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Frauenvereine Firmenliste Deutschland

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Frauenvereine
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland zählt 2.909 Frauenvereine und Frauennetzwerke, die sich für Gleichstellung, berufliche Förderung und gesellschaftliche Teilhabe einsetzen (Stand 2020).
  • Nordrhein-Westfalen führt die regionale Verteilung mit 48 Organisationen an, gefolgt von Bayern (28) und Hessen (25).
  • Die Vereinslandschaft zeigt sich stabil mit kontinuierlichen Neugründungen moderner Netzwerke. Die historische Tradition reicht bis 1865 zurück.
  • Über 87 Prozent der Frauenvereine organisieren sich als Kleinstunternehmen. Das unterstreicht den ehrenamtlichen Charakter und die gemeinnützige Ausrichtung.
  • Firmendatenbanken bieten Mehrwert für Marketing-Abteilungen, Fundraising-Agenturen und Sprachschulen zur Kooperationsanbahnung und Neukundengewinnung.
  • Die Organisationslandschaft umfasst zehn verschiedene Vereinstypen von Berufsverbänden über politische Frauenorganisationen bis zu internationalen Netzwerken.

Was sind Frauenvereine und Frauennetzwerke?

Frauenvereine und Frauennetzwerke sind überregional und lokal aktive Organisationen, Berufsverbände für Frauen, feministische Netzwerke und Frauenrechtsorganisationen mit unterschiedlichen Strukturen, Trägern und Zielsetzungen. Sie verfolgen frauen- und geschlechterpolitische Ziele auf politischen, kulturellen, beruflichen oder sozialen Gebieten. Diese Organisationen dienen dem professionellen Networking, dem Aufbau wertschätzender sozialer Beziehungen, der gegenseitigen Unterstützung und der öffentlichen Sichtbarkeit von Frauen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Die deutsche Vereinslandschaft gliedert sich in diverse Organisationsformen. Neben eingetragenen Vereinen (e.V.) existieren gemeinnützige GmbHs, Stiftungen, Genossenschaften und informelle Initiativen. Manche Netzwerke entstanden im Zuge der zweiten Frauenbewegung ab den 1960er und 1970er Jahren als informelle Gruppen. Sie institutionalisierten sich später. Die Palette reicht von international vernetzten Serviceorganisationen wie Zonta International oder Soroptimist International bis zu lokalen Fraueninitiativen, die sich auf Stadtteile oder Landkreise konzentrieren.

Frauenorganisationen fördern das soziale und kulturelle Zusammenleben in der Gesellschaft aktiv. Sie gestalten es mit. Sie beraten Frauen und Männer bei verschiedenen Problemstellungen in den Bereichen Familie, Beruf, Gesundheit oder Finanzen. Sie bieten Coachings, Workshops, Foren und Gesprächsrunden an. Einige Vereine organisieren Deutschkurse und Kinderbetreuung. Andere kümmern sich um die Beratung und Unterstützung von Frauen in Notlagen. Die Themenspektren umfassen Berufsförderung, Bildung und Wissenschaft, Frauenrechte und Gleichstellung, Gesundheit, Politik und Gesellschaft, internationale Solidarität sowie Gewaltschutz.

Wie viele Frauenvereine gibt es in Deutschland?

Deutschland verfügt über 2.909 Frauenvereine und Frauennetzwerke (Stand 2020). Diese Zahl erfasst überregional sowie lokal aktive Organisationen bundesweit. Die Vereinslandschaft zeigt sich seit Jahrzehnten stabil. Die organisierte Frauenbewegung begann 1865 mit der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins durch Louise Otto-Peters und Auguste Schmidt in Leipzig. Seither entwickelte sich die Organisationsstruktur kontinuierlich weiter.

Die historische Entwicklung verlief in mehreren Wellen. Die erste Frauenbewegung setzte sich ab 1865 vor allem für verbesserte Mädchenbildung und Erwerbsmöglichkeiten für Frauen ein. Das Frauenwahlrecht wurde 1918 errungen. Die Zulassung zu Universitäten erfolgte Anfang des 20. Jahrhunderts. Während der Weimarer Republik erweiterte sich die gesellschaftliche Teilhabe deutlich. Im Nationalsozialismus kam es zur Gleichschaltung und Auflösung vieler Vereine. Nach 1945 erfolgten zahlreiche Neugründungen. Die zweite Frauenbewegung ab den 1960er und 1970er Jahren brachte neue informelle Gruppen hervor. Eine moderne Netzwerkbewegung entwickelte sich ab den 1980er Jahren.

Heute verzeichnet der Markt kontinuierliche Neugründungen moderner Netzwerke. Besonders Wirtschafts- und Karrierenetzwerke für berufstätige Frauen sowie branchenspezifische Verbände wachsen. Die digitale Transformation ermöglicht neue Vernetzungsformen. Viele traditionelle Vereine erweitern ihr Angebot um Online-Formate und digitale Mitgliedschaften.

9 bekannte Frauenvereine in Deutschland

Auswahl bundesweit tätiger Frauenvereine und -verbände mit Mitgliederangaben laut Verbänden bzw. Wikipedia, alphabetisch sortiert. Keine vollständige Rangliste – Dachverbände zählen ihre Mitglieder teils nur indirekt über Mitgliedsorganisationen.

Unternehmen Sitz Website Kurzbeschreibung
Business and Professional Women Germany (BPW) Berlin bpw-germany.de Netzwerk für berufstätige Frauen und Unternehmerinnen, das sich für Chancengleichheit in Beruf, Wirtschaft und Politik einsetzt. Laut Verband Dachverband von 26 regionalen Clubs mit mehr als 1.300 Mitgliedern.
Deutscher Ärztinnenbund (DÄB) Berlin aerztinnenbund.de 1924 gegründeter Berufsverband von Ärztinnen und Zahnärztinnen aller Fachrichtungen und Mitglied im Deutschen Frauenrat. Laut Wikipedia 2.542 Mitglieder (2025).
Deutscher Frauenrat Berlin frauenrat.de 1951 gegründeter Dachverband bundesweit tätiger Frauenorganisationen, der als Lobby für Gleichstellungspolitik auftritt. Laut Wikipedia 62 Mitgliedsverbände (2025) und rund 2,2 Mio. € Umsatz (2025).
Deutscher LandFrauenverband (dlv) Berlin landfrauen.info Bundesverband der LandFrauen mit 22 Landesverbänden und über 12.000 Ortsvereinen, der Frauen im ländlichen Raum vertritt. In den Ortsvereinen sind laut Verband rund 450.000 Frauen Mitglied.
Evangelische Frauen in Deutschland (EFiD) Hannover evangelischefrauen-deutschland.de Dachverband evangelischer Frauenverbände, Frauenwerke und Frauenarbeitsbereiche in Kirche und Diakonie. Laut Verband vertritt er 35 Mitgliedsorganisationen mit zusammen rund 3 Mio. Mitgliedern.
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Düsseldorf kfd.de Größter katholischer Frauenverband in Deutschland, der sich für Frauenrechte in Kirche und Gesellschaft einsetzt. Laut Verband rund 265.000 Mitglieder.
Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) Köln frauenbund.de 1903 in Köln gegründeter katholischer Frauenverband mit Zweigvereinen in 20 Diözesen. Laut Verband rund 130.000 Mitglieder in 1.200 Zweigvereinen.
Soroptimist International Deutschland Hannover soroptimist.de Deutsche Union des internationalen Service-Clubs berufstätiger Frauen, Mitglied im Deutschen Frauenrat. Laut Organisation 225 Clubs mit über 7.000 Mitgliedern in acht Bezirken.
Terre des Femmes Berlin frauenrechte.de 1981 gegründete Menschenrechtsorganisation gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, u. a. gegen Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratung. Laut Wikipedia 1.641 Mitglieder (2026), 42 Beschäftigte und rund 3,1 Mio. € Umsatz (2024).

Quellen: de.wikipedia.org; Unternehmensangaben (Stand 2026).

Regionale Verteilung: Frauenvereine nach Bundesland

Die Verteilung der Frauenvereine und Frauennetzwerke in Deutschland zeigt deutliche regionale Unterschiede. Nordrhein-Westfalen steht mit 48 Organisationen an der Spitze. Nordrhein-Westfalen folgt mit 48. Niedersachsen kommt mit 11 Vereinen auf Platz drei. Diese Konzentration in wirtschaftsstarken Bundesländern spiegelt die Nachfrage nach beruflicher Vernetzung und gesellschaftlichem Engagement wider.

Bundesland Unternehmen Anteil
Nordrhein-Westfalen 48 24,2 %
Bayern 28 14,1 %
Hessen 25 12,6 %
Baden-Württemberg 13 6,6 %
Berlin 13 6,6 %
Schleswig-Holstein 13 6,6 %
Niedersachsen 11 5,6 %
Sachsen 10 5,1 %
Hamburg 7 3,5 %
Bremen 6 3,0 %
Mecklenburg-Vorpommern 6 3,0 %
Rheinland-Pfalz 6 3,0 %
Brandenburg 4 2,0 %
Thüringen 4 2,0 %
Saarland 3 1,5 %
Sachsen-Anhalt 1 0,5 %

Die regionale Verteilung korreliert stark mit der Einwohnerzahl und der Wirtschaftskraft der Bundesländer. Bayern und Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichste Bundesländer bieten ein größeres Mitgliederpotenzial. Sie verfügen über mehr Ballungsräume, in denen sich Netzwerke etablieren können. Baden-Württemberg und Hessen als weitere wirtschaftsstarke Regionen folgen auf den Plätzen vier und sechs. Die Konzentration in Ballungsräumen erklärt sich durch bessere Infrastruktur, höhere Akademikerinnenquoten und vielfältigere Karrieremöglichkeiten. Diese erhöhen den Bedarf an beruflicher Vernetzung.

Kleinere Bundesländer und strukturschwächere Regionen weisen erwartungsgemäß niedrigere Vereinszahlen auf. Bremen mit 6 und das Saarland mit 3 Organisationen bilden das untere Ende der Skala. Die flächendeckende Präsenz in allen Bundesländern zeigt dennoch eines: Frauenvereine sind bundesweit als wichtige gesellschaftliche Akteure verankert. Regionale Fraueninitiativen spielen gerade in ländlichen Räumen eine wichtige Rolle für lokale Vernetzung und Interessenvertretung.

Die Vereinslandschaft in Deutschland erweist sich als stabil mit kontinuierlichen Neugründungen moderner Netzwerke. Während traditionelle Vereine eine lange Geschichte seit der ersten Frauenbewegung 1865 aufweisen, entstehen parallel neue Organisationsformen. Diese reagieren auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Besonders Wirtschafts- und Karrierenetzwerke für berufstätige Frauen verzeichnen Zuwachs. Sie richten sich gezielt an Frauen in Führungspositionen, Unternehmerinnen, Akademikerinnen und Frauen in MINT-Berufen.

Die digitale Transformation prägt die Vereinslandschaft nachhaltig. Viele Organisationen erweitern ihr Angebot um virtuelle Formate, Online-Workshops und digitale Networking-Plattformen. Die Corona-Pandemie beschleunigte diese Entwicklung zusätzlich. Hybride Veranstaltungsformate ermöglichen heute eine größere Reichweite. Sie vereinfachen die Teilnahme für Frauen, die Familie und Beruf vereinbaren müssen. Digitale Tools erleichtern die überregionale und internationale Vernetzung.

Ein weiterer Trend zeigt sich in der thematischen Spezialisierung. Neben allgemeinen Frauenvereinen entstehen vermehrt branchenspezifische Netzwerke für bestimmte Berufsfelder wie Medizin, Ingenieurwesen, Juristerei oder Medien. Diese fokussieren sich auf spezifische berufliche Herausforderungen. Sie bieten maßgeschneiderte Weiterbildungen und Mentoring-Programme. Intersektionale Ansätze gewinnen an Bedeutung. Organisationen richten sich gezielt an Migrantinnen, LGBTIQ+-Frauen oder Frauen mit Behinderungen. Sie berücksichtigen die Vielfalt weiblicher Lebensrealitäten.

Welche Arten von Frauenvereinen gibt es?

Die deutsche Vereinslandschaft gliedert sich in mindestens zehn verschiedene Organisationstypen. Berufsverbände für Frauen bilden eine zentrale Kategorie. Sie richten sich an Akademikerinnen, Ärztinnen, Ingenieurinnen, Juristinnen oder Unternehmerinnen. Sie fördern gezielt berufliche Entwicklung und Karrierechancen. Beispiele sind der Deutsche Ärztinnenbund, der Deutsche Juristinnenbund oder der Verband deutscher Unternehmerinnen. Diese Organisationen bieten Fortbildungen, Mentoring-Programme und Interessenvertretung in ihren jeweiligen Branchen.

Frauenrechtsorganisationen setzen sich für die Verbesserung der rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Stellung von Frauen ein. Sie arbeiten an Themen wie Gewaltschutz, Gleichstellung im Erwerbsleben, politische Teilhabe und reproduktive Rechte. Manche Organisationen fokussieren sich auf spezifische Zielgruppen wie Migrantinnen oder Frauen in Notlagen. Diese Vereine kombinieren oft Beratungsangebote mit politischer Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit.

Christliche Frauenorganisationen und politische Frauenverbände organisieren sich entlang konfessioneller oder parteipolitischer Linien. Der Katholische Deutsche Frauenbund oder die Evangelischen Frauen in Deutschland vertreten spezifische Werte und Positionen innerhalb ihrer religiösen Gemeinschaften. Politische Frauenverbände wie die Frauenunion der CDU oder die SPD-Frauen agieren als innerparteiliche Interessenvertretungen.

Wirtschafts- und Karrierenetzwerke wie Business and Professional Women (BPW) oder Soroptimist International bieten Plattformen für beruflichen Austausch und persönliche Weiterentwicklung. Internationale Frauenorganisationen wie Zonta International vernetzen deutsche Clubs mit einem globalen Netzwerk in über 60 Ländern. Branchenspezifische Netzwerke für Frauen in Medien, Technik oder Kulturberufen ergänzen das Angebot. Regionale Fraueninitiativen konzentrieren sich auf lokale Themen und kommunale Frauenarbeit. Feministische Organisationen setzen sich für grundlegende gesellschaftliche Veränderungen ein. Kulturelle Frauenvereine fördern künstlerisches Schaffen und kulturelle Bildung von Frauen.

Für wen ist eine Liste von Frauenvereinen relevant?

Adresslisten von Frauenvereinen bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen. Marketing-Abteilungen nutzen solche Daten für gezielte Kampagnen und Kooperationsanbahnungen. Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen für Frauen anbieten oder Diversität und Gleichstellung fördern möchten, finden in Frauenvereinen relevante Multiplikatoren und potenzielle Partnerorganisationen. Post-Mailings, Telefon-Marketing und E-Mail-Kampagnen lassen sich mit vollständigen Adressdaten effizient umsetzen.

Fundraising-Agenturen profitieren von Kontaktdaten zu gemeinnützigen Frauenvereinen. Viele Organisationen benötigen für ihre Projekte zusätzliche Spenden und externe Unterstützung. Professionelle Fundraising-Beratung hilft diesen Vereinen, ihre gesellschaftlichen Ziele zu erreichen. Die gezielte Ansprache über Listen mit 2.909 Organisationen ermöglicht einen effizienten Marktzugang. Fundraising-Dienstleister sparen erhebliche Recherchezeit. Sie können sich auf die Konzeption und Durchführung von Spendenaktionen konzentrieren.

Sprachschulen nutzen Frauenvereine als Kooperationspartner für Deutschkurse. Viele Frauenorganisationen arbeiten mit Migrantinnen und Geflüchteten. Sie vermitteln Interessentinnen an qualifizierte Bildungsträger. Möbeleinzelhändler sprechen Frauenvereine als potenzielle Kunden für Vereinshäuser und öffentliche Einrichtungen an. Durch deutschlandweite Telefonkampagnen mit gezielten Adressdaten lassen sich neue Geschäftsbeziehungen aufbauen.

Marktforschungsinstitute setzen Adresslisten für Umfragen und Studien zu frauenspezifischen Themen ein. Wissenschaftliche Einrichtungen erreichen über Frauenvereine Zielgruppen für empirische Forschungsprojekte. Medienunternehmen nutzen die Kontakte für Recherchen und Expertinnenvermittlung. Event-Veranstalter gewinnen Teilnehmerinnen für Konferenzen und Fachtagungen. Politische Organisationen und Verwaltungen kontaktieren Frauenvereine für Beteiligungsprozesse und Anhörungen. Die breite Palette an Einsatzmöglichkeiten macht Adressdaten von Frauenvereinen zu einem wertvollen Instrument für Neukundengewinnung, Vernetzung und gesellschaftliches Engagement.

Datenverfügbarkeit: Frauenvereine

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Frauenvereine in Deutschland.

Firmenname
Branche
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Allgemeine Telefonnummer
Faxnummer
Webseite
Allgemeine E-Mail-Adresse

Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.

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Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheiden sich historische und moderne Frauenvereine?
Historische Frauenvereine seit 1865 konzentrierten sich primär auf Mädchenbildung, Erwerbsmöglichkeiten und politische Grundrechte wie das Frauenwahlrecht. Der 1865 gegründete Allgemeine Deutsche Frauenverein zählte bereits 1877 etwa 11.000 bis 12.000 Mitglieder. Diese erste Frauenbewegung erkämpfte die Zulassung zu Universitäten. Sie setzte sich für verbesserte Bildungschancen ein. Moderne Frauennetzwerke ab den 1980er Jahren fokussieren sich stärker auf Karriereförderung, Führungspositionen in der Wirtschaft und branchenspezifische Vernetzung. Wirtschafts- und Karrierenetzwerke wie BPW Germany mit über 1.300 Mitgliedern oder digitale Communities wie Digital Media Women nutzen zeitgemäße Formate. Die Kontinuität zeigt sich jedoch in den Kernzielen Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe.
Welche sind die bekanntesten Frauenvereine in Deutschland?
Bekannte Frauenvereine in Deutschland sind unter anderem Business and Professional Women Germany (BPW), Deutscher Ärztinnenbund (DÄB), Deutscher Frauenrat, Deutscher LandFrauenverband (dlv) und Evangelische Frauen in Deutschland (EFiD). Eine Übersicht mit 9 Unternehmen, Sitz und Website finden Sie im Abschnitt „9 bekannte Frauenvereine in Deutschland“ weiter oben.
Welche Daten sind über Frauenvereine verfügbar?
Für 2.909 Frauenvereine in Deutschland liegen Postadressen vor. Telefonnummern existieren für 1.434 Organisationen (49 Prozent), E-Mail-Adressen für 1.372 (47 Prozent) und Webseiten für 1.527 Vereine (53 Prozent). Ansprechpartner aus Geschäftsführung oder Vorstand sind für 2.248 Organisationen (77 Prozent) dokumentiert. Die Unternehmensgrößenklasse liegt für alle 2.909 Vereine vor. Konkrete Mitarbeiterzahlen existieren nur für 142 Organisationen (5 Prozent), da die meisten Frauenvereine ehrenamtlich organisiert sind. Finanzdaten wie Umsatz oder Bilanzsumme fehlen weitgehend, da gemeinnützige Vereine anderen Transparenzpflichten unterliegen als Wirtschaftsunternehmen. Die Datenverfügbarkeit ermöglicht dennoch zielgerichtete Kontaktaufnahme über verschiedene Kommunikationskanäle.
Wo gibt es die meisten Frauenvereine in Deutschland?
Nordrhein-Westfalen führt mit 48 Frauenvereinen die regionale Verteilung an. Bayern folgt mit 28 Organisationen auf Platz zwei, Hessen mit 25 auf Platz drei. Baden-Württemberg (13) und Rheinland-Pfalz (6) belegen die Plätze vier und fünf. Diese Konzentration erklärt sich durch die Kombination aus Einwohnerzahl, Wirtschaftskraft und Ballungsräumen. Stadtstaaten wie Bremen (6) oder das Saarland (3) weisen erwartungsgemäß niedrigere absolute Zahlen auf. Berlin als Hauptstadt zählt 13 Frauenvereine. Es liegt damit im Mittelfeld. Die regionalen Unterschiede spiegeln auch unterschiedliche Vereinstraditionen wider. Bayern mit seiner starken Vereinskultur bietet ein günstiges Umfeld für lokale und überregionale Frauenorganisationen.
Wie kann man einen Frauenverein gründen?
Die Gründung eines Frauenvereins erfolgt nach dem deutschen Vereinsrecht. Sie benötigen mindestens sieben Gründungsmitglieder für die Eintragung ins Vereinsregister. Eine schriftliche Satzung muss den Vereinszweck, die Organisationsstruktur und Mitgliedschaftsregelungen festlegen. Die Gründungsversammlung wählt den Vorstand und beschließt die Satzung. Nach Eintragung beim zuständigen Amtsgericht erhält der Verein Rechtsfähigkeit als eingetragener Verein (e.V.). Für gemeinnützige Frauenvereine ist die Anerkennung durch das Finanzamt erforderlich. Diese gewährt Steuerbefreiungen und ermöglicht Spendenquittungen. Der Vereinszweck muss gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen. Frauenförderung und Gleichstellung fallen unter anerkannte gemeinnützige Zwecke. Die Gründung erfordert keine Mindestkapitaleinlage. Sie sollten jedoch finanzielle Mittel für laufende Kosten einplanen.
Welche Rolle spielen Dachverbände in der Frauenvereinslandschaft?
Der Deutsche Frauenrat fungiert als größte frauen- und gleichstellungspolitische Interessenvertretung. Er vereint rund 60 bundesweit aktive Frauenorganisationen unter seinem Dach. Diese Dachverbandsstruktur bündelt Ressourcen, verstärkt politische Schlagkraft und ermöglicht koordiniertes Handeln. Mitgliedsverbände müssen mindestens 300 Einzelmitglieder in fünf oder mehr Bundesländern sowie eine zweijährige Tätigkeit auf Bundesebene nachweisen. Internationale Dachorganisationen wie Zonta International (1.100 Clubs in 63 Ländern) oder Soroptimist International vernetzen deutsche Clubs mit weltweiten Strukturen. Diese globale Einbindung ermöglicht Erfahrungsaustausch, internationale Projekte und gemeinsame Kampagnen. Dachverbände übernehmen zudem Aufgaben wie Lobbyarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungsangebote und Qualitätsstandards für ihre Mitgliedsorganisationen.

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