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Weiterbildungsinstitute Firmenliste Deutschland

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Das Wichtigste in Kürze

  • Nach aktueller Datenbankauswertung umfasst die Liste Weiterbildungsanbieter Deutschland über 4.009 Bildungsanbieter mit mehr als 21.000 Kursen und Seminaren. Die tatsächliche Gesamtzahl liegt deutlich höher, da betriebliche Akademien und freie Trainer in zentralen Verzeichnissen kaum erscheinen (Stand 2025).
  • Der deutsche Weiterbildungsmarkt wächst kontinuierlich. Digitalisierungsdruck, struktureller Fachkräftemangel und gesetzliche Impulse wie das Gesetz zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung treiben die Nachfrage an.
  • Die Anbieterdichte ist in bevölkerungsreichen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg am höchsten. 14 von 16 Bundesländern gewähren ihren Beschäftigten gesetzlichen Bildungsurlaubsanspruch.
  • Das Marktangebot gliedert sich in mindestens zehn Anbietertypen: Kammerträger, Volkshochschulen, private Bildungsinstitute, Online-Plattformen, hochschulnahe Einrichtungen und Corporate Universities.
  • Staatliche Förderinstrumente wie Bildungsgutschein, Aufstiegs-BAföG und das Weiterbildungsgeld von 150 EUR monatlich (seit Juli 2023) stärken die Nachfrageseite. AZAV-zertifizierte Träger profitieren besonders davon.
  • AZAV-Zertifizierung und ISO 9001 gelten als wichtigste Qualitätsstandards. Ausschließlich AZAV-zugelassene Träger dürfen geförderte Maßnahmen nach SGB III anbieten und Bildungsgutscheine akzeptieren.
  • Für B2B-Nutzer aus Vertrieb, HR und Marktforschung liefern strukturierte Adressdaten der Bildungsbranche eine wertvolle Grundlage für Neukundengewinnung, Partnersuche und Wettbewerbsanalyse.

Was sind Weiterbildungsanbieter?

Weiterbildungsanbieter sind Organisationen und Einrichtungen, die strukturierte Lern- und Qualifizierungsangebote für Erwachsene bereitstellen. Sie unterscheiden sich von allgemeinen Bildungseinrichtungen: Ihre Angebote richten sich an Personen mit abgeschlossener Erstausbildung oder Berufserfahrung. Im deutschen Branchenverzeichnis führen Fachportale sie auch als Bildungsträger, Fortbildungsanbieter, Seminaranbieter, Schulungsanbieter oder Trainingsanbieter.

Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Einrichtungen ist beträchtlich. Sie sichern die Qualifikationsbasis für den Arbeitsmarkt, ermöglichen beruflichen Aufstieg und wirken dem Fachkräftemangel entgegen. Das Spektrum reicht vom lokalen Bildungsinstitut mit wenigen Seminarräumen bis zur bundesweit operierenden Hochschule mit tausenden Studierenden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterscheidet drei Hauptkategorien: allgemeine und politische Weiterbildung, berufliche Weiterbildung sowie Weiterbildung an Hochschulen. Im wirtschaftlichen Firmenverzeichnis ordnet die Systematik Weiterbildungsanbieter dem Wirtschaftszweig 85.5 (Sonstige Unterrichtsbereiche) nach WZ 2008 zu. Diese Einteilung umfasst gewerbliche Kursanbieter ebenso wie gemeinnützige Träger, die im Auftrag der öffentlichen Hand tätig werden.

Wie viele Weiterbildungsanbieter gibt es in Deutschland?

Der Weiterbildungsmarkt Deutschland ist ein fragmentiertes und dynamisches Feld. Branchenportale erfassen über 4.009 Bildungsanbieter mit mehr als 21.000 Kursen und Seminaren (Stand 2025). Diese Zahl bildet nur einen Ausschnitt des tatsächlichen Marktes ab.

Die reale Gesamtzahl liegt erheblich höher. Freie Trainer, Unternehmensberatungen mit Schulungsangeboten, betriebliche Akademien und Kammerprogramme sind in keiner zentralen Unternehmensdatenbank vollständig hinterlegt. Eine jährliche Branchenauswertung zeichnet 133 Anbieter in 13 Fachkategorien aus. Grundlage sind mehr als 5.000 Nutzerbefragungen nach Lernqualität (50 %), Preis-Leistung (25 %) und Zufriedenheit (25 %). Weitere Portale erfassen über 30.000 anerkannte Kurse zusätzlich.

Der Wachstumstrend ist eindeutig. Drei strukturelle Kräfte treiben die steigende Nachfrage an: Digitalisierungsdruck in Unternehmen, anhaltender Fachkräftemangel und das Gesetz zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung. Deutschland zählt rund 250 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Jeder dieser Berufe begründet eigene Weiterbildungswege und erhöht die Nachfrage nach spezialisierten Seminaranbietern und Qualifizierungseinrichtungen.

Regionale Verteilung: Weiterbildungsanbieter nach Bundesland

Die Verteilung von Weiterbildungsanbietern folgt einem klaren Muster: Bevölkerungszahl, Wirtschaftsstärke und industrielle Struktur bestimmen die Anbieterdichte. Genaue Anbieterzahlen je Bundesland liegen nicht vor. Qualitative Unterschiede in der regionalen Bildungslandschaft sind jedoch gut dokumentiert.

Bundesland Anbieterprofil Besonderheiten
Nordrhein-Westfalen Dichte Kammerlandschaft, starke Industrietradition Viele überregionale Anbieterstandorte; gesetzlicher Bildungsurlaub verankert; bevölkerungsreichstes Bundesland
Bayern Hohe Anbieterdichte trotz fehlendem Bildungsurlaubsgesetz Technologiezentren München und Nürnberg; starke Nachfrage nach IT- und Technikweiterbildung
Baden-Württemberg Ausgeprägte Maschinenbau- und Automobilcluster Hohe Nachfrage nach technischen Qualifizierungen; starkes Mittelstandsumfeld
Berlin Startup-Ökosystem, internationale Bildungseinrichtungen Digitale Formate stark vertreten; wachsendes Online-Weiterbildungsangebot
Hamburg Handels- und Logistikzentrum Internationaler Ausbildungsfokus; breites Kammerangebot
Hessen Finanz- und Beratungsmetropole Frankfurt Hohe Nachfrage nach kaufmännischen und IT-Weiterbildungen
Sachsen Kein Bildungsurlaubsgesetz; wachsende Technologieregion ESF-kofinanzierte Programme als Marktausgleich
Niedersachsen Fahrzeugbau und Agrarwirtschaft als Branchenanker Kammern als Basisversorger; Hannover als Messestandort
Ostdeutsche Länder Geringere urbane Dichte ESF-Förderung kompensiert strukturelle Lücken; Online-Angebote gewinnen an Bedeutung

Wirtschaftsstruktur und Bevölkerungsdichte erklären die regionalen Unterschiede am treffendsten. Bundesländer ohne gesetzlichen Bildungsurlaubsanspruch kompensieren die schwächere staatlich induzierte Nachfrage durch wirtschaftliche Dynamik oder gezielte Förderprogramme. Städtische Ballungsräume konzentrieren überproportional viele Anbieter. Ländliche Regionen profitieren zunehmend von Online-Formaten und mobilen Schulungskonzepten.

Die Digitalisierung hat den Weiterbildungsmarkt tiefgreifend verändert. E-Learning, Blended Learning und Webinar-Formate gewinnen kontinuierlich Marktanteile gegenüber reinen Präsenzveranstaltungen. Online-Kurs-Plattformen sprechen eine deutlich breitere Zielgruppe an als klassische Seminaranbieter. Der Markt wächst.

KI-gestützte Lernumgebungen und Microlearning-Plattformen verändern die Angebotsstruktur grundlegend. Unternehmen investieren angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels verstärkt in betriebliche Weiterbildung. Corporate Universities und betriebliche Bildungszentren expandieren. Dieser Branchenreport zeigt eine Bildungswirtschaft im Aufwind.

Auf der Finanzierungsseite hat die Politik mit gezielten Impulsen reagiert. Das Gesetz zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung schafft neue Anreize für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Das Weiterbildungsgeld von 150 EUR monatlich für Bürgergeldempfänger sowie die Weiterbildungsprämie von bis zu 1.500 EUR bei bestandener Abschlussprüfung erhöhen die staatlich finanzierte Nachfrage. AZAV-zertifizierte Träger profitieren von dieser Entwicklung in besonderem Maße, da sie als einzige förderberechtigte Maßnahmen anbieten dürfen. Qualitätszertifizierungen nach ISO 9001 und LQW werden damit zum handfesten Wettbewerbsfaktor.

Welche Arten von Weiterbildungsanbietern gibt es?

Der deutsche Weiterbildungsmarkt ist nach Trägerschaft und Angebotsform stark ausdifferenziert. Öffentliche Träger wie Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern bilden das staatlich anerkannte Rückgrat der Grundversorgung. Volkshochschulen ergänzen das Angebot mit allgemeiner und politischer Weiterbildung zu sozial verträglichen Preisen. Diese Einrichtungen stellen eine verlässliche Basis dar.

Private Bildungsinstitute stellen das zahlenmäßig größte Segment. Große Häuser wie die DAA Deutsche Angestellten-Akademie, die Haufe Akademie oder die TÜV-Akademien von TÜV NORD und TÜV Rheinland sind auf Fachbereiche wie Management, Technik und Gesundheit spezialisiert. Das IBB Institut für Berufliche Bildung führt Umschulungen durch, die sich vollständig über Bildungsgutscheine finanzieren lassen. Diese Betriebe dominieren jede umfangreiche Firmendatenbank der Bildungsbranche.

Hochschulnahe Einrichtungen verbinden akademische Abschlüsse mit berufsbegleitenden Studienmodellen. IU Internationale Hochschule, FOM Hochschule, SRH Fernhochschule und AKAD Bildungsgesellschaft bedienen die wachsende Nachfrage nach Zertifikatsprogrammen und dualen Abschlüssen. Online-Plattformen bilden daneben ein stark wachsendes Segment. Live-Online-Training und Blended Learning sind heute etablierte Durchführungsformen.

Freie gemeinnützige Träger, kirchliche Einrichtungen und Wohlfahrtsverbände bieten sozial orientierte Angebote für spezifische Zielgruppen an. Fernunterrichtsanbieter unterliegen dem Fernunterrichtsschutzgesetz und benötigen eine Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht.

Für den Zugang zu staatlich geförderter Nachfrage ist die AZAV-Zertifizierung entscheidend. Nur zugelassene Bildungsträger nach SGB III dürfen Bildungsgutscheine akzeptieren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ordnet alle Angebote in drei übergeordnete Kategorien ein; die zuständige Zulassungsstelle verwendet für Fernlehrgänge eine Klassifikation mit 14 Kategorien.

Für wen ist eine Liste von Weiterbildungsanbietern relevant?

Strukturierte Firmendaten der Bildungsbranche sind für eine breite Nutzergruppe wertvoll. Vertriebsteams, die Softwarelösungen, Lernmanagementsysteme oder Seminartechnik an Bildungseinrichtungen vermarkten, nutzen eine Adressliste für die gezielte Ansprache von HR-Entscheidern. Eine vollständige Firmenliste mit Spezialisierung und Kontaktdaten ermöglicht segmentierte Direktansprache und spart erheblichen Rechercheaufwand.

Personalentwickler in Unternehmen verfolgen ein anderes Nutzungsinteresse. Sie suchen externe Weiterbildungspartner für ihre Belegschaft und benötigen eine strukturierte Übersicht nach Thema, Region und Zertifizierungsstatus. Die AZAV-Zulassung ist hier entscheidend, denn sie bestimmt die Förderbarkeit einer Maßnahme. Berater der Arbeitsverwaltung und der Jobcenter sind auf aktuelle Trägerlisten angewiesen, um den Einsatz von Bildungsgutscheinen korrekt zu steuern.

Einzelpersonen, die einen Berufswechsel planen oder sich qualifizieren möchten, nutzen ein Branchenbuch der Weiterbildungsanbieter als ersten Orientierungspunkt. Das gilt vor allem bei der Suche nach geförderten Angeboten, wo Sie Anbieterzertifizierung und Kursanerkennung vorab prüfen müssen.

Investoren und Unternehmensberater greifen auf Adressdaten für Marktanalysen und M&A-Recherchen im Bildungssektor zurück. Wissenschaftler nutzen diese Marktdaten für empirische Studien zur Weiterbildungspartizipation. Veranstaltungsorganisatoren und Bildungsmessen verwenden vollständige Anbieterlisten als Grundlage für Ausstelleranfragen. Weiterbildungsanbieter selbst setzen regionale Branchenkennzahlen zur Standortplanung und Bedarfsanalyse neuer Märkte ein.

Datenverfügbarkeit: Weiterbildungsinstitute

Übersicht der verfügbaren Datenfelder für Weiterbildungsinstitute in Deutschland.

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Alle Daten sind DSGVO-konform und nicht personenbezogen. Stand: April 2026.

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