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Paketdienste Firmenliste Deutschland

Greifen Sie auf verifizierte Paketdienste-Unternehmen in Deutschland zu – mit Kontaktdaten, Firmenprofilen und, wo verfügbar, Ansprechpartnern.

Kategorie Logistik
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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Postgesetz verpflichtet seit dem 19. Juli 2024 alle in Deutschland tätigen Paketdienstleister zur Eintragung im amtlichen Anbieterverzeichnis. Genaue Gesamtzahlen aller registrierten Anbieter sind öffentlich nicht aggregiert verfügbar.
  • Der deutsche KEP-Markt erzielte 2024 einen Gesamtumsatz von 27,1 Milliarden Euro bei einem Sendungsvolumen von 4,26 Milliarden Paketen (+2 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
  • Sechs Hauptanbieter (DHL, Hermes, UPS, DPD, GLS, FedEx) wickeln gemeinsam 99 Prozent aller Sendungen ab. DHL führt mit einem Volumenanteil von rund 48 Prozent.
  • Das B2C-Segment wächst stark (+4,8 Prozent im ersten Halbjahr 2024), während B2B-Sendungen rückläufig sind (-2,3 Prozent).
  • Urbane Ballungsräume verzeichnen die dichteste Versorgung mit Paketshops, Packstationen und Same-Day-Diensten. Das größte Netz betreibt DHL mit über 29.000 Standorten.
  • Neben Standardpaketdiensten existieren spezialisierte Anbieter für Pharmalogistik, Sperrguttransport und zeitkritische Kuriersendungen.
  • Ein aktuelles Branchenverzeichnis der Paketdienste liefert verlässliche Adressdaten und Marktdaten für gezielte Analysen in Vertrieb, Marketing und Marktforschung.

Was sind Paketdienste?

Paketdienste transportieren Waren in handelsüblichen Verpackungen vom Absender zum Empfänger, sowohl innerdeutsch als auch grenzüberschreitend. Die Branche firmiert unter dem Begriff KEP-Dienste, der für Kurier-, Express- und Paketdienste steht. Die drei Kategorien unterscheiden sich nach Zustellgeschwindigkeit und Servicelevel. Kurierdienste setzen auf direkte Punkt-zu-Punkt-Zustellung. Expressdienste bieten garantierte Lieferzeiten. Standardpaketdienste arbeiten über netzwerkbasierte Sortier- und Transportsysteme. Die Grenzen zwischen den Segmenten verschwimmen zunehmend.

Im Gefüge der deutschen Wirtschaft nimmt die Branche eine tragende Rolle ein. Versanddienstleister verbinden Hersteller, Händler und Endverbraucher und bilden das Rückgrat des wachsenden E-Commerce-Marktes. Das Branchenbuch und die Unternehmensdatenbank der KEP-Dienstleister umfassen sowohl international tätige Konzerne als auch hochspezialisierte Nischenanbieter. Letztere bedienen Kühlversand, Sperrgut oder zeitkritische Logistik.

Das Postgesetz verpflichtet alle im deutschen Markt tätigen Dienstleister zur Registrierung im amtlichen Anbieterverzeichnis. Gängige Synonyme im Deutschen sind Zustelldienste, Lieferdienste, Logistikdienstleister und Versanddienstleister. In Firmenliste und Firmenverzeichnis erscheinen diese Unternehmen unter dem übergeordneten Bereich Logistik und Transport.

Wie viele Paketdienste gibt es in Deutschland?

Genaue Zahlen zur Gesamtanzahl aller registrierten Postdienstleister liegen öffentlich nicht in aggregierter Form vor. Die zuständige Regulierungsbehörde führt ein vollständiges digitales Anbieterverzeichnis nach § 4 Abs. 1 PostG, das als XLSX-Datei frei abrufbar ist. Eine zusammenfassende Gesamtzahl gibt es öffentlich jedoch nicht. Der Markt zeigt eine ausgeprägte Konzentration auf wenige Großanbieter.

Sechs Versanddienstleister beherrschen das Geschäft. DHL, Hermes, UPS, DPD, GLS und FedEx wickeln gemeinsam 99 Prozent aller Sendungen in Deutschland ab. Hinzu kommen wachsende Akteure wie Amazon Logistics sowie spezialisierte Kurierdienste und regionale Fulfillment-Anbieter.

Kennzahl Wert (Stand 2024)
Sendungsvolumen gesamt 4,26 Milliarden Sendungen
Umsatz KEP-Markt gesamt 27,1 Milliarden Euro
Beschäftigte gesamt ca. 262.000
Sendungen pro Werktag mehr als 13 Millionen
Marktanteil Top-6-Anbieter 99 Prozent
DHL Volumenanteil ca. 48 Prozent

Das Volumen stieg 2024 um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der strukturelle Anstieg des Online-Handels bringt konstant neue Pakete in den Zustellkreislauf. Bis 2028 prognostiziert die Branche ein jährliches Sendungsvolumen von rund 4,7 Milliarden Einheiten. Das entspricht einem Zuwachs von 2,3 Prozent pro Jahr. Das projizierte Marktvolumen für 2030 liegt bei 34,95 Milliarden Euro.

Regionale Verteilung: Paketdienste nach Bundesland

Bundeslandspezifische Zahlen zur Anzahl registrierter Paketdienstleister sind im öffentlichen Anbieterverzeichnis nicht in aufbereiteter Form verfügbar. Aus den Infrastrukturdaten der großen Paketzusteller lässt sich jedoch ein ausgeprägtes Stadt-Land-Gefälle klar ablesen. Ballungsräume wie das Rhein-Ruhr-Gebiet, der Großraum München und die Metropolregion Stuttgart verfügen über die dichteste Versorgung. Paketshops, Packstationen und moderne Zustellformen sind dort am stärksten vertreten. Das Sendungsvolumen folgt der Bevölkerungsdichte.

Anbieter Standorte in Deutschland Zustellbesonderheit
DHL 29.000+ Packstationen, Filialen, Paketshops, Paketboxen
Hermes 16.000–17.000 Kioske, Supermärkte, B2C-Fokus
DPD ca. 7.000 Live-Tracking, B2B-Stärke
GLS ca. 6.000 24h-Zustellung national
UPS ca. 5.000 Express- und Internationalversand
FedEx begrenzt Expressangebote, Schwerpunkt Geschäftskunden

In Großstädten setzen Paketdienste zunehmend auf Micro-Depots, Cargo-Bikes und Elektrotransporter, um die letzte Meile emissionsärmer zu gestalten. Same-Day-Delivery steht fast ausschließlich in urbanen Räumen zur Verfügung. Amazon Logistics erreicht in ausgewählten Städten sogar Sonn- und Feiertagszustellung. Das Standardnetz der Hauptanbieter versorgt ländliche Regionen, doch Expressdienste fehlen dort weitgehend. Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg zählen als bevölkerungsreichste Bundesländer zu den versorgungsstärksten Regionen.

Der KEP-Markt in Deutschland wächst kontinuierlich, getragen vom strukturellen Aufwind des E-Commerce. Das B2C-Segment legte im ersten Halbjahr 2024 um 4,8 Prozent zu. B2B-Sendungen gingen im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent zurück, was auf eine gedämpfte Industriekonjunktur hindeutet. Der Gesamtmarkt zeigte sich dennoch robust: Der Umsatz wuchs um 2,5 Prozent auf 27,1 Milliarden Euro. Im Weihnachtsgeschäft 2024 beförderten die Dienste allein in November und Dezember 735 Millionen Sendungen.

Strukturell verändert Amazon Logistics den Wettbewerb. Nach dem Markteintritt 2017 hat der Konzern laut aktuellen Branchendaten einen Marktanteil von 15 bis 25 Prozent aufgebaut. Zudem betreibt er über 11.000 Abholstationen. Das ist ein bemerkenswerter Aufstieg in kurzer Zeit.

Das Postrechtsmodernisierungsgesetz vom 19. Juli 2024 schafft einen einheitlichen regulatorischen Rahmen. Alle Versanddienstleister müssen im amtlichen Anbieterverzeichnis eingetragen sein. Die bisherige Unterscheidung zwischen lizenzpflichtigem und anzeigepflichtigem Betrieb entfällt. Nachhaltigkeit gewinnt als Wettbewerbsfaktor an Gewicht. GLS versendet seit 2019 klimaneutral ohne Aufpreis. DHL bietet das GoGreen-Programm innerdeutsch ohne Zusatzkosten an. Mehrere Anbieter investieren intensiv in Elektroflotten für die urbane Zustellung.

Welche Arten von Paketdiensten gibt es?

Die KEP-Branche gliedert sich in klar unterscheidbare Dienstleistungstypen, die sich nach Geschwindigkeit, Zielgruppe und Sendungsart unterscheiden.

Standardpaketdienste bilden das volumenstärkste Segment. Anbieter wie DHL, Hermes, DPD und GLS befördern Pakete über netzwerkbasierte Sortierzentren mit Laufzeiten von einem bis drei Werktagen. Sie sind kosteneffizient und tragen den Großteil des E-Commerce-Volumens.

Expressdienste garantieren feste Lieferzeiten, häufig am nächsten Werktag oder in definierten Zeitfenstern bis 9, 10:30 oder 12 Uhr. UPS und FedEx sind in diesem Segment besonders stark positioniert. DHL Express und DPD ergänzen das Angebot mit nationalen und internationalen Optionen samt Zeitgarantie.

Kurierdienste stellen Sendungen direkt vom Absender zum Empfänger zu, ohne Zwischenstopp in Sortierzentren. GO! Express & Logistics aus Bonn gilt als Europas größter unabhängiger Kurierdienst. Das Unternehmen betreibt ein bundesweites Netz aus über 100 Stationen für zeitkritische und sensible Sendungen.

Same-Day-Delivery konzentriert sich auf Ballungsräume. Amazon Logistics liefert in ausgewählten Städten innerhalb weniger Stunden. Lokale Stadtlogistiker nutzen E-Scooter und Lastenräder für unmittelbare Innenstadtzustellungen.

Spezialdienste adressieren Nischenmärkte mit besonderen Anforderungen. trans-o-flex aus Weinheim spezialisiert sich auf pharmazeutische Produkte und temperaturempfindliche Güter mit bundesweitem 24-Stunden-Express. GEL Express Logistik aus Meerbusch übernimmt sperrige, schwere und empfindliche Waren, die klassische Paketnetzwerke ablehnen. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter in 19 Eigenbetrieben.

Fulfillment-Anbieter integrieren Lagerung und Versand in einem Service. Sie bündeln Versandvolumina und verhandeln günstigere Konditionen bei mehreren Paketzustellern gleichzeitig. Davon profitieren vor allem kleine und mittlere Online-Händler.

Für wen ist eine Liste von Paketdiensten relevant?

Eine strukturierte Übersicht der Versanddienstleister in Deutschland bietet verschiedenen Akteursgruppen konkreten strategischen Mehrwert.

E-Commerce-Händler und Online-Shops nutzen die Paketdienste-Liste für Deutschland zur Planung ihrer Multi-Carrier-Strategie. 81 Prozent der Online-Shopper brechen den Kauf ab, wenn ihre bevorzugte Lieferoption fehlt. Wer alle verfügbaren Zustelldienste kennt, kann sein Angebot gezielt erweitern. Versandkosten machen bis zu 60 Prozent der gesamten Logistikkosten aus.

Fulfillment-Dienstleister und Logistikberater verwenden Adressdaten aus dem Branchenverzeichnis, um neue Carrier-Kooperationen anzubahnen und regionale Lücken im Carrier-Portfolio zu schließen. Eine aktuelle Adressliste ermöglicht den direkten Kontakt zu spezialisierten Betrieben jenseits der Top-6.

Investoren und Marktanalysten greifen auf die Firmendatenbank der KEP-Branche zurück, wenn sie Due-Diligence-Prozesse durchführen oder einen Branchenreport für den Logistiksektor erstellen. Das projizierte Marktvolumen von fast 35 Milliarden Euro bis 2030 macht den Sektor für institutionelle Investoren zunehmend attraktiv.

Zulieferer und Technologieanbieter des KEP-Sektors, darunter Verpackungshersteller, Softwareentwickler und Fahrzeuglieferanten, nutzen eine vollständige Firmenliste als Akquise-Grundlage. Sie identifizieren damit Entscheidungsträger direkt beim jeweiligen Paketzusteller.

Forschungseinrichtungen und Behörden greifen auf das öffentliche Anbieterverzeichnis zurück. Es enthält strukturelle Unternehmensdaten und steht als XLSX-Datei kostenfrei zum Download bereit.

Datenverfügbarkeit: Paketdienste

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Paketdienste in Deutschland.

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Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Paketdienste gibt es in Deutschland?
In Deutschland sind DHL, Hermes, UPS, DPD, GLS und FedEx die sechs Hauptanbieter. Sie wickeln gemeinsam 99 Prozent aller Sendungen ab. Spezialisierte Paketzusteller wie Amazon Logistics, trans-o-flex, GO! Express und GEL Express sind ebenfalls im Markt aktiv. Alle tätigen Postdienstleister müssen im amtlichen Anbieterverzeichnis eingetragen sein. Eine vollständige Übersicht aller registrierten Anbieter ist dort als XLSX-Datei frei abrufbar.
Wie viele Sendungen werden jährlich in Deutschland verschickt?
2024 beförderten die Paketdienste rund 4,26 Milliarden Sendungen in Deutschland, ein Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht mehr als 13 Millionen Paketen pro Werktag. Allein im Weihnachtsgeschäft 2024 lagen November und Dezember bei 735 Millionen Sendungen. Für 2028 prognostiziert die Branche ein Jahresvolumen von rund 4,7 Milliarden Sendungen bei einem jährlichen Wachstum von 2,3 Prozent.
Welche Paketarten gibt es beim Versand in Deutschland?
Die Branche unterscheidet grundsätzlich zwischen Standardversand (1 bis 3 Werktage) und Expressversand mit Lieferzeitgarantie. Dazu kommen Same-Day-Delivery in Großstädten, Kühlversand für temperaturempfindliche Waren sowie Sperrgutversand für überformatige Güter. Die meisten Anbieter ergänzen ihr Portfolio mit internationalem Versand, Retourenmanagement und klimaneutralen Versandoptionen, je nach Anbieter ohne oder gegen Aufpreis.
Wo gibt es die meisten Paketshop-Standorte in Deutschland?
DHL betreibt mit über 29.000 Standorten das dichteste Netz, gefolgt von Hermes mit 16.000 bis 17.000 Paketshops. DPD kommt auf rund 7.000 und GLS auf etwa 6.000 Abgabepunkte. Die höchste Konzentration findet sich in bevölkerungsreichen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg sowie in urbanen Ballungsräumen mit hoher Sendungsdichte.
Welche Daten sind über Paketdienstleister in Deutschland verfügbar?
Das öffentliche Anbieterverzeichnis enthält Firmenname, vollständige Adresse, Betreibername, Telefon- und E-Mail-Adresse sowie Art der Einrichtung für alle registrierten Anbieter. Halbjährliche Meldepflichten zum 1. Januar und 1. Juli halten die Branchenzahlen aktuell. Jährliche KEP-Studien liefern darüber hinaus Umsatzkennzahlen, Sendungsvolumina und Marktprognosen auf Branchenebene.
Was regelt das Postrechtsmodernisierungsgesetz für Paketdienste?
Seit dem 19. Juli 2024 müssen alle Postdienstleister in Deutschland im amtlichen Anbieterverzeichnis eingetragen sein. Die bisherige Unterscheidung zwischen lizenz- und anzeigepflichtigem Betrieb entfällt. Anbieter weisen Zuverlässigkeit, finanzielle Leistungsfähigkeit und Fachkunde nach. Die Regulierungsbehörde entscheidet innerhalb von vier Wochen nach vollständigem Antrag. Für bestehende Anbieter gilt eine Übergangsregelung bis zum 18. August 2026.

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