vergangenen Jahren.
  • Rund 80 Prozent aller deutschen Reedereien betreiben Flotten mit weniger als zehn Schiffen: Die Branche ist stark mittelständisch geprägt.
  • Vollständige Firmenlisten mit bis zu 1.472 Adressen von Schifffahrtsunternehmen stehen für B2B-Marketing, Marktforschung und Vertrieb zur Verfügung.
  • Die deutsche Schifffahrtsbranche umfasst 13 Spezialisierungen, von der Containerschifffahrt über Kreuzfahrtreedereien bis zur Binnenschifffahrt.
  • Branchenverbände wie der VDR (Verband Deutscher Reeder) und der BDB (Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt) vertreten die Interessen der Reeder gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Was sind Reedereien?

Eine Reederei ist ein Verkehrsbetrieb innerhalb der Schifffahrtsbranche, der entweder eigene Schiffe betreibt oder Schiffe chartert. Zu den Kernaufgaben gehört die Bereederung, das heißt die Versorgung der Schiffe mit Ausrüstung, Treibstoff und Personal sowie deren technische und kaufmännische Betreuung. In vielen Fällen übernimmt das Schiffsmanagement zusätzlich Crewing-Leistungen und die technische Überwachung von Schiffsneubauten.

Im deutschen Sprachraum werden Reedereien auch als Schifffahrtsunternehmen, Schifffahrtsgesellschaft oder Bereederungsunternehmen bezeichnet. Die Branche gliedert sich nach Fahrtgebiet in Binnenschifffahrt auf Flüssen und Kanälen, Küstenschifffahrt entlang der Meeresküsten und Seeschifffahrt auf den offenen Ozeanen. Das übergeordnete Segment ist die maritime Logistik, die alle drei Bereiche verbindet und Deutschland zu einem zentralen Knoten im globalen Warenverkehr macht.

Deutschland blickt auf eine über 250 Jahre alte Reederei-Tradition zurück. Die älteste noch aktive Hamburger Reederei, Rob. M. Sloman & Co., besteht seit 1793; Aug. Bolten Wm. Miller's Nachfolger wurde bereits 1767 gegründet. Heute prägen sowohl global tätige Konzerne als auch mittelständische Familienbetriebe die deutsche Schifffahrtslandschaft. Der Branchenverband VDR vertritt die Interessen der Seeschifffahrt, der BDB die der Binnenschifffahrt Deutschland.

Wie viele Reedereien gibt es in Deutschland?

Deutschland zählt rund 295 aktive Reedereien, die gemeinsam etwa 2.000 Handelsschiffe betreiben (Stand 2024). Eine aktuelle Liste deutscher Reedereien unterscheidet dabei klar zwischen operativ tätigen Unternehmen und historischen Reedereien, die ihren Betrieb eingestellt haben. Die Handelsflotte Deutschland steht damit auf Platz 6 der globalen Weltrangliste der Schifffahrtsnationen.

Kennzahl Wert (Stand 2024)
Reedereien gesamt ca. 295
Handelsschiffe gesamt ca. 2.000
Weltranglistenplatz Platz 6
Anteil Flotten unter 10 Schiffe 80 %
Vollständige Firmenliste 1.472 Adressen
Davon 1–49 Mitarbeiter 1.320
Davon 50–249 Mitarbeiter 129
Davon ab 250 Mitarbeiter 23

Die Unternehmensstruktur der deutschen Schifffahrtsbranche ist stark mittelständisch geprägt: Rund 80 Prozent aller Flotten bestehen aus weniger als zehn Schiffen. Einzelne Branchenriesen sichern Deutschland dennoch seine internationale Stellung. Hapag-Lloyd AG aus Hamburg belegt mit 247 Containerschiffen und einer Kapazität von 1,74 Millionen TEU weltweit Platz 5 unter den Containerreedereien. Oldendorff Carriers aus Lübeck verwaltet rund 700 Schiffe, vorwiegend Massengutfrachter. Diese Bandbreite macht die Branche statistisch schwer erfassbar: Das Premium-Segment der größten 198 Unternehmen repräsentiert nur einen Bruchteil der Gesamtzahl, bündelt aber den Löwenanteil der Flottentonnage.

Regionale Verteilung: Reedereien nach Bundesland

Die deutsche Schifffahrtsbranche konzentriert sich geografisch auf norddeutsche Küstenregionen und Hafenstädte. Hamburg ist das unbestrittene Zentrum: Über 100 Reedereien haben dort ihren Hauptsitz, darunter Hapag-Lloyd, Peter Döhle Schiffahrts-KG (ca. 500 Containerschiffe) und Hamburg Süd. Die räumliche Konzentration spiegelt die historische Rolle des Hamburger Hafens als wichtigstes deutsches Tor zur Welt wider.

Region Reedereien und Flottenangaben
Hamburg >100 Reedereien
Bremen 20 Reedereien, 114 Schiffe
Leer (Ostfriesland) Briese Schiffahrt (130 Schiffe), BBC Chartering (160 Schiffe), Buss (79 Schiffe)
Haren/Ems Jüngerhans (40 Schiffe), Intersee (50 Schiffe)
Rostock AIDA Cruises (12 Schiffe), Deutsche Seereederei (47 Schiffe)
Lübeck Oldendorff Carriers (ca. 700 Schiffe), TT-Line (7 Schiffe)
Duisburg/Köln HGK Shipping (350 Binnenschiffe)

Bremen hat nach Hamburg die zweitgrößte Reederei-Dichte in Deutschland: In der Hansestadt sind 20 Reedereien mit 114 Schiffen ansässig, darunter traditionsreiche Unternehmen wie SLOMAN NEPTUN (seit 1873), F.A. Vinnen & Co. (seit 1819) und die B. Dettmer Reederei als Europas größte familiengeführte Binnenschifffahrtsreederei. Der Raum Leer und Haren an der Ems in Niedersachsen bildet das dritte maritime Zentrum Norddeutschlands und beherbergt Spezialbetriebe für Schwergut- und Mehrzweckschifffahrt. Die Binnenschifffahrt konzentriert sich hingegen auf den Rhein-Ruhr-Raum, wo HGK Shipping aus Köln eine Flotte von 350 Binnenschiffen auf deutschen und europäischen Wasserstraßen betreibt. Diese geografische Clusterung erklärt sich aus der Nähe zu Häfen, Schiffsregister-Standorten und dem historisch gewachsenen maritimen Fachkräfte-Pool.

Die Handelsflotte Deutschland verzeichnet seit Jahren einen rückläufigen Trend bei der Gesamtzahl der Schiffe. Obwohl Deutschland zu den bedeutendsten Schifffahrtsnationen weltweit zählt, hat sich die absolute Flottengröße gegenüber früheren Jahrzehnten verringert. Größere Einheiten mit höherer Kapazität gewinnen an Bedeutung, während kleinere Reedereien auf Nischenmärkte ausweichen oder in strategische Verbünde eintreten.

Zwei strukturelle Entwicklungen prägen die kommenden Jahre besonders stark. Die Dekarbonisierung zwingt Reeder zu erheblichen Investitionen in alternative Antriebe wie LNG-Technologie, Methanol oder Ammoniak, um internationale Klimaziele zu erfüllen. Die Digitalisierung verändert das Schiffsmanagement grundlegend: Optimierte Routenplanung, vorausschauende Wartung durch Sensordaten und automatisierte Dokumentenprozesse senken Kosten und erhöhen die Zuverlässigkeit.

Der Offshore-Sektor wächst als eigenständiges Segment, getrieben durch den massiven Ausbau von Windparks in Nord- und Ostsee. Der Fachkräftemangel betrifft Seeleute und Landpersonal gleichermaßen; deutsche Reedereien konkurrieren auf einem globalen Arbeitsmarkt um qualifizierte Schiffsführungskräfte. Marktkonsolidierungen durch Übernahmen und strategische Allianzen sind eine verbreitete Antwort auf steigenden Kostendruck. Der Strukturwandel hält an.

Welche Arten von Reedereien gibt es?

Die deutsche Schifffahrtsbranche unterscheidet nach Fahrtgebiet, Betriebsart und Ladungstyp mehrere Segmente. Jedes Segment hat eigene Marktregeln, Kundenstrukturen und technische Anforderungen. Diese Vielfalt macht eine differenzierte Branchenklassifikation für Verzeichnis-Nutzer besonders wichtig.

Containerreedereien und Linienschifffahrt bilden das international bekannteste Segment. Containerreedereien wie Hapag-Lloyd transportieren standardisierte Güter über feste Routen nach Fahrplan. Das Geschäftsmodell basiert auf globalen Liniendiensten mit regelmäßigen Anläufen in Großhäfen.

Massengutfrachter-Reedereien und Tankerreedereien operieren häufig im Trampschifffahrts-Modus, also flexibel nach Einzelauftrag ohne feste Route. Oldendorff Carriers (ca. 700 Schiffe) und Briese Schiffahrt (130 Schiffe) sind in diesem Bereich führend. Tankerreedereien spezialisieren sich auf Öl, Chemikalien, Flüssiggas oder Produktentanker; SLOMAN NEPTUN aus Bremen betreibt beispielsweise Gastanker und Chemikalientanker.

Kreuzfahrtreedereien verzeichnen starkes Marktwachstum. AIDA Cruises aus Rostock ist mit 12 Schiffen die bekannteste deutsche Kreuzfahrtreederei, TUI Cruises aus Hamburg betreibt 7 Schiffe der Marke "Mein Schiff". Hapag-Lloyd Cruises bedient mit 5 Luxuskriegschiffen das Premiumsegment; Phoenix Reisen aus Bonn und Plantours aus Bremen richten sich an ein breiteres Publikum.

Binnenschifffahrtsreedereien transportieren Güter auf deutschen und europäischen Wasserstraßen. HGK Shipping aus Köln betreibt 350 Binnenschiffe, hauptsächlich Massengutfrachter auf dem Rhein. Flusskreuzfahrtreedereien wie A-ROSA (11 Schiffe, Rostock) oder nicko cruises (33 Flussschiffe, Stuttgart) ergänzen das Binnensegment.

Fährreedereien und Offshore-Reedereien vervollständigen das Spektrum. Fährreedereien wie AG Reederei Norden-Frisia ab Norderney verbinden Inseln mit dem Festland. Offshore-Reedereien bedienen die wachsende Nachfrage aus dem Windenergie-Sektor auf Nord- und Ostsee.

Für wen ist eine Liste von Reedereien relevant?

Ein aktuelles Branchenbuch der deutschen Reedereien dient einer breiten Zielgruppe im B2B-Bereich. Maritime Zulieferer, die Schiffsausrüstung, Motoren, Navigationssysteme oder Sicherheitsausrüstung verkaufen, benötigen präzise Firmenadressen für die gezielte Direktansprache. Schifffahrtsversicherungen und Schiffsmakler nutzen ein entsprechendes Firmenverzeichnis, um potenzielle Kunden systematisch zu identifizieren und anzusprechen.

Logistikdienstleister und Speditionen greifen auf Firmendatenbanken zurück, um maritime Subunternehmer gezielt zu kontaktieren. Marktforschungsinstitute werten vollständige Firmenlisten aus, um aus den Adressdaten regionale Verteilungen, Unternehmensgrößenstrukturen und Wachstumstendenzen der deutschen Schifffahrtsbranche abzuleiten. Diese Marktdaten fließen in Branchenreports ein und bilden die Grundlage für strategische Investitionsentscheidungen.

Für den B2B-Vertrieb ist eine segmentierte Reedereien-Liste für Deutschland besonders wertvoll. Wer gezielt Großreedereien mit über 250 Mitarbeitern ansprechen möchte, findet im Premium-Segment 23 Unternehmen; wer mittelständische Betriebe mit 50 bis 249 Mitarbeitern im Fokus hat, kann auf 129 Kontakte zugreifen. Die DSGVO-konforme Nutzung solcher Firmenadressen ist für B2B-Zwecke grundsätzlich zulässig. Investoren und Beteiligungsgesellschaften nutzen das Branchenverzeichnis Schifffahrt schließlich für Wettbewerbsanalysen vor Übernahmen oder strategischen Beteiligungen.

Datenverfügbarkeit: Reedereien

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Reedereien in Deutschland.

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Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Reedereien gibt es in Deutschland?
Deutschland verfügt über rund 295 aktive Reedereien (Stand 2024), die in der See-, Küsten- und Binnenschifffahrt tätig sind. Zu den bekanntesten zählen Hapag-Lloyd (Hamburg), AIDA Cruises (Rostock), Oldendorff Carriers (Lübeck), Briese Schiffahrt (Leer) und HGK Shipping (Köln). Eine vollständige Adressliste aller deutschen Reedereien umfasst bis zu 1.472 Einträge mit Angaben zu Unternehmensgröße und Standort.
Wie viele Reedereien gibt es in Deutschland?
Rund 295 Reedereien betreiben in Deutschland insgesamt etwa 2.000 Handelsschiffe (Stand 2024). Der Großteil, rund 80 Prozent, führt Flotten mit weniger als zehn Schiffen. Trotz dieser mittelständischen Prägung zählen einzelne Unternehmen wie Hapag-Lloyd mit 1,74 Millionen TEU Kapazität zu den global führenden Containerreedereien.
Welche Reedereien fahren ab Deutschland?
Ab deutschen Häfen operieren vor allem Kreuzfahrtreedereien wie AIDA Cruises, TUI Cruises, Hapag-Lloyd Cruises und Phoenix Reisen; Hamburg ist der wichtigste Abfahrtshafen. Im Frachtbereich verbinden Linienreedereien wie Hapag-Lloyd deutsche Häfen mit weltweiten Zielen, während Binnenschifffahrtsreedereien europäische Wasserstraßen bedienen.
Wo gibt es die meisten Reedereien in Deutschland?
Hamburg ist mit über 100 Reedereien das größte Schifffahrtszentrum Deutschlands. Bremen folgt mit 20 Reedereien und 114 Schiffen. Der Raum Leer und Haren an der Ems in Niedersachsen ist ein weiterer Schwerpunkt mittelständischer Schifffahrtsunternehmen. Die Binnenschifffahrt konzentriert sich auf den Rhein-Ruhr-Raum mit HGK Shipping als größtem Akteur.
Welche Daten enthält eine professionelle Reederei-Firmenliste?
Typische Datensätze einer professionellen Reederei-Datenbank enthalten Firmenname, vollständige Adresse und Angaben zur Mitarbeitergrößenklasse. Vollständige Datensätze umfassen bis zu 1.472 Einträge: 1.320 Betriebe mit 1 bis 49 Mitarbeitern, 129 mit 50 bis 249 Mitarbeitern und 23 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten.
Was ist der Unterschied zwischen Linien- und Trampschifffahrt?
Linienreedereien fahren nach festen Routen und Fahrplänen, ähnlich einem Busunternehmen auf dem Ozean. Containerreedereien wie Hapag-Lloyd gehören typischerweise in diese Kategorie. Trampreedereien operieren flexibel nach Bedarf und chartern ihre Schiffe für einzelne Aufträge; Massengutfrachter- und Tankerreedereien arbeiten häufig in diesem Modus.

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