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fernsehsender Firmenliste Deutschland

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Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland sind zwischen 168 und 291 Fernsehsender erfasst, je nach Zählmethode und Abgrenzungskriterien (Stand 2026).
  • Über den Satelliten Astra 19,2° Ost werden rund 460 deutschsprachige Programme übertragen, darunter österreichische und Schweizer Sender.
  • Bayern führt die regionale Verteilung mit 58 Sendern an, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (51) und Baden-Württemberg (36).
  • Der Markt ist strukturell stabil, wird aber durch Streaming-Dienste, IPTV und nicht-lineares Fernsehen nachhaltig verändert.
  • Das duale Rundfunksystem teilt den deutschen TV-Markt in öffentlich-rechtliche Sender (ARD, ZDF, Dritte Programme) und private Veranstalter wie RTL Group und ProSiebenSat.1.
  • Spartensender für Kinder, Nachrichten, Sport, Shopping und Dokumentationen dominieren zahlenmäßig gegenüber den wenigen Vollprogrammen.
  • 38 Millionen Fernsehhaushalte empfangen ihr Programm über Satellit, Kabel, DVB-T2 HD, IPTV oder Streaming-Plattformen.
  • Eine professionelle Firmenliste der deutschen Fernsehsender mit Kontaktdaten, Umsatzkennzahlen und Geschäftsführerinformationen dient Vertrieb, Werbeagenturen und Marktforschern als Arbeitsbasis.

Was sind Fernsehsender in Deutschland?

Fernsehsender, auch als TV-Sender, Fernsehkanäle oder Programmanbieter bezeichnet, sind lizenzierte Rundfunkveranstalter, die audiovisuelle Inhalte linear über Antenne, Kabel, Satellit oder IPTV verbreiten. Sie bilden eine eigenständige Unterbranche der Medienunternehmen und nehmen als Auftraggeber für TV-Produktionen, als Werbemedien und als Informationsplattformen eine zentrale Rolle in der deutschen Wirtschaft ein. Jeder Sender, der hierzulande über terrestrische Frequenzen, das Kabelnetz oder Satellit ausgestrahlt wird, benötigt eine Rundfunklizenz nach dem Medienstaatsvertrag (MStV), die von der zuständigen Landesmedienanstalt erteilt wird.

Das Besondere an Deutschland ist das duale Rundfunksystem. Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF werden durch den Rundfunkbeitrag finanziert und durch Staatsverträge der Bundesländer konstituiert. Private Sender wie RTL, ProSieben oder Sat.1 finanzieren sich dagegen überwiegend aus Werbeerlösen. Dieses Nebeneinander öffentlich-rechtlicher und privater Programmanbieter ist in dieser Form europaweit einzigartig und prägt das gesamte Branchenverzeichnis der deutschen Medienlandschaft.

Abzugrenzen von klassischen Fernsehsendern sind reine Streaming-Dienste wie Netflix oder Disney+, die keine Rundfunklizenz benötigen und ihre Inhalte nicht-linear anbieten. Mediatheken zählen medienrechtlich ebenfalls nicht als eigenständige Sender, auch wenn ARD-Mediathek und ZDF-Mediathek heute intensiv genutzt werden. In einer vollständigen Unternehmensdatenbank der Branche erscheinen daher ausschließlich lizenzierte Rundfunkveranstalter.

Wie viele Fernsehsender gibt es in Deutschland?

Die Gesamtzahl der deutschen Fernsehsender hängt stark von der gewählten Zählmethode ab. Verschiedene Firmendatenbanken weisen zwischen 168 und 291 Fernsehsender mit Sitz in Deutschland aus (Stand 2026). Diese Differenz erklärt sich durch unterschiedliche Abgrenzungskriterien: Manche Erhebungen erfassen nur Unternehmen mit deutschem Handelsregistereintrag, andere berücksichtigen Niederlassungen und Tochtergesellschaften separat.

Wer alle deutschsprachigen Programme unabhängig vom Unternehmenssitz erfassen möchte, orientiert sich am Satellitenangebot. Über Astra 19,2° Ost werden rund 460 deutschsprachige Kanäle übertragen, darunter etwa 250 unverschlüsselte, von denen circa 70 in HD ausgestrahlt werden. Diese Zahl schließt österreichische Sender (ORF 1, ORF 2, ATV, ServusTV) und Schweizer Sender (SRF 1, SRF zwei, 3Plus TV) ein. Zattoo bündelt über 200 Programme, waipu.tv sogar mehr als 300 Kanäle in seinem Angebot.

Die Unternehmensstruktur der Branche zeigt ein mittelstandsgeprägtes Bild: 5 Großunternehmen stehen 13 mittelständischen Betrieben, 73 Kleinunternehmen und 61 Kleinstunternehmen gegenüber; weitere 16 Betriebe sind als Kleingewerbe oder freiberuflich tätig. Der Markt ist dabei ausgesprochen dynamisch. Neue Spartenkanäle und FAST Channels starten regelmäßig, während ältere Programme eingestellt oder umbenannt werden. Große Medienkonzerne wie RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 erweitern ihr Portfolio durch neue Kanäle kontinuierlich.

Regionale Verteilung: Fernsehsender nach Bundesland

Die Standorte deutscher Fernsehsender sind nicht gleichmäßig verteilt, sondern konzentrieren sich stark auf wenige Mediencluster. Historisch gewachsene Infrastrukturen, die Nähe zu Werbeagenturen und Produktionsfirmen sowie günstige medienpolitische Rahmenbedingungen erklären, warum bestimmte Bundesländer deutlich mehr Sender beheimaten als andere.

Bundesland Anzahl Fernsehsender (Stand 2026)
Bayern 58
Nordrhein-Westfalen 51
Baden-Württemberg 36
Berlin 26
Sachsen 25
Niedersachsen 22
Rheinland-Pfalz 13
Thüringen 12
Sachsen-Anhalt 12
Hessen 9
Schleswig-Holstein 9
Hamburg 7
Bremen 5
Brandenburg 4
Saarland 1
Mecklenburg-Vorpommern 1

Bayern führt die Rangliste mit 58 Sendern an. Der Hauptgrund liegt im Mediencluster Unterföhring bei München, wo ProSiebenSat.1 Media mit ProSieben, Sat.1, Kabel Eins und weiteren Sendern sowie Sky Deutschland ansässig sind. Nordrhein-Westfalen folgt mit 51 Sendern; Köln als Sitz der RTL-Gruppe mit RTL, VOX, ntv, Nitro und Super RTL widerspiegelt das wirtschaftliche Gewicht des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Berlin beherbergt 26 Sender, darunter zahlreiche Spartenprogramme und den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Weitere bedeutende Medienstandorte sind Mainz (ZDF), Hamburg (NDR, tagesschau24) und Bonn (Phoenix). Ostdeutsche Flächenländer wie Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern sind mit einem bis wenigen Sendern vertreten. Die Konzentration auf Bayern und NRW folgt der wirtschaftlichen Logik: Dort befinden sich die Hauptquartiere der größten privaten Sendergruppen Deutschlands.

Der Markt der deutschen Fernsehsender befindet sich in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Das lineare Fernsehen verliert bei jüngeren Zielgruppen an Reichweite. Die nicht-lineare Nutzung nimmt zu: ARD-Mediathek, ZDF-Mediathek und Arte-Mediathek verzeichnen steigende Abrufzahlen und ergänzen das klassische TV-Programm um zeitunabhängige Inhalte.

Die HD-Umstellung ist nahezu abgeschlossen. Seit Januar 2025 strahlt die ARD ihre Programme über Satellit nicht mehr in SD-Qualität aus; das ZDF folgte noch im selben Jahr. Parallel dazu wächst die Zahl verfügbarer HD-Fernsehsender: Über MagentaTV sind über 160 Kanäle in HD empfangbar, dazu kommen 3 UHD-Sender. HD+ stellt 25 private HD-Kanäle sowie drei UHD-Programme bereit.

Neue Geschäftsmodelle entstehen auf der Angebotsseite: FAST Channels, werbefinanzierte Streaming-Sender ohne Abogebühr, ergänzen zunehmend die klassische Senderlandschaft. Gleichzeitig bauen die großen Konzerne ihre Portfolios aus. RTL Deutschland betreibt mit RTL, RTL Zwei, VOX, ntv, Nitro, Super RTL, VOXup und weiteren Kanälen ein breites Netz. ProSiebenSat.1 umfasst ProSieben, Sat.1, Kabel Eins, sixx, ProSieben MAXX und Kabel Eins Doku. Marktkonzentration und Spartenausbau prägen damit das Branchenbild 2026.

Welche Arten von Fernsehsender gibt es?

Die Senderlandschaft in Deutschland gliedert sich nach mehreren Kriterien. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Trägerschaft: Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD mit Das Erste und die Dritten Programme der Länder (BR, WDR, NDR, MDR, SWR, RBB, HR, SR, Radio Bremen) werden durch den Rundfunkbeitrag finanziert und sind auf politisch-kulturelle Grundversorgung verpflichtet. Private Sender finanzieren sich durch Werbeerlöse oder Abonnementgebühren.

Nach Programmbreite unterscheidet man Vollprogramme von Spartenprogrammen. Vollprogramme wie RTL, ProSieben oder Das Erste bieten ein breites Angebot aus Nachrichten, Unterhaltung, Sport und Spielfilmen. Nachrichtensender wie ntv, WELT und tagesschau24 senden rund um die Uhr aktuelle Meldungen. Kindersender wie KiKA, Super RTL und Toggo plus richten sich gezielt an jüngere Zielgruppen. Dokumentationssender wie DMAX, N24 Doku und Kabel Eins Doku decken Wissen, Natur und Gesellschaft ab.

Shoppingsender bilden eine eigenständige Kategorie: QVC Deutschland betreibt drei Kanäle (QVC, QVC Zwei, QVC Style) mit rund 3.500 Mitarbeitern in Düsseldorf; HSE in Ismaning, Channel 21 in Hannover und 1-2-3.tv in Grünwald sind weitere bedeutende Vertreter. Musiksender (Deluxe Music, GoldStar TV), Religionssender (Bibel TV, K-TV) und Auslandsprogramme (Deutsche Welle mit Ausstrahlung in bis zu 30 Sprachen) runden das Bild ab. Bezahlfernsehen im engeren Sinne bietet Sky Deutschland mit über zehn Sport- und mehreren Filmkanälen an. Regional- und Lokalsender sowie Offene Kanäle und Bürgerfernsehen versorgen lokale Gemeinschaften mit regionalbezogenen Inhalten.

Für wen ist eine Liste von Fernsehsender relevant?

Eine strukturierte Adressliste oder Unternehmensdatenbank der deutschen Fernsehsender ist für mehrere Berufsgruppen ein unverzichtbares Arbeitsinstrument. TV-Produktionsfirmen nutzen sie, um neue Sender anzusprechen und Formate zu pitchen. Ein vollständiges Branchenbuch verschafft ihnen einen schnellen Überblick über potenzielle Auftraggeber im öffentlich-rechtlichen wie auch im privaten Bereich.

Werbeagenturen und Werbevermarkter arbeiten mit Fernsehsender-Verzeichnissen, um Angebote für Werbeplätze gezielt zu platzieren. Die verfügbaren Adressdaten umfassen Firmennamen, Postadresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Webseite und Social-Media-Profile sowie Angaben zur Unternehmensgröße und Mitarbeiterzahl. Für den Direktvertrieb von Übertragungs- und Empfangstechnologien sowie Studiotechnik sind diese Kontaktdaten ebenfalls wertvoll. Telekommunikationstechnik-Hersteller und Ausrüstungslieferanten setzen die Marktdaten gezielt für ihre Neukundengewinnung ein.

Marktforscher und Unternehmensberater verwenden die Firmendatenbank für Branchenanalysen und Zielgruppenerhebungen. Investoren, die Beteiligungen im Medienbereich prüfen, benötigen vollständige Übersichten inklusive Umsatz, Bilanzsumme und Betriebsergebnis. DSGVO-konform nutzbare Daten aus Handelsregistern und Gewerbeanmeldungen bilden die rechtliche Grundlage. B2B-Telefonakquise gegenüber Fernsehsendern ist bei mutmaßlichem sachlichem Bezug nach UWG grundsätzlich zulässig. Der Multichannel-Ansatz über E-Mail-Marketing, Direktmailing und Telefonvertrieb erweist sich in diesem Branchenumfeld als besonders effektiv.

Datenverfügbarkeit: fernsehsender

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für fernsehsender in Deutschland.

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Alle Daten sind DSGVO-konform und nicht personenbezogen. Stand: April 2026.

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