Fintechs Firmenliste Deutschland
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Von branchenlisten.de
Aktualisiert am
Das Wichtigste in Kürze
- Die Firmendatenbank erfasst 489 Fintech-Unternehmen in Deutschland. Im weiteren Sinne, inklusive PropTech- und InsurTech-Startups, zählt der Markt rund 946 aktive Unternehmen.
- Bayern führt die regionale Verteilung mit 115 Fintech-Firmen an, gefolgt von Berlin (89) und Hessen (87) als den drei stärksten Bundesländern.
- Der globale Fintech-Markt erzielte 2023 ein Volumen von rund 245 Milliarden USD und soll bis 2030 auf etwa 1,5 Billionen USD anwachsen.
- Die deutsche Fintech-Szene umfasst mehr als 16 Subkategorien, darunter Neobanken, Zahlungsdienstleister, InsurTechs, WealthTechs, LendTechs und RegTechs.
- VC-Investitionen in deutsche Fintechs sanken 2023 auf das niedrigste Niveau seit zehn Jahren. B2B- und B2B2C-Modelle gewinnen gegenüber dem früher dominanten B2C-Ansatz zunehmend an Bedeutung.
- Bereits 28 Prozent der deutschen Erwachsenen, rund 19,7 Millionen Menschen, nutzen ein rein digitales Bankkonto (Stand 2026).
- Eine vollständige Fintech-Firmenliste mit Adressdaten, Ansprechpartnern und Finanzkennzahlen spart Vertriebs- und Marketingteams mehr als 11 Stunden manuelle Recherchezeit.
- Die Firmendatenbank enthält 14 Datenfelder je Unternehmen, aktualisiert sich täglich automatisch und durchläuft eine mehrstufige Verifizierung vor der Auslieferung.
Was sind Fintechs?
Der Begriff „Fintech" steht für Financial Technology, auf Deutsch Finanztechnologie. Er bezeichnet Unternehmen im Finanzsektor, die innovative Technologielösungen nutzen, als Software anbieten oder selbst entwickeln. Fintechs sind häufig junge, aufstrebende Betriebe, die traditionelle Finanzdienstleistungen revolutionieren, automatisieren und effizienter gestalten. Im Unterschied zu klassischen Banken agieren sie ohne physisches Filialnetz und mit ausgeprägtem Technologiefokus.
Das Leistungsspektrum ist breit. PayTechs ermöglichen digitale Zahlungen in Echtzeit, LendTechs vergeben Online-Kredite ohne klassische Bankbürokratie, WealthTechs verwalten Vermögen automatisiert über Robo-Advisor. InsurTechs digitalisieren Versicherungsabschluss und Schadensabwicklung, während RegTechs Unternehmen bei der Einhaltung regulatorischer Vorgaben unterstützen. Diese Vielfalt macht Fintechs zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig, der in jedem modernen Branchenbuch eine eigenständige Kategorie bildet.
Zur Ausübung von Banken- und Finanzdienstleistungsgeschäften benötigen Fintechs eine BaFin-Erlaubnis. Die Deutsche Bundesbank übt ebenfalls Aufsicht aus. Neobanken wie Trade Republic, die seit Dezember 2023 eine Vollbanklizenz halten, unterliegen denselben strengen Anforderungen wie traditionelle Institute. Für alle Marktteilnehmer gelten die Vorgaben der DSGVO sowie des UWG, insbesondere beim Einsatz von Firmenadressen im Direktmarketing.
Wie viele Fintechs gibt es in Deutschland?
Die Anzahl der Fintechs in Deutschland hängt wesentlich davon ab, wie eng oder weit man den Begriff fasst. Im engeren Sinne, also Unternehmen mit klarem Financial-Technology-Schwerpunkt, umfasst die aktuelle Firmenliste 489 aktive Gesellschaften (Stand 2026). Eine erweiterte Liste Fintechs Deutschland, die PropTech- und InsurTech-Startups einschließt, zählt rund 946 aktive Unternehmen. Deutschland belegt damit Platz vier im weltweiten Fintech-Ranking und ist nach dem Vereinigten Königreich der zweitgrößte Fintech-Markt in Europa.
| Kenngröße | Wert (Stand 2026) |
|---|---|
| Fintechs (engere Definition) | 489 |
| Fintechs inkl. PropTech und InsurTech | ca. 946 |
| Globales Marktvolumen 2023 | ca. 245 Mrd. USD |
| Prognostiziertes Marktvolumen 2030 | ca. 1,5 Bio. USD |
| Deutsche Erwachsene mit Digitalkonto | ca. 19,7 Mio. (28 %) |
| Rang Deutschland weltweit | Platz 4 |
Die Branchenkennzahlen zeigen ein differenziertes Bild. VC-Investitionen in deutsche Fintech-Startups sanken 2023 auf das niedrigste Niveau seit zehn Jahren. Der Markt durchläuft eine Konsolidierungsphase mit Entlassungswellen und einem klaren Fokus auf Profitabilität statt reines Nutzerwachstum. Die Nachfrageseite bleibt jedoch stark: Die Zahl der Deutschen mit rein digitalem Bankkonto soll bis 2025 auf 27,7 Millionen steigen. B2B- und B2B2C-Modelle gewinnen gegenüber dem früher dominanten B2C-Segment spürbar an Bedeutung.
Regionale Verteilung: Fintechs nach Bundesland
Fintech-Unternehmen sind in Deutschland räumlich stark konzentriert. Drei Ballungsräume prägen das Firmenverzeichnis: Berlin als Startup-Hauptstadt, die Rhein-Main-Neckar-Region mit Frankfurt als führendem Finanzzentrum und München als technologiestarker Standort im Süden. Die folgende Tabelle zeigt die vollständige Verteilung der 489 Fintech-Firmen auf alle 16 Bundesländer (Stand 2026).
| Bundesland | Anzahl Fintechs |
|---|---|
| Bayern | 115 |
| Berlin | 89 |
| Hessen | 87 |
| Nordrhein-Westfalen | 70 |
| Baden-Württemberg | 40 |
| Niedersachsen | 17 |
| Hamburg | 17 |
| Brandenburg | 13 |
| Sachsen | 9 |
| Rheinland-Pfalz | 9 |
| Schleswig-Holstein | 9 |
| Bremen | 8 |
| Sachsen-Anhalt | 3 |
| Saarland | 1 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1 |
| Thüringen | 1 |
Bayern führt mit 115 Unternehmen und profitiert von München als dichtem Netzwerk aus Risikokapitalgebern, technologiestarken Hochschulen und einer etablierten IT-Branche. Berlin folgt mit 89 Fintech-Firmen. Im weiteren Sinne sind in der Bundeshauptstadt sogar 197 Startups aus dem Fintech-Ökosystem aktiv. Das unterstreicht ihre Stellung als führenden deutschen Fintech-Hub. Hessen komplettiert das Führungstrio mit 87 Gesellschaften: Frankfurt zieht als europäisches Finanzzentrum Technologieunternehmen an, die Schnittstellen zur traditionellen Finanzbranche anbieten.
Marktentwicklung und Trends
Der deutsche Fintech-Markt befindet sich seit 2022 in einer Phase der Neuorientierung. Nach einer Boomphase mit Rekordfinanzierungen folgte eine spürbare Konsolidierung: Unternehmen reduzieren Personal, prüfen ihre Wachstumsstrategien und setzen Profitabilität vor schnelle Skalierung. Globale Fintech-Bewertungen erholten sich 2023 von einem Tiefstand bei 389 Milliarden USD auf 573 Milliarden USD. Eine vorsichtige Stabilisierung zeichnet sich ab.
Technologisch rücken drei Entwicklungen in den Vordergrund. Embedded Finance, also die Integration von Finanzdienstleistungen in branchenfremde Plattformen, gewinnt stark an Relevanz. Banking-as-a-Service-Modelle ermöglichen Nicht-Banken, eigene Finanzprodukte anzubieten, ohne selbst eine BaFin-Lizenz zu benötigen. KI-gestützte Systeme für Kreditentscheidungen, Betrugserkennung und personalisierte Finanzberatung verbreiten sich branchenweit.
Regulatorisch verschärft sich der Rahmen kontinuierlich. Neue EU-Richtlinien zur digitalen Finanzinfrastruktur schaffen einheitliche Standards, die für kleinere Fintechs erhebliche Compliance-Aufwände bedeuten. Kapitalstarke Akteure nutzen diesen Druck als Wettbewerbsvorteil, während schwächer finanzierte Startups konsolidieren oder den Markt verlassen. Wer Regulierungskompetenz als Kernkompetenz aufbaut, sichert sich langfristig Marktanteile.
Welche Arten von Fintechs gibt es?
Die Fintech-Branche gliedert sich in mehr als 16 Subkategorien, die unterschiedliche Bereiche des Finanzmarkts adressieren.
Neobanken und Retail Banking bieten vollständige Bankdienstleistungen digital an. Bekannte Vertreter wie N26 oder Trade Republic halten eigene Banklizenzen und ermöglichen Girokonten, Tagesgeldprodukte und Wertpapierhandel über mobile Apps. Trade Republic erhielt seine Vollbanklizenz im Dezember 2023.
Zahlungsdienstleister (PayTech) verarbeiten digitale Transaktionen für Händler und Endkunden. Firmen wie SumUp oder Payone ermöglichen Kartenzahlungen, mobile Point-of-Sale-Lösungen und Echtzeit-Überweisungen. Das Segment gehört zu den volumenstärksten im Fintech-Ökosystem.
InsurTechs digitalisieren die Versicherungsbranche. Mit rund 115 aktiven Startups in Deutschland ist dies ein gewichtiges Subsegment. Clark oder Wefox kombinieren automatisierte Beratung mit transparenten Tarifvergleichen und verwalten Policen vollständig digital.
PropTechs befassen sich mit der Digitalisierung des Immobiliensektors. Mit 203 Startups stellen sie die zahlenmäßig stärkste Subkategorie im erweiterten Fintech-Markt dar, gefolgt von Finance-fokussierten Betrieben (189 Startups).
Robo-Advisor und WealthTechs verwalten Vermögen algorithmisch. Scalable Capital und Raisin ermöglichen automatisierte ETF-Portfolios bereits ab kleinen Anlagebeträgen. Das macht professionelles Vermögensmanagement für breite Bevölkerungsschichten zugänglich.
RegTechs unterstützen bei regulatorischer Compliance, Identitätsprüfung und Geldwäscheprävention. Ihre Bedeutung wächst proportional zur Komplexität des europäischen Finanzrechts.
LendTechs und P2P-Kreditplattformen verbinden Kreditnehmer direkt mit Investoren. Auxmoney ist eines der bekanntesten deutschen Beispiele. Schnellere Kreditentscheidungen als bei traditionellen Banken sind das zentrale Versprechen des Segments.
Für wen ist eine Liste von Fintechs relevant?
Eine strukturierte Übersicht aller Fintechs in Deutschland ist für zahlreiche Berufsgruppen von konkretem Nutzen. Vertriebsteams, die Fintech-Unternehmen als Zielgruppe identifiziert haben, benötigen präzise Kontaktdaten für Kaltakquise per Telefon, Post-Mailing oder E-Mail-Marketing. Eine fertige Adressliste spart mehr als elf Stunden manuelle Recherchezeit gegenüber einer selbst durchgeführten Marktanalyse. Der Effizienzgewinn ist erheblich.
Softwareanbieter mit auf Finanzunternehmen zugeschnittenen SaaS-Lösungen profitieren besonders von einer vollständigen Unternehmensdatenbank. Sie enthält namentlich genannte Ansprechpartner aus der Geschäftsführung (für 407 der 489 Gesellschaften verfügbar). Dazu kommen allgemeine Telefonnummern (245 Einträge) und E-Mail-Adressen (232 Einträge). Dieser Detailgrad ermöglicht gezielte Ansprache statt Streumarketing.
Wirtschaftsprüfer, Weiterbildungsanbieter und spezialisierte Rechtsberater nutzen Firmenlisten zur gezielten Markterschließung. Compliance-Dienstleister, Schulungsanbieter und Rechtsberater erreichen so die relevanten Entscheidungsträger im Fintech-Sektor direkt. Marktforscher und Analysten nutzen strukturierte Adressdaten für repräsentative Umfragen und Branchenreports zum deutschen Fintech-Markt.
Die verfügbaren Wirtschaftsdaten gehen weit über Kontaktinformationen hinaus. Bilanzsumme, Betriebsergebnis, Mitarbeiterzahl und Unternehmensgrößenklasse sind für alle 489 Gesellschaften kategorisiert. Kleinstunternehmen (333 Firmen), Kleinunternehmen (120), Mittelstand (19) und Großunternehmen (4) lassen sich gezielt filtern und segmentieren. So schneiden Sie Angebote passgenau auf den jeweiligen Unternehmenstyp zu.
Datenverfügbarkeit: Fintechs
Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Fintechs in Deutschland.
Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Unternehmensquellen und werden ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken gemäß DSGVO verarbeitet. Stand: April 2026.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele Fintechs gibt es in Deutschland?
Welche Fintech-Unternehmen gibt es in Deutschland?
Welche Arten von Fintechs gibt es in Deutschland?
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